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Brandenburg/Havel Rollklub will „Skatepark Hohenstücken“ statt Skaterhalle
Lokales Brandenburg/Havel Rollklub will „Skatepark Hohenstücken“ statt Skaterhalle
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17:18 24.10.2018
Die Zukunft der Skater im Brandenburger Rollklub liegt nun in Hohenstücken.
Die Zukunft der Skater im Brandenburger Rollklub liegt nun in Hohenstücken. Quelle: dpa
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Brandenburg/H

Kurswechsel bei den Brandenburger Skatern. Die jahrelang geforderte Skaterhalle ist vom Tisch. Neuerdings bevorzugen die Sportler der Stadt eine andere Lösung: den Ausbau der Skateranlagen in Hohenstücken zu einem größeren „Skatepark Hohenstücken“.

In der Stadtverordnetenversammlung informierte Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) an diesem Mittwoch über den aktuellen Stand bei einem Thema, das die Kommunalpolitiker schon seit mehr als zehn Jahren beschäftigt. Es geht um bessere Bedingungen für die Skater in der Stadt.

Im vergangenen Jahr ist der Jugendverein Rollklub auf die Kommunalpolitiker zugegangen und forderte Unterstützung für das Projekt Skaterhalle. Der Oberbürgermeister verständigte sich mit den Fraktionsvorsitzenden, sodass der Hauptausschuss am 19. Februar eine Unterstützung in Höhe von 60.000 Euro bereitstellte.

Weit gediehen und doch gescheitert

Inzwischen hat der Rollklub laut Scheller zahlreiche Hallen besichtigt und viele Gespräche und sogar konkrete Mietverhandlungen mit Eigentümern von Hallen geführt. Er habe zudem konkrete Vorstellungen zur Rampen-Anlage erarbeitet.

„Man merkt, dass die Jugendlichen zu ihrem Sport stehen und sich für ihren Verein, den Rollklub, engagieren“, lobt der Rathauschef.

Der Verein habe das Rathaus nun darüber informiert, dass ein durchaus schon weiter gediehenes Hallenprojekt leider nicht mehr zum Abschluss gelangt sei und man nach allen Gesprächen derzeit leider auch keine anderen Kapazitäten sehe.

Einstimmiger Beschluss

Der Oberbürgermeister bedauert diese Entwicklung, wenngleich er sich darüber freut, dass wegen der guten wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt derzeit einfach keine freien Hallenkapazitäten von Eigentümern vorhanden sind.

Der genannte Verein hat nach Steffen Schellers Darlegung auf seiner Gesamtmitgliederversammlung in der vergangenen Woche einstimmig beschlossen, anstelle einer Skaterhalle den Ausbau der Skateranlagen in Hohenstücken zu einem größeren „Skatepark Hohenstücken“ anzugehen. „Ich unterstütze diesen neuen Ansatz und dieses Projekt sehr“, betont Scheller.

Er begründet dass damit, dass dieses Projekt genau in der Förderkulisse des Förderprogramms Soziale Stadt liege. Zum anderen mache die Politik damit deutlich, dass Hohenstücken ein wichtiger Stadtteil ist und die Stadt in die Zukunft von Hohenstücken investiert.

Erweiterung und neue Rampen

Zur jüngsten Entwicklung habe bereits ein erster Termin mit der neuen Vereinsführung des Rollklubs und dem Fachbereich Stadtentwicklung im Rathaus stattgefunden. Dort hätten die Beteiligten Grundsätzliches zum Förderprogramm besprochen. Die Stadt habe den Jugendlichen ihre Unterstützung zugesagt.

In den kommenden Tagen soll mit Planern und dem Projektbüro der Sozialen Stadt ein Termin vor Ort am Skatepark stattfinden, in dem besprochen wird, ob die Flächen der gesamten Anlage erweitert werden sollen und ob neue Rampen notwendig sind.

Steffen Scheller stellt in Aussicht, dass neben den Eigenmitteln aus dem damaligen Hauptausschussbeschluss noch weitere Mittel aus dem Investitionsbudget der Sozialen Stadt zur Verfügung stehen werden.

Von Jürgen Lauterbach