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Brandenburg/Havel Das Kulturduell Scheller gegen van Lessen
Lokales Brandenburg/Havel Das Kulturduell Scheller gegen van Lessen
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17:10 21.01.2018
Ihre Beiträge zur Kultur präsentierten Jan van Lessen (links) und Steffen Scheller (rechts). Hans-Georg Helmstädte moderierte. Quelle: Jacqueline Steiner
Brandenburg/H

Normalerweise müssten nach der Oberbürgermeisterwahl ziemlich goldene Zeiten anbrechen für das Kulturleben in Brandenburg/Havel. Die beiden Kandidaten Steffen Scheller (CDU) und Jan van Lessen (parteilos) machten in der Diskussion am Freitagabend im Fontaneklub so weitreichende wie interessante Versprechungen.

Etwa hundert Menschen verfolgten den kleinen Schlagabtausch, den der frühere Hochschulpräsident Hans-Georg Helmstädter launig moderierte. Die beiden Anwärter auf den Chefsessel im Brandenburger Rathaus gerieten nie in echten Streit miteinander, setzten nur beiläufig kleine Nadelstiche.

Die kleinen Nadelstiche

Van Lessen, als er sich „freute“, dass Scheller sich eine ganze Veranstaltung mit Kultur beschäftigen müsse, Scheller mit seinem Wohlgefallen darüber, dass van Lessen vorbereitete Karteikärtchen zur Hilfe nahm, um der gesamten Kulturvielfalt in der Stadt gerecht zu werden.

Der aktuelle Bürgermeister der Stadt und der pensionierte Banker ließen ihr Publikum erkennen, wie durchaus unterschiedlich sie Kulturpolitik denken und mit Leben füllen wollen.

Die großen Kulturideen

Steffen Scheller präsentierte sich als ehrlicher Makler der Kultur, der zwar nicht plötzlich lauter originelle, tolle eigene Ideen aus dem Hut zaubert. Als Ideengeber sieht sich der CDU-Politiker eher beim Geld. In ihm sollen die Wähler einen Mann erkennen, der Kultur organisieren kann und weiß, wie er den Kunstschaffenden und ihrem Publikum Möglichkeiten, Geld und Freiheiten verschafft. Scheller kündigte deutlich mehr Geld für das Brandenburger Theater, speziell das Schauspiel an. Er habe Ideen, woher diese zusätzlichen Mittel – er sprach von 2,1 Millionen Euro – dafür kommen, ohne innerhalb des Kulturetats umzuschichten. Sein Credo: Umverteilung für die Kunst. Auch die freie Szene soll von der besseren Finanzlage der Stadt profitieren.

Der langjährige Kämmerer formulierte wiederholt das Ziel, junge Menschen für Kultur und zivilgesellschaftliche Themen zu gewinnen. Konkret wurde Scheller an mehren Stellen: Das Kulturjournal will er neu beleben, die Steinstraße denkt er sich als Buchsbaum-Allee, künstlerisch zugeschnitten.

Jan van Lessen machte das Thema Kultur im Fonte zu einer Art Heimspiel, präsentierte sich recht erfolgreich als Kulturmensch durch und durch mit einem ganzen Strauß an Ideen und einem guten Sinn für aktuelle Schwachstellen. Ein Beispiel: Im Spielplan des Theater findet er „etwas viel Comedy und ein bisschen wenig Theater“.

Buchsbaum-Allee und Kulturmeile

Eine ganze Reihe Anstöße gab van Lessen an dem Abend. Er will den Theaterbus, der die Bürger in den Stadt- und Ortsteilen abholt, für sie außerdem einen Bücherbus. Das Umland sei in Sachen Kultur benachteiligt, angefangen bei den Stadtteilen, so der von SPD, Linken und Grünen unterstützte Kandidat.

Pep im Musikunterricht könne es geben, wenn die Brandenburger Symphoniker in den Schulen spielen. Das Heinrich-Heine-Ufer will der auf Architektur bedachte van Lessen gerade mit Blick auf die freie Kunstszene zur „Kulturmeile“ erheben. „Wohlfühl-Ecken“ fordert er besonders n den Stadtteilen, auch in den „Großblock-Gebieten“.

Von Jürgen Lauterbach

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