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Brandenburg/Havel Die Sorgen der ehemaligen Wofü-Mieter
Lokales Brandenburg/Havel Die Sorgen der ehemaligen Wofü-Mieter
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17:18 28.09.2014
Die Mieter in Hohenstücken und auf dem Görden sind ziemlich ratlos. Quelle: V. Maloszyk
Brandenburg an der Havel

Besteht die Gefahr, dass Wasser und Strom abgeschaltet werden? Wer ist mein Ansprechpartner? Von wem erhalte ich meine Kaution zurück? Wann werden notwendige Reparaturen vorgenommen?
Diese und andere Fragen brennen den 1770 Wofü-Mietern aktuell unter den Nägeln. Der Mieterverein versuchte Freitagabend in einer chaotischen Mieterversammlung die dringendsten Fragen zu klären.
Einen Satz wiederholte die Vereinsvorsitzende Marianne Rehda im Bürgerhaus Hohenstücken gebetsmühlenartig. „Das Allerwichtigste ist: Überweisen Sie Ihre Miete keinesfalls auf das bisher verwendete Konto. Einzig zuständig ist die Zwangsverwaltung.“

Diese übernehme ab 1. Oktober die formelle Verwaltung der 1770 Wofü-Wohnungen und sei somit der einzig legitime Ansprechpartner. Auch für eventuell anhängige streitige Angelegenheiten oder Nachforderungen. Dass die Leute dem Verein dermaßen die Bude einrennen würden, damit habe sie im Vorfeld allerdings nicht gerechnet, sagte Rehda. Vielen Mietern sei bange um ihre beim alten Vermieter, der insolventen Ford Invest, hinterlegte Kaution. Andere warten auf dringende Reparaturen. „Legitime Sorgen“, sagte Rehda. Sie mutmaßt, dass der Verwalter mit Blick auf die ungewisse Zukunft in den nächsten Monaten sicher nicht viel in die Wohnungen investieren werde.

Zur Versammlung war auch Vertreter der Deutschen Kreditbank (DKB) gekommen, die als Zwangsverwalter auftritt. „Wir haben sie damit schon aufgeschreckt“, sagt Marianne Rehda. Viel Konkretes hätten die Berliner allerdings nicht zu bieten. Sandra Dobbert, die offizielle Zwangsverwalterin, sei in der vergangenen Woche komplett auf Tauchstation gegangen. Dafür ist nun geklärt, an wen sich die Mieter künftig wenden können. Dies soll weiterhin an Ort und Stelle in der Wofü-Zentrale in der Schubertstraße 15 möglich sein.

Laut DKB hat die neue Verwaltung bereits die Büros übernommen, sagt Marianne Rehda. Geführt werde das dreiköpfige Team von Dobberts Stellvertreterin Julia Döpke. Die Wofü-Mitarbeiter dagegen seien nach erfolgter Übergabe raus. Zumindest ein kleiner Teil der Mieter wurde davon bereits vor dem Wochenende schriftlich in Kenntnis gesetzt.
Kündigungen oder Verteuerungen seien mittelfristig wohl nicht zu befürchten, beruhigte Marianne Rehda die Mieter. Einzig die Versorgerverträge für Wasser und Wärme würden neu ausgehandelt, weil die alten mit Übergabe in die Zwangsverwaltung unwirksam geworden sind.

Nach MAZ-Informationen will der neue Verwalter zudem für die Pflege der Außenanlagen, Straßen und Treppenhäuser auf eigene Ressourcen und eigenes Personal setzen. „Es gilt daher, die Entwicklung der Betriebskosten in den kommenden zwei Jahren besonders im Blick zu behalten“, rät Marianne Rehda.

Information: Die Zwangsverwaltung hat ihre Arbeit am alten Standort der Wofü in der Schubertstraße 15 bereits aufgenommen, Tel.  03381/727914. Der Mieterverein will zu einer weiteren Infoveranstaltung einladen.

Von Philip Rißling

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