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Brandenburg/Havel Die rote Gefahr vor der Sankt-Annen-Galerie
Lokales Brandenburg/Havel Die rote Gefahr vor der Sankt-Annen-Galerie
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00:18 17.07.2017
Es ist nicht erlaubt, aber viele Fußgänger verlieren die Geduld und gehen bei Rot über die Straße. Die Polizei soll mit verstärkten Kontrollen die Disziplin erhöhen. Quelle: Volkmar Maloszyk
Brandenburg/H

Fußgänger riskieren einen polizeilichen Ordnungsruf oder eine Verwarnung, wenn sie vor dem Einkaufszentrum in der Sankt-Annen-Straße bei Rot über die Straße gehen. Die Verkehrskommission für Brandenburg/Havel hat an dieser Stelle vermehrte Polizeikontrollen in die Wege geleitet. Denn die Kreuzung und speziell dieser Straßenquerung gelten als unfallgefährliche Stelle.

Die Brandenburger Stadtverwaltung gibt auf Anfrage der MAZ die 13 Stellen im Stadtgebiet bekannt, welche die örtliche Verkehrskommission mit Experten der Straßenverkehrsbehörde und der Polizei bezogen auf das Jahr 2016 als besonders unfallträchtig ausgemacht und eingestuft hat.

Erfreulich ist zunächst, dass die Zahl der Verkehrsunfälle auf Brandenburgs Straßen laut Unfallstatistik des vergangenen Jahres entgegen dem Landestrend abgenommen hat, nämlich um 4,6 Prozent. Unter den 2196 registrierten Unfällen in der Stadt wurden in 277 Fällen Menschen verletzt, knapp vier Prozent weniger als im Jahr zuvor.

Zur sogenannten „Unfallhäufungsstelle“ werden eine Straße oder eine Kreuzung, wenn dort in einem Ein- und in einem Dreijahreszeitraum immer wieder gleichartige Unfälle passieren oder wenn es dabei Verletzte gibt.

Seit Jahren gilt die Kreuzung Wilhelmsdorfer Straße/Otto-Sidow-Straße (Zentrumsring) als gefährlich. Wie die MAZ am Montag berichtete, soll nach erneut 14 Unfällen im vergangenen Jahr das bisherige Rechtsabbiegen auf separater Fahrspur im weiteren Verlauf des Jahres beendet werden.

Zu den weiteren Unfallschwerpunkten in der Stadt gehört die Kreuzung Sankt-Annen-Straße, Steinstraße, Hauptstraße, Neustädtischer Markt. Dort passierten im vergangenen Jahr acht Verkehrsunfälle. Drei davon betrafen Fußgänger, die versucht hatten, vor der Sankt-Annen-Galerie die Straße zu überqueren und dabei verunglückten. Zwei Menschen wurden leicht und zwei schwer verletzt.

Obwohl an dieser Kreuzung viel Verkehr herrscht, verunglücken Autofahrer dort eher selten. Der Verkehrskommission hält die Stelle vor allem deshalb für unfallträchtig, weil so viele Fußgänger trotz roten Ampelsignals über die Sankt-Annen-Straße gehen.

Die Verkehrskommission hofft, dass mehr Polizeikontrollen und Öffentlichkeitsarbeit die Ampeldisziplin der Bürger stärken, die dort allerdings mit oft sehr kurzen Grünphasen leben müssen, die vor allem für langsamere Passanten nicht ausreichen, um auf die andere Straßenseite zu kommen.

Die festgestellten häufigen Unfallstellen in der Stadt sind im Übrigen: Einmündung Otto-Sidow-Straße/ Am Hauptbahnhof/ Bauhofstraße, auf der B 1 der Straßenverlauf von Ortsausgang Brandenburg/Havel über den Bahnübergang Wust bis zur Einmündung Einkaufszentrum, die Einmündung Brielower Landstraße/Upstallstraße, die Kreuzung Rathenower Landstraße/ Upstallstraße/Rosa-Luxemburg-Allee und der Kreisverkehr Brielower Landstraße/Massowburg/Am Industriegelände.

Außerdem auffällig waren 2016 die folgenden Einmündungen: Brielower Landstraße/Upstallstraße, Wilhelmsdorfer Landstraße/ Meyerstraße, Am Hauptbahnhof/Werderstraße, Magdeburger Straße/ Zanderstraße (Rampe), Gördenallee/Johann-Sebastian-Bach-Straße, Wilhelmsdorfer Straße/Göttiner Straße und Rathenower Landstraße/Gördenallee. Einige wichtige Stellen wird die MAZ in den kommenden Tagen genauer vorstellen.

Von Jürgen Lauterbach

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