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Brandenburg/Havel Spannende Zeitreise: Die Römer waren auch in Brandenburg
Lokales Brandenburg/Havel Spannende Zeitreise: Die Römer waren auch in Brandenburg
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18:51 25.07.2018
Expedition in die Eisenzeit: Die Kinder sehen sich die Exponate an. Quelle: Christine Lummert
Brandenburg/H

„Ein Ausflug in die Eiszeit wäre jetzt schöner“, merkte Archäologe Michael Schneider mit einem Blick auf die hohen Sommertemperaturen an. Aber die Epoche, in der Mensch und Mammut sich gute Nacht sagen konnten, haben die Kinderführungen im Archäologischen Landesmuseum schon hinter sich gelassen. In den Sommerferien sind interessierte Familien immer dienstags ins Paulikloster eingeladen, um einen neuen Zeitabschnitt der Menschheitsgeschichte kennen zu lernen.

„Wir sind jetzt in der Eisenzeit angekommen, also in der Epoche rund um die Zeitenwende vor etwa 2000 Jahren“, eröffnete Schneider die Veranstaltung, zu der knapp 20 Teilnehmer gekommen waren. Woher die Eisenzeit ihren Namen hat, fanden die Kinder mit einem Blick in die ersten Ausstellungsvitrinen schnell heraus. Bei Ausgrabungen im Land Brandenburg entdecktes Handwerkszeug und kleine Schmuckgegenstände aus Eisen sind dort auch neben Exponaten aus Bronze ausgestellt.

Bronze war für Werkzeuge zu weich

„Bevor die Menschen in unserer Region gelernt haben, Dinge aus Eisen zu schmieden, waren ihre Werkzeuge, Schmuckstücke und Waffen aus Bronze“, sagte Schneider. Besonders praktikabel war das nicht. Bronze ist eine weiche Metalllegierung aus Kupfer und Zinn, die sich schnell abnutzt. Zudem musste die Bronze aus dem Mittelmeerraum importiert werden.

„Das Material zur Eisengewinnung, das sogenannte Raseneisenstein, ist hingegen in unserer Region im Boden zu finden“, erklärte der Archäologe den Kindern. Nur bei der richtigen Technik brauchten die Volksgruppen, die vor 2000 Jahren im heutigen Brandenburg beheimatet waren, ein bisschen Nachhilfe. Die gab es vor allem von den Kelten.

Asterix war auch ein Kelte

Und den berühmtesten kannte bei der Kinderführung wirklich jeder. „Es heißt zwar Asterix der Gallier, aber die Gallier waren ein Stamm der Kelten und wurden von den Römern so benannt“, sagte Schneider.

Das römische Weltreich endete auf germanischem Gebiet zwar offiziell am Limes. „Durch Münzfunde , die wir unter anderem in bei Rathenow und Beelitz gemacht haben, ist aber zu sehen, dass einzelne Expeditionen römischer Soldaten wohl bis in unsere Region reichten.“ Zudem waren Germanen auch als Söldner in der römischen Armee aktiv und haben ihre verdienten Münzen mit nach Hause gebracht.

„Damit einkaufen, so wie wir das heute im Supermarkt machen, konnten sie damit natürlich nicht, denn damals haben die Germanen noch eher Tauschhandel betrieben“, erklärte Schneider.

Siedlungen für bis zu 100 Familien

Gelebt haben die Menschen in der Region vor allem in kleinen Siedlungen in einem Verbund von etwa 50 bis 100 Familien. Bilder von typischen Langhäusern, in denen Menschen und Vieh unter einem Dach lebten und die keine Fenster hatten, sorgten unter den kleinen Museumsbesuchern für Erstaunen.

Michael Schneider warf auch einen Blick auf das Leben der Kinder in der Eisenzeit. „Kindergarten und Schule gab es damals noch nicht. Alles was die Kinder zur Arbeit im Haushalt, auf dem Feld und mit dem Vieh wissen mussten, haben sie von ihren Eltern und anderen Mitgliedern ihrer kleinen Siedlungsgemeinschaft gelernt und mussten früh mitarbeiten.“

Vielleicht mussten sie auch Feuer machen. Wie das funktionierte, konnte bei der Führung im archäologischen Landesmuseum ausprobiert werden. Mit einem Schlageisen versuchten die Kinder es Archäologe Michael Schneider nachzumachen und an einem Stein Funken sprühen zu lassen. Es wollte nicht gelingen. Aber wenn es mal wieder in die Eisenzeit geht, kann ja erneut geübt werden.

Von Christine Lummert

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