Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Brücken-Chaos bei Verkehrsbetrieben
Lokales Brandenburg/Havel Brücken-Chaos bei Verkehrsbetrieben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:19 08.12.2017
Die Linie W darf fortan nicht  mehr mit dem Gelenkbus bedient werden.
Die Linie W darf fortan nicht mehr mit dem Gelenkbus bedient werden. Quelle: JACQUELINE STEINER
Anzeige
Brandenburg/H

In den Bussen der Verkehrsbetriebe wird es ab Montag richtig voll, es kann sogar passieren, dass Fahrgäste stehen bleiben und auf die nächste Abfahrt warten müssen.

Ab sofort dürfen nämlich keine Gelenkbusse mehr über die marode Brücke über die Gleise in der Potsdamer Straße fahren. Entgegen ihrer Ankündigung darf die Stadt keine Sondererlaubnis erteilen, weil der Landesbetrieb Straßenwesen sein Veto eingelegt hat. Es dürfen nur Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von 16 Tonnen passieren. Deshalb müssen die VBBr die Linien D, H und W mit normalen Fahrzeugen bedienen, was Auswirkungen auf den ganzen Stadtverkehr hat. „Die Busse fahren ja nicht den ganzen Tag nur eine Strecke, ein Fahrer wechselt auch mal zwischen den Linien, kommt beispielsweise nach der ersten Tour aus Wust auf eine andere Linie, die stärker frequentiert ist“, sagt VBBr-Chef Jörg Vogler. In den Gelenkbus passen 92 Menschen, in den Standardbus maximal 66. So steht zu fürchten, dass beispielsweise morgens um 7.23 Uhr auf der Linie B nicht alle mitkommen, im Durchschnitt fahren 76 Passagiere mit, 79 sind es auf der Linie F um 6.50 Uhr ab Klein Kreutz. Die Busse sind so voll, weil viele Schüler mitfahren. Um 11.30 und um 14.30 Uhr könnte Ähnliches im W-Bus passieren. Auch der kostenlose W-Bus zum EKZ am Mittwoch wäre betroffen, der verkehrt nur stündlich.

„Wir sind total erschrocken über die Entscheidung und suchen fieberhaft nach einer Lösung.“ Vogler will anregen, auf der Bundesstraße an der Brücke eine Bedarfsampel aufzustellen. Statt zwei 16-Tonner (einer in jeder Richtung) soll ein Gelenkbus mit etwa 25 Tonnen passieren dürfen. Allerdings rechnet der Geschäftsführer erst in einigen Wochen , bis dahin hofft er auf Verständnis.

Von André Wirsing

Brandenburg/Havel Jugendhilfeeinrichtung in Rädel - Ackern auf dem Biohof gegen die Sorgen
08.12.2017
08.12.2017