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Brandenburg/Havel Brückenneubau am Altstadt Bahnhof: Oberbürgermeister optimistisch
Lokales Brandenburg/Havel Brückenneubau am Altstadt Bahnhof: Oberbürgermeister optimistisch
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16:26 26.02.2020
Die Ergebnisse der Brückenprüfung am Altstadt-Bahnhof sollen im April vorliegen. Das Foto zeigt Bauingenieur Martin Wilcke vor der Messung an der Brückenunterseite. Quelle: Rüdiger Böhme
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Brandenburg/H

Das Brandenburger Rathaus hofft bezogen auf die seit 5. Dezember gesperrte Brücke des 20. Jahrestages auf ein Signal im April.

„Ich denke, wir hoffen alle, dass die Brücke zumindest für den Pkw-Verkehr und den öffentlichen Personennahverkehr wieder freigegeben werden kann“, sagte Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) an diesem Mittwoch in der Stadtverordnetenversammlung.

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Zugleich warnte das Stadtoberhaupt, es sei noch zu früh und auch falsch, irgendwelche Spekulationen anzustellen.

Zwei volle Trupps Brückenprüfer

„Wir müssen wirklich die Ergebnisse der Untersuchung abwarten“, sagte er und nahm dabei Bezug auf das „sehr konstruktives Gespräch“, das er und Hauptausschuss-Chef Ralf Holzschuher (SPD) am Montag mit dem Landesbetrieb Straßenwesen zum Neubau der Brücke am Altstadt Bahnhof geführt haben.

Seitens des Landesbetriebs wird nach Schellers Einschätzung derzeit sehr intensiv an der Bauwerksprüfung der derzeitigen Brücke gearbeitet. Der Landesbetrieb habe dazu zwei volle Trupps Brückenprüfer nur für Brandenburg/Havel im Einsatz.

Nach der Prüfung des äußeren Baukörpers laufe derzeit die aufwendige Untersuchung der Hohlkammern und der darin liegenden Stahlverspannung.

Kein zusammenhängender Koloss

Zu erwarten ist, dass die Analyse und Auswertung sämtlicher Messdaten im März folgen und im April die vollständige objektbezogene Bauwerksprüfung vorgelegt wird.

Der Landesbetrieb hat nach Schellers Worten weitere Details des Neubaus vorgestellt. Die künftige Brücke soll demnach nicht mehr „als ein zusammenhängender Koloss errichtet werden“.

Vielmehr sind nach den Ausführungen vor den Stadtverordneten drei 3 einzelne Baukörper vorgesehen. Das sind je eine Brücke pro Fahrtrichtung sowie eine Brücke parallel für die Straßenbahn.

Rampe früher fertig

Äußerlich betrachtet wird sich nicht so viel ändern. Aber die neue Konstruktion habe zahlreiche statische und bautechnische Vorteile, betont Scheller.

Die bereits im Hauptausschuss erläuterte Rampe östlich der Zanderstraße soll früher fertiggestellt werden, um so den Verkehrsfluss der B 102 während des Abrisses und Neubaus der Brücke zu gewährleisten.

Der Oberbürgermeister lobte den Landesbetrieb, der intensiv daran arbeite, den Neubau so zügig wie möglich abzuwickeln.

Einzelne Teile des Neubaus vorziehen

Die Stadt habe mehrfach darauf hingewiesen, einzelne Abschnitte des Bauvorhabens vorzuziehen. Auch wenn der komplette Neubau erst 2022 beginnt, würde sie gern jetzt schon planen und überlegen, wie das Großbauprojekt umgesetzt werden kann.

Positiv stellte Steffen Scheller heraus, dass der Landesbetrieb die Anforderungen der Stadt für den Verkehrsknoten B 1/B 102 sehr ernst nehme und intensiv daran arbeite, einzelne Teile des Neubaus vorzuziehen.

Von Jürgen Lauterbach