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Brandenburg/Havel Chemikalie ausgelaufen: Zweiter schwerer Unfall auf A2
Lokales Brandenburg/Havel Chemikalie ausgelaufen: Zweiter schwerer Unfall auf A2
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21:09 05.09.2017
Wieder ein Lkw-Unfall auf der A 2. Diesmal bei Wollin.
Wieder ein Lkw-Unfall auf der A 2. Diesmal bei Wollin. Quelle: Christiian Griebel
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Wollin

Die Bundesautobahn A 2 war nach dem schrecklichen Unfall mit zwei getöteten Feuerwehrleuten nicht mal eine halbe Stunde wieder freigegeben, da gab es gegen 12:50 Uhr erneut einen Lkw-Unfall. Zwei Kilometer hinter der Anschlussstelle Wollin in Richtung Potsdam fuhr ein litauischer Sattelzug an einem Stauende auf einen Lkw aus Frankreich auf.

Durch den Aufprall wurde die Fahrerkabine des Litauers so stark zerstört, dass sich der schwer verletzte Trucker nicht mehr aus eigener Kraft ins Freie retten konnte. Der eingeklemmte Mann musste von Feuerwehrleuten mit Spezialgerät befreit werden.

Nichts geht mehr auf der A 2 bei Wollin in Richtung Potsdam. Quelle: Christian Griebel

Ein mit einem Notarzt besetzter Hubschrauber landete auf der Autobahn, die in Fahrtrichtung Potsdam voll gesperrt wurde.

Der franzözische Sattelzug hatte Metallteile und fünf Container mit je 1000 Liter einer leicht entzündbaren, chemischen Flüssigkeit geladen, von denen drei Container bei dem Zusammenstoß beschädigt wurden, so dass Teile der chemischen Substanz austraten. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort, richtete einen Speerkreis ein und kümmerte sich um die Ladung. Die Gefahrguteinheiten der Landkreise Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming wurden ebenfalls angefordert.

Die chemische Substanz kann zu Reizungen der Augen-und Atemwege führen. Eine unmittelbare Gefahr für Autofahrer bestand auf Grund des eingerichteten Sperrkreises nicht.

Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Wollin abgeleitet. Die Fahrbahn in Richtung Potsdam musste komplett gesperrt werden. Der Verkehr in Richtung Hannover konnte uneingeschränkt weiterrollen.

Die Bergungs-und Einsatzmaßnahmen der Feuerwehr an der Unfallstelle dauerten bis in den Abend hinein an. Der Rückstau war zeitweise bis zu sieben Kilometer lang. Die Polizei führte die zwischen der Anschlussstelle Wollin und der Unfallstelle im Stau stehenden Verkehrsteilnehmer unter Einsatz von Polizeikrädern gezielt aus dem Schlauch (Rückstau) heraus, zurück zur Anschlussstelle Wollin.

Von Frank Bürstenbinder