Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Warum Käufer das Schillerquartier gewählt haben
Lokales Brandenburg/Havel Warum Käufer das Schillerquartier gewählt haben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:55 25.10.2019
Seit Freitag weht die Richtkrone über dem Bau des Schillerquartiers. Im nächsten Oktober können die Eigentümer einziehen. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Für Brigitte Volkert wird es die Rückkehr in ihre Kindheit sein. 60 Jahre lang hat die Rentnerin aus Bitterfeld-Wolfen nicht in Brandenburg/Havel gewohnt. In knapp einem Jahr werden sie und Bernd Beckmann dorthin ziehen, wo sie aufgewachsen ist: in die Kanalstraße, in das gerade entstehende Schillerquartier direkt am Wasser.

Brigitte Volkert und Bernd Beckmann stehen auf ihrem künftigen Balkon und planen ihre künftige 90-Quadratmeter-Wohnung. Quelle: Jürgen Lauterbach

Brigitte Volkert hat die Umgebung, wie sie vor sechs Jahrzehnten aussah, noch lebendig vor Augen. „Hier wo wir stehen, da war damals gar nichts“, erzählt die künftige Wahlbrandenburgerin. Sie und Bernd Beckmann nehmen ihre künftige 90-Quadratmeter-Wohnung in der zweiten Etage am Tag des Richtfestes einmal in Augenschein.

Drei Zimmer und einen Balkon wird die Wohnung haben. Von dort aus kann die Wohnungseigentümerin immer sehen, wo sie als Kind im Kanal gebadet und wo sie gespielt hat, als ihre Großmutter und die 1916 geborene Mutter noch lebten.

Auf dem Weg zum fertigen Schillerquartier in Brandenburg/Havel hat der Bauherr Florian Grotmann am Freitag eingeladen zum Richtfest. Viele der Eigentümer sind gekommen.

„Ich habe schöne Erinnerungen, deshalb ziehe ich wieder her und habe mich für diese Wohnlage entschieden“, erklärt die Rentnerin aus Sachsen-Anhalt, während sie auf der Grundrissskizze nachvollzieht, wie ihre Wohnung aufgeteilt sein wird, sobald sie fertig ist.

Das Paar gehört zu den neuen Wohnungseigentümern im Schillerquartier, dort wo Florian Grotmann auf einer Fläche von 3000 Quadratmetern 61 Eigentumswohnungen direkt neben dem Alten Stadtbad errichtet.

Blick in die künftigen vier Wände

An diesem Freitag hat der Bauherr zum Richtfest eingeladen. Zimmermeister Steffen Müller stellt ihn auf die Probe, lässt ihn zwei lange Nägel einschlagen. Wegen einiger Fehlversuche wird das den Investor mindestens sieben Kisten Bier für die Bauleute kosten.

Etliche Eigentümer haben an diesem Freitag die Gelegenheit genutzt und mehr als einen Blick in die künftigen vier Wände geworfen. Viel mehr als die tragenden Wände können sie zwar noch nicht sehen. Aber es bleibt ja auch noch ein Jahr Zeit für die Zwischenwände und alles andere, was das eigene Zuhause wohnlich machen wird.

„Wir wollen uns verkleinern“

Die Gründe, sich für einen Kauf von Wohneigentum an dieser Stelle zu entscheiden, sind vielfältig. Heike und Sigmar Knorr werden im kommenden Oktober in die Wohnung unter dem Rentnerpaar einziehen. „Wir wollen uns verkleinern“, erzählt Sigmar Knorr. Nach dem Auszug der eigenen Kinder sei das Einfamilienhaus in Brielow einfach zu groß geworden.

Also wird das Haus verkauft und dafür die Eigentumswohnung angeschafft. „Eine Toplage – alles zu Fuß zu erreichen“, erklärt der künftige Stadtbürger. Ähnlich sieht es auch Janina Kolkmann, die mit ihrer Familie seit vier Jahren in der Stadt wohnt.

Alles fußläufig

Umgeschaut hatte sich die Familie nach einer Innenstadtlage, von der aus viele Ziele wie der Hauptbahnhof und die Havel fußläufig zu erreichen sind und die Kinder selbstständig fast überall hingelangen.

Maria Klassen wohnt mit Mann und Kind bereits in der Nachbarschaft zur Miete. Mit dem Umzug im nächsten Jahr in die Eigentumswohnung schlägt die Familie mehrere Fliegen mit einer Klappe. Klassens können in ihrer Umgebung wohnen bleiben, in der sie sich wohlfühlen.

„Von der Arbeit bis zum Spielplatz haben wir hier alles in der Nähe“, erzählt die Mutter eines kleinen Kindes. Außerdem fährt die Familie auch wirtschaftlich besser, wenn sie sich, statt monatlich eine recht hohe Miete zu bezahlen, Wohneigentum leistet.

Der Außenministerium-Effekt

Bauherr Florian Grotmann ist sich sicher, dass er die vertraglich vereinbarten Einzugstermine halten wird. Für den ersten Bauabschnitt ist das der Oktober 2020, für den benachbarten zweiten Bauabschnitt hat er den September 2021 zugesagt.

Mit der bisherigen Vermarktung der zwischen 50 und 140 Quadratmeter großen Wohnungen ist Grotmann zufrieden. Im Bauabschnitt 1 sei bis auf eine Wohnung alles verkauft. Für die Häuser 2 und 3 im zweiten Abschnitt bestünden bereits sieben verbindliche Vereinbarungen mit Käufern.

Vor wenigen Wochen erhielt Florian Grotmann einige Anrufe mehr als sonst. Als bekannt wurde, dass das Außenministerium seine neue Behörde namens „Bundesamt für auswärtige Angelegenheiten“ mit mehreren hundert Beschäftigten in Brandenburg/Havel ansiedeln wird, folgten Anfragen nach Wohneigentum im Schillerquartier auf dem Fuße.

Von Jürgen Lauterbach

Aufregung in der Asklepios-Klinik: Ein Patient des Maßregelvollzugs hat sich am Freitagvormittag verbarrikadiert und einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Der Mann war dem SEK wohl bekannt.

27.10.2019

Ein Urlaub auf einer Trauminsel wurde zum Alptraum. Torsten Richter aus Brandenburg/Havel stürzte von einem Vulkan auf La Réunion und wartete stundenlang auf seine Rettung.

25.10.2019

Die alte Dame rostet in Würde: Doch irgendwann verfällt auch der morbide Charme und die alte Plauer Brücke mit Jugendstil-Zierelementen wird nicht mehr zu retten sein. In vier Monaten geht es nun los.

24.10.2019