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Brandenburg/Havel Deutscher Agenturpreis für die Brandenburger Kampagne „30 Jahre friedliche Revolution“
Lokales Brandenburg/Havel Deutscher Agenturpreis für die Brandenburger Kampagne „30 Jahre friedliche Revolution“
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16:14 06.11.2019
Christoph Merten, Nicole Weber und Jennifer Reuter (von links nach rechts) freuen sich über den Deutschen Agenturpreis 2019. Quelle: André Großmann
Brandenburg/H

Der Wunsch nach Freiheit, neue Hoffnungen und Demonstrationen sind Zeichen der Friedlichen Revolution im Jahr 1989. Tausende Brandenburger protestierten damals auf dem Neustädtischen Markt für Veränderungen.

Ehrung mit dem Deutschen Agenturpreis

Es sind Szenen, die Jennifer Reuter bis heute beeindrucken. Die 37-Jährige verarbeitet die damaligen Ereignisse mit ihrem Team der WerbeagenturMarketingzeit“ in der Kampagne „30 Jahre friedliche Revolution“ Für die Umsetzung des Projekts und das Logo zur Veranstaltungsreihe erhält „Marketingzeit“ erstmals den Deutschen Agenturpreis 2019.

161 Werbeagenturen bewarben sich für die Auszeichnung deutschlandweit mit 221 Projekten. Die Jury war von der Kreativität und dem Logo zur Veranstaltungsreihe „beeindruckt“ und verlieh deshalb einen Sonderpreis.

„Zeitreise“ mit Puzzlearbeit

Der Pokal aus Kristall steht jetzt im Büro der Grafikdesignerin Nicole Weber, er ist 26 Zentimeter hoch und 1,2 Kilogramm schwer. Die Brandenburgerin bewertet die Arbeit am Projekt als „kleine Zeitreise.“

Der Deutsche Agenturpreis ist aus Kristall, 26 Zentimeter hoch und 1,2 Kilogramm schwer. Quelle: André Großmann

Das Logo setzte sie „wie ein Puzzle zusammen“, die 35-Jährige recherchierte und fragte sich, welche Symbole sie grafisch festhält. Da Lichterketten als Zeichen des Friedens und gesellschaftlichen Zusammenhalts gelten, wählte sie eine Hand, die ein Kerzenlicht hochhält.

Licht als Zeichen der Hoffnung

„Das Licht weist den Weg in eine neue Richtung und gibt Hoffnung“, sagt die Grafikdesignerin. Werksstudent Christoph Merten stand für sie Model. Während er im Büro mit einem Deo in der Hand posierte, saß Nicole Weber an ihrem Schreibtisch, griff sich Bleistift, Papier und skizzierte das Logo.

Logo stellt Teilung dar

Dabei beobachtete sie seine Fingerhaltung, denn einerseits sollte das Markenzeichen filigran, andererseits kraftvoll wirken, aber nicht aggressiv aussehen. Die Grafikdesignerin beachtete Schattierungen, Typografie und stellte gleichzeitig die Teilung in Ost- und West dar, in dem sie die Null im Logo der Kampagne „30 Jahre friedliche Revolution“ in verschiedene Farben unterteilte.

Während Werksstudent Christoph Merten posiert, skizziert Grafikdesignerin Nicole Weber das Logo für die Kampagne „30 Jahre friedliche Revolution.“ Quelle: André Großmann

Für Agenturleiterin Jennifer Reuter ist die Auszeichnung eine Wertschätzung der Teamarbeit. „Es war der erste Versuch, bei einem Wettbewerb teilzunehmen und es hat gleich beim ersten Mal mit einem Preis geklappt“, sagt die 36-Jährige. Den Markenauftritt und das Veranstaltungsdesign stimmte sie mit Vertretern der evangelischen Kirchengemeinde, der Stadt Brandenburg und des Brandenburger Theaters ab.

Für sie ist klar, dass der Mauerfall die Menschen in der Region unterschiedlich geprägt hat. „Es ist spannend, noch einmal in die Geschichte einzutauchen und zu sehen, was sich seitdem alles verändert hat“, sagt die Brandenburgerin.

Suche nach historischen Bildern

Sie betont, dass die Kampagne zunächst ohne Bildmaterial startete, Werksstudent Christoph Merten sammelte deshalb in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv und Stadtmuseum bis zu 150 zeitgeschichtliche Fotos aus der Havelstadt.

Der gebürtige Brandenburger ist 25 Jahre alt und staunt, wie sich Brandenburg an der Havel seit dem Mauerfall verändert hat. Er hört sich die Erzählungen seiner Eltern an, die für ihn heute „fast unvorstellbar“ sind.

„Mein Vater lief an der Berliner Mauer entlang und verabredete sich mit einem Verwandten aus dem Westen, der auf der anderen Seite entlang lief. Auf gut Glück warf dieser eine Schallplatte hinüber, um die Musik weiterzugeben“, sagt Merten.

Mauerstücke mit dem Hammer bearbeitet

Jennifer Reuter wuchs hingegen in Rathenow auf, sie fuhr mit ihrem Vater am 9. November 1989 direkt nach Berlin. „Es existiert noch ein Foto, wo wir mit einem Hammer Mauerstücke abklopfen. Schon als Kind war zu spüren, dass sich an diesem Tag etwas Großes tut“, sagt die 36-Jährige.

Die Veranstaltungsreihe „30 Jahre friedliche Revolution“ startete am 13. August 2019 und läuft noch bis zum 6. Dezember 2019, den Abschluss der Kampagne feiern Jennifer Reuter und Nicole Weber mit dem Besuch eines Konzerts der Sängerin Anna Loos im Brandenburger Theater. Im nächsten Jahr wollen die vier Mitarbeiter der „Marketingzeit“ eine neue Bewerbung für den Agenturpreis 2020 absenden.

Von André Großmann

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