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Brandenburg/Havel Tanzende Teufel begeistern Patienten
Lokales Brandenburg/Havel Tanzende Teufel begeistern Patienten
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17:40 23.12.2018
Die Tanzgruppe Dancing Devils bereitet den Patienten des Marienkrankenhauses eine ganz besondere Überraschung. Quelle: Tobias Wagner
Brandenburg/H

Ob Zeit zum Reden, zum Zuhören, zum Lachen oder einfach nur zusammen zu sein – „Zeit ist das schönste Geschenk.“ Unter diesem Motto hat sich die Tanzgruppe Dancing Devils aus Wusterwitz etwas ganz Besonderes einfallen lassen und am Sonntagnachmittag das Marienkrankenhaus in Brandenburg an der Havel besucht. Die Einrichtung ist auf das betreuen älterer kranker Menschen spezialisiert. Am Fuße des Marienbergs zeigten die jungen Tänzer ihr Können und schafften es so, den Patienten eine energiegeladene Abwechslung in den Krankenhausalltag zu bringen.

„Mit jemandem Zeit zu verbringen ist ein ganz wichtiges Geschenk, gerade zu Weihnachten“, sagt Madleen Richter, Trainerin der Tanzgruppe. „Das kann kein Geld der Welt bieten.“ Für die 27-Jährige sei die Tanzgruppe wie eine zweite Familie. „Sie haben es einfach drauf und haben alle sofort eingewilligt, sich an dieser ungewöhnlichen Aktion zu beteiligen“, so Richter.

Zwölf Tänzer zwischen neun und 16 Jahren

Die Tanzgruppe Dancing Devils bereitet den Patienten des Marienkrankenhauses eine ganz besondere Überraschung. Quelle: Tobias Wagner

Die Dancing Devils gründeten sich vor etwa zehn Jahren in Wusterwitz und sind in in zwei Tanzgruppen aufgeteilt, die sich aus insgesamt zwölf 9- bis 16-Jährigen zusammensetzen. „Ich habe selbst eine Tanzausbildung genossen“, sagt Trainerin Richter. „Aber irgendwann hatte ich dafür keine Zeit mehr und wollte stattdessen selber leiten.“

Und das Konzept ging auf. Nicht nur traten die jungen Tänzer bisher auf Weihnachtmärkten und Halloweenfesten auf, sie kamen in Tanzwettbewerben wie beispielsweise in Eberswalde oder Strausberg gar bis auf das Siegertreppchen. Dafür trainiert die Tanzgruppe drei mal die Woche - in der Garage von Richters Eltern.

Tänze zu Pop- und HipHop-Songs

Das harte Training macht sich also bezahlt. Das merkten auch die Patienten des Marienkrankenhauses. Diese sahen ein zweiteiliges Tanzprogramm, welches mit einem eigens einstudierten Weihnachtsstück anfing, und mit einem Auszug aus dem aktuellen Programm der Tanzgruppe endete.

Zu aktuellen Pop- und HipHop-Songs fegten die Tänzer durch Station 4 des Marienkrankenhauses. Die Entscheidung hier aufzutreten kam schnell: „Schließlich ist meine Oma hier Patientin“, so Richter. Dem einzigen Jungen der Tanzkombo war das Gebäude ebenfalls nicht unbekannt.

Tränen der Rührung bei manchen Patienten

„Mein Opa war hier auch schon Patient“, sagt Eric Prill. „Es ist aber kein Problem für mich, hier aufzutreten.“ Seit einem Monat ist der 12-Jährige dabei, Grund dafür ist seine Schwester, die ebenfalls bei den Dancing Devils tanzt. „Ich wollte mal schauen, wie das so ist“, so Prill. „Ist auch gar nicht so schlimm mit den ganzen Mädels.“

Der Einfall den Menschen, die ausgerechnet am Weihnachten besonderer Zuwendung bedürfen, etwas Gutes zu tun, ließ hier und da bei den Patienten gar Tränen der Rührung die Wangen herunter laufen. „Mir hat das Programm sehr gefallen“, sagt Hans-Georg Ludwig. Der 80-Jährige befindet sich momentan aufgrund einer Beinverletzung im Marienkrankenhaus. „Das Minus des Unfalls wird durch das Plus des Auftritts wieder ausgeglichen.“

Von Tobias Wagner

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