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Brandenburg/Havel Der letzte Weg des Weihnachtsbaumes
Lokales Brandenburg/Havel Der letzte Weg des Weihnachtsbaumes
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17:45 02.01.2019
Die Firma Rebo Umwelttechnik verarbeitet Christbäume aus Potsdam-Mittelmark zu Kompostdünger. Quelle: Foto: Wachs
Brandenburg/H

Der letzte Weg des Weihnachtsbaumes steht bevor. In den nächsten Tagen werden die Tannen und Fichten tausendfach an den Straßenrändern der Region zur Abfuhr bereit liegen. Ab Montag, 7. Januar, sammelt in der Stadt Brandenburg die Remondis Brandenburg GmbH die Christbäume ein. Einsatzleiter Mathias Henkel rechnet mit rund 35 Tonnen. So viel kam im vorigen Jahr zusammen. 2017 waren es noch 36 Tonnen. Vom 7. Januar bis zum 18. Januar fahren zwei Mitarbeiter die Strecken ab und nutzen dafür ein Entsorgungsfahrzeug, das sonst auf Sperrmülltour unterwegs ist. Dort gehen die Bäume sogleich in eine Presse.

Die Remondis-Mitarbeiter laden ihre Christbaum-Fuhren im Recycling-Park der Mebra in der August-Sonntag-Straße ab. Wenn sämtliche Bäume dort gelandet sind, also ab dem 18. Januar, beginnt der zweite Entsorgungsschritt für die Brandenburger Weihnachtsbäume. Ein Mebra-Mitarbeiter lädt die Bäume nun mit einem Radlader in einen mobilen Zerkleinerer. Dort werden die Nordmanntannen, Rotfichten und Douglasien auf 15 Zentimeter Kantenlänge zerkleinert. Das berichtet Anlagenleiter Sebastian Höhne. Binnen eines einzigen Arbeitstages sind dann die 35 Tonnen Christbäume in handliche Stücke zerlegt.

Entsorgung Weihnachtsbäume in Brandenburg beginnt am 7. Januar. Hier ein Foto aus dem vorigen Jahr. Quelle: JACQUELINE STEINER

Nun fährt wieder mehrmals ein Lastwagen vor und der dritte Weg in der Entsorgungsgeschichte nimmt ihren Lauf. Die Tannenstücke werden nach Magdeburg in ein Heizkraftwerk gefahren und werden letztlich umgewandelt in Energie.

Christbäume wandern auf den Kompost

Einen ganz anderen Weg nehmen die Weihnachtsbäume aus Potsdam-Mittelmark. Sie gehen nicht in die Energiegewinnung, sondern letztendlich in den Kompost. Egal, ob die Nordmanntanne aus Ziesar oder die Blautanne aus Golzow. Abgefahren werden die Weihnachtsbäume in Potsdam-Mittelmark ebenfalls ab dem 7. Januar. Die letzten Christbäume werden nach Angaben von Andrea Metzler, Sprecherin des Landkreises Potsdam-Mittelmark, am 15. Februar abgeholt.

Infos zu den Abholterminen

Im Internet finden sich die Abholtermine für die Christbaum-Abfuhr. In Golzow holt die Apm die Bäume bereits am 9. Januar und in Ketzür dagegen erst am 31. Januar ab. Nähere Infos unter www.apm-niemegk.de/tourenplan.

In der Stadt Brandenburg können dem Abfall-Tourenplan auf der Homepage der Verwaltung die Abfuhrtermine für die Weihnachtsbäume entnommen werden. Am Packhof etwa ist er am 8. Januar, in der Magdeburger Landstraße am 9. Januar.

Die Abfallwirtschaft Potsdam-Mittelmark GmbH (Apm) mit Sitz in Niemegk sammelt die Tannen und Fichten ab. 2017 waren es 18.185 Bäume mit einem Gesamtgewicht von 125 Tonnen. Vor einem Jahr kamen sogar 19.577 Christbäume zusammen. Sie werden in die Kompostieranlage der Firma Rebo Umwelttechnik GmbH in Jeserig/ Niederwerbig im Fläming geschreddert und dann als sogenanntes Strukturmaterial für die Kompostierung weitergenutzt.

Der überwiegend sehr feuchte und verdichtete Kompost bestehend aus Grünabfall und Lebensmittelresten wird so aufbereitet. Die Mikroorganismen erhalten auf diese Weise nach Angaben von Andrea Metzler bessere Bedingungen zur Zersetzung des Kompostes.

Bei der Firma Rebo Umweltechnik in Jeserig werden ab nächster Woche Weihnachtsbäume aus dem Landkreis Potsdam-Mittelmark zu Kompostdünger verarbeitet. . Quelle: Thomas Wachs

In der Stadt Brandenburg fallen die meisten Weihnachtsbäume nach Angaben von Remondis-Einsatzleiter Mathias Henkel auf der Eigenen Scholle und in der Alt- und Neustadt ein. Deutlich weniger Bäume sammeln die Remondis-Mitarbeiter in Kirchmöser, Plaue und Klein Kreutz ein. „Wir vermuten, dass dort viele Bürger ihre Bäume selbst zerkleinern und vielleicht in Öfen oder Kaminen verfeuern.“ Auch viele Freiwilligen Feuerwehren haben es sich zur Tradition gemacht, Weihnachtsbäume in einem rustikalen Event zu verfeuern.

Trend zum stattlichen Weihnachtsbaum

Generell beobachten die Entsorger den Trend, dass große Weihnachtsbäume an Beliebtheit gewinnen. Doch genau das bereitet ihnen Problem. Seitens der Apm in Potsdam-Mittelmark, aber auch der Remondis Brandenburg GmbH gibt es daher nun den Appell an die Bürger, über zwei Meter große Weihnachtsbäume in zwei Stücke zu halbieren. „Bäume, die über 2,50 Meter groß sind, haben solche Stämme, die für unsere Presse am Fahrzeug zu stark sind oder gar nicht hineinpassen“, sagt Mathias Henkel. Daher bitten die Unternehmen, große Christbäume auf handliche Länge von höchstens 1,50 Meter zu bringen.

Tonnenweise fallen nach Weihnachten Christbäume für die Entsorgung an. Bildquelle: dpa

Einige Christbaumfans hoffen auch auf Weihnachtsbaumentsorgung bis ins Frühjahr hinein. Es geht um jene Bäume, die von Naturfreunden mit Ballen gekauft werden, um sie nach Weihnachten in die Garten zu pflanzen. Die Käufer hoffen auf ein Weiterleben ihrer Christbäume nach dem Fest. Im März merken einige von ihnen dann, dass die Bäume nicht angegangen sind, und wollen sie nun als Biomüll entsorgen. Doch bisher lehne das Remondis ab, so Mathias Henkel.

Über eines freuen sich die Entsorgungsfirmen: Probleme mit Lametta in den Zweigen, also unzureichend abgeschmückten Tannen haben sie nicht mehr.

Von Marion von Imhoff

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