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Brandenburg/Havel Hohenstücken: Gewaltiger Müllberg kommt weg
Lokales Brandenburg/Havel Hohenstücken: Gewaltiger Müllberg kommt weg
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16:17 21.11.2018
Es gibt kaum etwas, was hier in und um die Garagen des Butterlake-Komplexes an der B 102 in Hohenstücken nicht abgelagert wird. . Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

In den meisten der 350 Unterstände im Garagenkomplex Butterlake lagert fast alles, aber kaum ein fahrbereites Auto: Komplette Büroausstattungen, Elektroschrott, Tausende Müllsäcke, Teppiche, Laub, eine Trabant-Karosserie, Bio-Abfall. Nur noch etwa 80 Garagen sind an Autobesitzer vermietet.

Vandalismus, Einbrüche und sehr viele illegale Müllablagerungen prägen das Bild des Garagenkomplexes Butterlake. Sehr zum Verdruss der verbliebenen Mieter. Jetzt soll eine große Lösung her.

„Hunderte Garagen auf diesem Grundstück werden offensichtlich nicht mehr benutzt, stehen leer, wurden aufgebrochen und sind nun oft bis zum Überquellen mit Abfall jeglicher Art befüllt worden“, beklagt SPD-Mann Alfredo Förster. „Es ist sicherlich nur einem Zufall zu verdanken, dass in diesem trockenen Sommer einer dieser Schutthaufen nicht in Brand geriet. Trotzdem sind eventuelle Sicherungsmaßnahmen seitens der Stadt bisher ausgeblieben. Dieses Trauerspiel muss ein Ende haben.“

Förster sieht auch gleich ein grundsätzliches Problem – die Stadt vernachlässige den einstigen Vorzeigestadtteil, der von vielen Wegzügen gebeutelt ist, nun komplett. „Für die Aufwertung standen der Stadt rund 16 Millionen Euro zur Verfügung. 70 Prozent davon flossen in die Kernstadt, zwölf Prozent gingen nach Nord und lediglich vier Prozent dieser Mittel kamen in Hohenstücken an“, rechnet Förster vor.

Allerdings ist dies nur ein Ausschnitt, auch in Hohenstücken wurde bereits viel mehr von der Stadt investiert. Zudem haben die großen Wohnungsgesellschaften, allen voran die WBG und die Wobra nicht nur den Rückbau überflüssiger, sondern auch das Verbessern des Umfeldes verbliebener Wohnungen großzügig gefördert bekommen.

Die Missstände am Butterlake-Garagenkomplex seien der Eigentümerin Stadt bekannt gewesen, gerade habe man begonnen zu handeln, sagt Stephan Falk, Geschäftsführer der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Wobra. Das Unternehmen verwaltet seit fast zwei Jahren beinahe alle städtischen Grundstücke und Gebäude, die nicht für die kommunale Selbstverwaltung oder für Bildungszwecke genutzt werden im Auftrag und auf Rechnung der Eigentümerin.

„Der Garagenkomplex ist von Vandalismus, Verlassensein, Einbrüchen und vor allem vom Nutzen als gigantischer Müllplatz geprägt.“ Es habe immer mal wieder Beräumungsaktionen gegeben, „doch wurden wir den Zuständen nicht mehr Herr. Immer wenn etwas weggebracht wurde, gab es am nächsten Morgen die doppelte Menge neuen Müll“, sagt Falk. Deshalb soll es nun die „große Lösung“ geben, sei mit der Stadt vereinbart worden.

„Es ist schade, dass wir nun die Mieter der noch intakten Garagen nicht zuerst über unsere Pläne informieren können. Wir haben gerade die Briefe vorbereitet, um den Betroffenen eine einvernehmliche Lösung vorzuschlagen.“ Geplant sei, den noch halbwegs intakten Flügel des Komplexes instand zu setzen und dort möglichst viele der Garagenmieter unterzubringen. Die restlichen Unterstände, die nicht mehr genutzt werden, sollen samt der Müllberge verschwinden.

Gelinge es nicht, auf diesem Wege wieder geordnete Verhältnisse herzustellen, wolle das Wobra-Team versuchen, den Garagenmietern Ausweichquartiere in den Garagenkomplexen Weberstraße beziehungsweise in Nord anzubieten.

Falk hatte gehofft, dies weitgehend geräuschlos abzuwickeln. Nun ließe es sich aber nicht ändern, wenn Förster durch seinen öffentlichen Hilferuf das Problem bereits publik gemacht hat. Wichtig sei, dass es erfolgversprechende Lösungsansätze gibt.

Von André Wirsing

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