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Brandenburg/Havel Die Generation Hochschulaufbau tritt ab
Lokales Brandenburg/Havel Die Generation Hochschulaufbau tritt ab
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10:19 20.02.2019
Franz-Henning Schröder, Professor für Konstruktionslehre wurde im vergangenen April nach 24 Jahren an der Hochschule feierlich verabschiedet. Quelle: THB
Brandenburg/H

Die Technische Hochschule Brandenburg (THB) erlebt einen personellen Umbruch. Professoren, die das akademische Leben in den frühen Jahren der Neugründung geprägt haben, sind bereits im vergangenen Jahr altersbedingt ausgeschieden oder erreichen demnächst die Altersgrenze.

Es sind in etwa die Jahrgänge 1950 bis 1954, die in den Ruhestand gewechselt haben oder wechselt werden. Die allermeisten dieser Professoren haben ihre Laufbahn als akademische Lehrer und Forscher zwar nicht in Brandenburg/Havel begonnen. Sie haben 17 bis 28 Jahre an der THB gelehrt und geforscht.

Die Professoren der ersten Generation sind in den Neunzigerjahren an die damalige Fachhochschule Brandenburg (FHB) berufen worden, um anschließend Generationen von Studenten auszubilden, sie an ihrem Wissen und ihrer Erfahrung teilhaben zu lassen.

So wie Franz-Henning Schröder, der im vergangenen April „dosiert“ Abschied gefeiert hat mit der Botschaft: „Es war schön mit euch“. Der Professor für Konstruktionslehre/CAD war seit 1994 ungefähr 24 Jahre lang in Forschung, Lehre und zeitweise Gremienarbeit der Hochschule aktiv. Noch immer erfüllt einen an einem Tag in der Woche einen Lehrauftrag.

„Mein Ausstieg verläuft also moderat, ich bin der Hochschule verbunden geblieben“, sagt der Professor, der einst von der Industrie in die Wissenschaft gegangen war. Im Ruhestand hat sich Franz Schröder nun einen quirligen Hütehund zugelegt, einen Australian Shepherd.

Auch wenn er sich nach vorn orientiert, denkt der Techniker gern an „das bewegte Berufsleben“ an der THB zurück, das viel Bestätigung gegeben hat mit jungen Leuten, die er als „immer wieder herausfordernd und kritisch“ erlebt hat.

Schröder. „Es macht sehr viel Spaß zu erleben, wie sie in sechs oder sieben Semestern zu Ingenieuren werden.“ Mit etlichen Berufskollegen an der Hochschule hält der Professor weiterhin freundschaftlich Kontakt.

Zusammen 157 Jahre Lehrtätigkeit

In den Jahren 2018 und 2019 verlassen sieben Professoren die THB beziehungsweise haben sie bereits verlassen, weil sie das entsprechende Alter erreicht haben. Alle blicken auf viele Jahre an der Brandenburger Hochschule zurück.

Franz-Henning Schröder (geboren 1952) war seit 1994 Professor für Konstruktionslehre/CAD und ist im April 2018 nach 24 Jahren ausgeschieden.

Michaela Schröter (geboren 1950) war seit Oktober 2001 Professorin für Wirtschaftsrecht an der Hochschule. Die Professorin verließ die THB am 31. August nach knapp 17 Jahren.

Reiner Malessa (geboren 1953) war seit September 1993 Professor für physikalische und allgemeine Chemie an der Hochschule. Er ging am 31. August nach 25 Jahren in den Ruhestand.

Bernhard Hoier (geboren 1953) ist seit 1995 Professor für Kommunikationstechnik an der THB. Er wird die Hochschule am 28. Februar 2019 nach etwa 23 Jahren offiziell verlassen.

Reiner Creutzburg (geboren 1953) ist seit Oktober 1992 Professor für angewandte Informatik an der Hochschule und wird sie am 31.08.2019 verlassen. Mit knapp 27 Jahren Lehrtätigkeit dort ist er der dienstälteste Professor.

Dietmar Wikarski (geboren 1953) ist seit April 1998 Professor für computergestützte Kooperation an der Hochschule. Er wird am 31. August nach dann fast 22 Jahren in den Ruhestand wechseln.

Gerald Kell (geboren 1954) ist seit November 2000 Professor für digitale Systeme an der Hochschule und wird am 31. Dezember nach gut 19 Jahren aufhören.

„Der Generationswechsel an unserer Hochschule ist richtig“, stellt Bernhard Hoier nüchtern fest, der knapp 66 Jahre alt ist und Ende Februar in den Ruhestand wechseln kann. Der Professor für Kommunikationstechnik, seit 1995 in den Diensten der THB, ist allerdings kein ganz typischer Vertreter seiner Generation.

„Bei mir erfolgt ein Abschied auf Raten“, verrät der bei Studenten beliebte Professor, ein Experte für Hochfrequenz- und Mikrowellentechnik sowie für digitale Hörfunk- und Fernsehtechnik. Denn er bleibt der THB im Freundeskreis und Stiftungsrat erhalten, wird über den Februar hinaus noch Vorlesungen im Masterstudium anbieten und in „einem kleinen Zimmerchen“ weiter Forschung betreiben.

Trotzdem sieht es Bernhard Hoier als richtig an, nach fast 25 Jahren an der THB den Weg nun frei zu machen für „junge Kollegen, die ihr Handwerk 20 bis 30 Jahre später gelernt haben und anders als ich an die Sachen herangehen“.

Fehlen werden dem einstigen Vizepräsidenten und Technik-Dekan die vielen guten, wissbegierigen Studenten. Hoier: „Ich habe an der Hochschule immer wieder tolle Frauen und Männer kennengelernt, die mit Laune studiert haben.“ Durchaus etwas launig dürfte auch Hoiers Abschiedsvorlesung ausfallen, die er Ende März halten wird.

Einen Generationswechsel wird es dann auch an der Spitze der Hochschule geben. Denn zum 1. April übernimmt Andreas Wilms (40) das Präsidentenamt von Burghilde Wieneke-Toutaoui (60).

Von Jürgen Lauterbach

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