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Brandenburg/Havel „Das ist ein richtiges Stargefühl“
Lokales Brandenburg/Havel „Das ist ein richtiges Stargefühl“
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08:51 11.12.2014
Da geht die Post ab, auch ohne richtige Instrumente: Rocco Schulz mit seiner Airguitar-Band The Schulz bei einem früheren Auftritt im Brandenburger Haus der Offiziere.
Da geht die Post ab, auch ohne richtige Instrumente: Rocco Schulz mit seiner Airguitar-Band The Schulz bei einem früheren Auftritt im Brandenburger Haus der Offiziere. Quelle: Ela Wagner
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Brandenburg an der Havel

MAZ: Herr Schulz, mussten Sie sich als Luftgitarrist schon oft erklären oder begegnet Ihnen in der Gesellschaft eine gewisse Selbstverständlichkeit?

Rocco Schulz: Die Menschen waren von Anfang an sehr aufgeschlossen, aber ja, man musste schon dem einen oder anderen erklären, was wir da genau machen, denn unser Bandfestival unterscheidet sich schon stark von Airguitar, wie man es vielleicht kennt.

Weil Sie als Band auftreten oder gibt es noch andere Unterschiede?

Schulz: Genau. Dadurch, dass Bands auftreten mit kompletten Songs. Das ist ein richtiges Star-und Bandgefühl.

Hat Ihr Künstlername „Rocco Schulz“ eine besondere Bedeutung oder war das eine spontane Idee?

Schulz: Wir sind alles Brüder, wie die Ramones. Gojko, Cliff, Pörpel und Rocco Schulz.

Wie kamen Sie zum Luftgitarrespielen und was macht den besonderen Reiz aus?

Schulz: Es gab bei Freunden eine Geburtstagsfeier. Jährlich haben sich zu später Stunde immer mehrere Freunde zu einer Band formiert und zu Songs Airguitar gespielt. Das fand ich witzig und kreativ. Alle, die das hier machen, sind Musikfans, teilweise Musiker. Für uns war das nie albern. So entstand das Airguitar-Bandfestival.

Ihre Airguitar-Band heißt „The Schulz“. Sind Sie dort Gitarrist?

Schulz: Nein. Ich bin mal Sänger, mal Gitarrist, mal Schlagzeuger. Eine demokratische Band. Es kommt auf die Songs an. Jeder von uns nimmt die Position ein, auf der er sich am wohlsten fühlt oder wir die stärkste Show abliefern können. Darum geht es ja schließlich.

Spielen Sie als Luftgitarrist eigentlich vor allem die Stücke, die Sie selbst besonders gut kennen, oder wonach suchen Sie die aus?

Schulz: Wir suchen unsere Songs nach dem Show-Wert aus und ob sie zu uns als The Schulz passen.

Haben Sie Vorbilder?

Schulz: Bestimmt. Aber nicht als Rocco Schulz, da bin ich das Vorbild.

Was ist Ihrer Meinung nach das Wichtigste für eine gelungene Darbietung?

Schulz: Wichtig ist, es ernst zu meinen. Die Musik nicht zu veralbern. Eine Show zu liefern, wie eine „richtige“ Band.

Gibt es eine Jury?

Schulz: Es gibt eine Fachjury.

Worauf wird die Jury achten?

Schulz: Auf das Taktgefühl, Textsicherheit, Instrumentenspiel, Show und Unterhaltungswert.

Wie erleben Sie das Publikum? Gibt es da einen entscheidenden Unterschied zu einem Auftritt mit einer richtigen Band?

Schulz: Nein, dieses Festival fühlt sich an wie ein „echtes“. Mit Fans und Applaus, Pfeifen, Pogo, Mitsingen.

Wie bereiten Sie sich vor?

Schulz: Wie jede Band. Wir proben!

Hat sich die Szene der Luftgitarristen seit den Anfängen im Jahr 2004 verändert?

Schulz: Alle sind zehn Jahre älter geworden. Nein im Ernst. Es kommen immer noch neue Bands dazu. Und es gibt mittlerweile alte Klassiker.

Sie werden in drei Runden gegen die anderen teilnehmenden Bands antreten. Welche Musikrichtung werden Sie spielen? Verraten Sie das schon?

Schulz: Wir bewegen uns gern im Punk, Glam, Hardrock und Metal. Das ist unsere Spielwiese.

Rocco Schulz im Proberaum. Quelle: promo

Das Airguitar-Bandfestival findet am kommenden Samstag (13. Dezember) ab 20 Uhr im Haus der Offiziere, in der Magdeburger Straße statt. Karten gibt es in der MAZ-Ticketeria, oder auch an der Abendkasse.

Interview: Ina Schidlowski

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