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Brandenburg/Havel Die große Weihnachts-Seligkeit
Lokales Brandenburg/Havel Die große Weihnachts-Seligkeit
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09:03 21.12.2019
Blick in die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Brandenburg an der Havel. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Ach, wenn die Stadtverordneten doch in jedem Monat eine Weihnachtssitzung veranstalten würden: Gelöste Stimmung, fast alle Entscheidungen einstimmig, nach zwei Stunden fertig und am Ende singen alle gemeinsam noch lauthals alle drei Strophen „Oh du fröhliche...“

Und bei dem Tempo musste Zeremonienmeister Walter Paaschen (CDU) auch noch eine Zwangspause anordnen, damit die Frauen vom Catering nicht umsonst gekommen wären. Siue hatten zwar keine knusprigen Gänsekeulen dabei, aber leckere Soljanka. Das reichte vollkommen, nach Sitzungsschluss strömten die Volksvertreter ohnehin in die Lokale der Umgebung und zum Weihnachtsmarkt für den versöhnlichen Jahresausklang.

Komische Diskussionen gab es diesmal nur bei einem der unwichtigsten Punkte – die Grünen wollten eine geringfügige Entgeltänderung bei den Wasserwanderrastplätzen. Das Sommerthema bekam dann trotz altbekannter Kabbeleien am Ende dennoch den Weihnachtssegen.

Klar, kann sich der Kommentator darüber belustigen, dass elf Monate lang munter Spiegelfechtereien betrieben werden und sich Zur Rührstück-Dezember-SVV alle weinend in den Armen liegen. Zum Glück gibt es die starre Schwarz-weiß-Welt nicht mehr, sie wird bunter. Das zeigt schon der Blick auf manche der Beschlussvorlage, die von mehreren Fraktionen gemeinsam eingebracht werden. Die jüngsten Ereignisse um die Infrastruktur der Stadt mit den schwächsten Gliedern – den Brücken – nötigen nachgerade zu Einigkeit und Einmütigkeit gegenüber Land und Bund, die diese Probleme mit der Kommune ausräumen müssen. Nur wenn alle Parteien nach außen hin und in ihren Instanzen Druck machen wird sich etwas bewegen.

Rathauschef Steffen Scheller (CDU) ist es am Mittwoch zudem gelungen, unabhängig vom schnelllebigen Tagesgeschäft nüchtern aufzureihen, was die Kommune im ablaufenden Jahr und auch zuvor geschafft hat, mit überparteilicher Zusammenarbeit und mit dem Willen, etwas für die Stadt zu bewegen. Da darf man dann zur Weihnachtssitzung auch getrost mal ein Tränchen verdrücken.

Von André Wirsing

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