Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Den Symphonikern muss um Nachwuchs nicht bange sein
Lokales Brandenburg/Havel Den Symphonikern muss um Nachwuchs nicht bange sein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:10 12.05.2019
Den Anfang der solistischen Darbietungen zum Jugendfestkonzert im Brandenburger Theater machte Trompeter Nils Behrendt von der Freien Musikschule Brandenburg. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

So entspannt, ja geradezu glücklich wie am Samstagabend beim Jugendfestkonzert im Brandenburger Theater erleben die Zuhörer den Dirigenten Peter Gülke selten. Der Grund: 47 junge Musiker, Schülerinnen und Schüler der MusikschulenVicco von Bülow“ und „Freie Musikschule Brandenburg“ sowie der Städtischen MusikschuleJohann Sebastian BachPotsdam haben gemeinsam mit den Brandenburger Symphonikern konzertiert.

Die Begeisterung beim Publikum war groß. Die Musikschulen aus Brandenburg und Potsdam schickten ihre besten Talente zum Jugendfestkonzert.

„Es war eine schöne und beglückende Zusammenarbeit“, lobt der Dirigent die Kooperation. Er hoffe auf eine Fortsetzung, so Gülke weiter, „denn dieses gemeinsame Musizieren ist wichtiger als alle erlesenen Programme, die wir sonst spielen.“

Von den Lehrern vorgeschlagen

Die jungen Musiker wurden von ihren Lehrern an den Musikschulen vorgeschlagen. Abhängig von ihrem individuellen Spielniveau haben sie einzelne oder mehrere Stücke im Konzert mitgespielt. War ein Stück noch zu schwer für sie, haben sie pausiert. Für einige schwierigere Werke haben die Musiklehrer sogar vereinfachte Instrumentalstimmen für sie geschrieben, damit auch die Jüngeren bei diesen Stücken mitspielen konnten.

Zum diesjährigen Jugendfestkonzert mit den Brandenburger Symphonikern spielten Schüler der Musikschulen "Vico von Bülow" und der Freien Musikschule aus Brandenburg und der Städtischen Musikschule "Johann Sebastian Bach" aus Potsdam gemeinsam. Unter Leitung von Dirigent Peter Gülke saßen die jungen Schüler direkt mitten zwischen den Profis. Quelle: Rüdiger Böhme

Wie auch der sechsjährige Justus Van den Kamp, der beim 6. Ungarischen Tanz von Johannes Brahms neben seinem Lehrer, dem Solo-Posaunisten Wilfried Hoyer saß und als jüngster Musiker stolz die Posaune spielte. Als sich die Orchestermusiker erhoben, um dem Publikum für den Applaus zu danken, stellte Hoyer den kleinen Jungen einfach auf den Stuhl, damit man ihn überhaupt sehen konnte.

Zum ersten Mal als Solisten

„Einige der jungen Musiker stellen sich zum ersten Mal als Solisten dem Publikum vor“, informierte der Dirigent. Die Aufregung konnte man dem Trompetensolo von Nils Behrendt deutlich anhören, aber nach den ersten etwas verrutschten Takten des Trompetenkonzerts Es-Dur von Joseph Haydn hatte sich der Schüler der Freien Musikschule Brandenburg voll im Griff.

„Was jetzt folgt, das werden sie so nie wieder erleben“, machte Peter Gülke das Publikum neugierig. „Die folgende Solistin ist mehr als zwölf Mal jünger als der Dirigent“, kündigte er die siebenjährige Alina Li aus Potsdam an. Das Mädchen meisterte das Allegro aus dem Violinkonzert h-moll von Josef Krejci einfach souverän. Unglaublich!

Mit ihrem Auftritt erstaunte und begeisterte die siebenjährige Violinistin Alina Li aus Potsdam Publikum und Orchester samt Dirigent Peter Gülke gleichermaßen. Quelle: Rüdiger Böhme

Mit dem ersten Satz aus dem Concertino D-Dur op. 25 für Violine und Klavier von Oscar Rieding brillierte gleich im Anschluss die Potsdamerin Charlotte Holubek als Solistin auf der Violine. Das Publikum tobte vor Begeisterung. Sehr eloquent führte Pianist Franz Dalitz von der Musikschule Vicco von Bülow Chopins Etude op. 25 Nr. 12 auf. Ein fulminantes Klangerlebnis, das die Zuhörer zu weiteren Begeisterungsstürmen hinriss.

Auch schwierige Stücke

Ein schwieriges Stück absolvierte Leonard Pilz auf dem Saxophon, ebenfalls Musikschule Vicco von Bülow. Er spielte die Vocalise für Saxophon und Orchester von Sergei Rachmaninoff und machte die ganze Sehnsucht des Komponisten nach seiner Heimart Russland hörbar.

Von Ann Brünink

Es muss nicht immer das Original sein. Eine tschechische Revival-Band ließ es in der Johanniskirche krachen. Die Fans von Depeche Mode ließen sich nicht lange bitten. Sie sangen und tanzten mit.

12.05.2019

Zum Tag der Städtebauförderung wurden Baustellen zu Schaustellen: Der Keller unter der Ritterstraße 98 offenbarte Besuchern seine feuchtfröhliche Vergangenheit.

12.05.2019

Ein Sexualverbrecher darf nach seiner Haftentlassung keinen Kontakt zu Kindern haben. Doch mit Geschenken nimmt er ein Mädchen aus dem SOS-Kinderdorf in Brandenburg/Havel für sich ein. Das fliegt auf, er wird bestraft.

12.05.2019