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Brandenburg/Havel Dietlind Tiemann macht auch in Berlin noch Kommunalpolitik
Lokales Brandenburg/Havel Dietlind Tiemann macht auch in Berlin noch Kommunalpolitik
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18:06 04.01.2019
Dietlind Tiemann spricht am 22.03.18 in Berlin im Reichstag vor dem Plenum des Deutschen Bundestages. Quelle: Tobias Koch
Brandenburg/H

Auch als Mitglied des Deutschen Bundestages bleibt Dietlind Tiemann Interessenvertreterin ihrer Heimatstadt Brandenburg/Havel sowie aller anderen Kommunen in Deutschland. Dieses Bild von sich vermittelt Brandenburgs frühere Oberbürgermeisterin in einer Zeitung, die in Kiosken kaum zu erhalten ist.

„OBM –Die Zeitung für Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister“ widmet der CDU-Bundestagsabgeordneten in ihrer jüngsten Ausgabe ein einseitiges Porträt unter der Überschrift „Aus dem Havelland nach Berlin“.

In dem OBM-Beitrag schildert Tiemann dem Autor Andreas Erb, wie sie die Bundespolitik erlebt. Und wie sie auf die Idee gekommen ist, sich für den Gesundheitsausschuss zu interessieren, in dem sie stellvertretendes Mitglied ist.

Jahrelang Beschlüsse ausgebadet

Ihren Kollegen im Bundestag hat Dietlind Tiemann auf die entsprechende Frage geantwortet: „Jahrelang musste ich das ausbaden, was ihr beschlossen habt – seien es Beschlüsse zur Finanzierung der Krankenhäuser, der Ärzteversorgung oder der Pflege.“

Da wolle sie nun ein Wörtchen mitreden. Denn als Oberbürgermeisterin habe sie die Auswirkungen der Bundesgesetzgebung etwa auf das städtische Krankenhaus unmittelbar gespürt, vertraut die CDU-Abgeordnete der Fachzeitung an, die eine Art Pflichtlektüre für Rathauschefs ist und vom Deutschen Städtetag unterstützt wird.

„Ich weise immer auf die Frage hin, welche Konsequenzen die jeweiligen Entscheidungen für die Kommunen haben“, versichert Dietlind Tiemann dem OBM-Redakteur.

Statt im Mittelpunkt nun eine von 246

Der Beitrag schildert den politischen Seiteneinstieg der einstigen Bauunternehmerin, die sich nicht zuletzt wegen des peinlichen Lochs am Neustadt Markt ursprünglich nur für „ihre Stadt engagieren“ wollte, ohne ein politisches Amt anzustreben.

Der Schritt auf die Bundesebene habe der passionierten Lokalpolitikerin eigentlich ferngelegen, heißt es im OBM-Beitrag vielleicht nicht ganz der Wahrheit entsprechend. Ein Jahr im Bundestag liegt nun hinter der Politikerin, die nicht mehr wie einst als OB ständig im Mittelpunkt steht, sondern „nur eine von 246 Abgeordneten der CDU/CSU-Fraktion“ ist.

Bundestag diskutiert rationaler

Die Debattenkultur im Bundestag erlebt Tiemann dem Leib-und-Magen-Blatt der deutsche Rathäuser zufolge als „rationaler“ im Vergleich zu Diskussionen im Lokalparlament, wenngleich sie einigen AfD-Fraktionsvertretern „ein übles Diskussionsniveau“ bescheinigt.

Doch alles in allem liefen die Sitzungen im Bundestag strukturiert ab. In der Stadtverordnetenversammlung werde dagegen teils hitzig und sogar auf persönlicher Ebene um emotional besetzte Themen gerungen, erzählt Tiemann aus eigener Erfahrung und Praxis.

Von Jürgen Lauterbach

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