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Brandenburg/Havel Bürgermeister hissen Flagge für Frieden: Darum sollen Atomwaffen auf den Schrott
Lokales Brandenburg/Havel Bürgermeister hissen Flagge für Frieden: Darum sollen Atomwaffen auf den Schrott
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15:16 08.07.2019
Auch in Brandenburg weht seit Montag die „Mayors for Peace“-Flagge am Rathaus.. Quelle: Rüdiger Böhme
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Brandenburg/H

Wie in 658 anderen deutschen Städten weht jetzt auch in Brandenburg an der Havel seit Montagvormittag die grün-weiße „Mayors for Peace“-Flagge. Mit dieser setzen sich die Bürgermeister der Städte weltweit für Frieden ein und zeigen es.

In der Havelstadt hatte der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Walter Paaschen (CDU), dazu aufgerufen, mit dabei zu sein, wenn am Rathaus auf dem Altstädtischen Markt die Flagge gehisst wird.

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Der frühere Stadtverordnete Hans-Peter Jung (SPD), der auch am Montag anwesend war, hatte Brandenburgs Teilnahme an der internationalen Kampagne vor einigen Jahren initiiert.

Bernd Lachmann nutzte die Gelegenheit, sich an die Stadtverordneten zu wenden. Er forderte sie auf, nicht nur Flagge zu zeigen, sondern, wie bereits 32 andere deutsche Städte, an die Bundesregierung zu appellieren, sich bis zuletzt für den Erhalt des INF-Vertrages einzusetzen.

Der Flaggentag der „Mayors for Peace“ erinnert an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs (IGH) in Den Haag, das am 8. Juli 1996 veröffentlicht wurde.

Der IGH stellte fest, dass „eine völkerrechtliche Verpflichtung besteht, in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abrüstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle führen.“

Von Rüdiger Böhme