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Brandenburg/Havel Fünf Euro Eintritt für den Dom
Lokales Brandenburg/Havel Fünf Euro Eintritt für den Dom
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10:46 05.12.2014
Sie kamen noch kostenlos aufs Gelände. Zukünftig müssen Dom-Besucher fünf Euro Eintritt zahlen. Quelle: J. Steiner
Brandenburg an der Havel

Der Klingelbeutel am Dom hat ausgedient – ab dem neuen Jahr wird bereits an der Pforte kassiert. Jeder Besucher hat fünf Euro zu entrichten, bislang war der Eintritt kostenfrei. Das Ticket berechtigt zum Besuch der Domkirche und des Museums, in dem die Jubiläumsausstellung „Beständig neu – 850 Jahre Dom zu Brandenburg“ gezeigt wird. Bislang wurde von den Museumsbesuchern lediglich eine freiwillige Spende von drei Euro erbeten.

Das Domkapitel hatte im April 2013 bereits einmütig den Eintritts-Beschluss gefasst, allerdings stand damals noch nicht die Höhe fest. „Es soll eine einfache Regelung geben, die von einer großen Mehrheit der Besucher akzeptiert wird“, sagte der damalige Kurator Martin Martiny. Dieses Ziel scheint verfehlt. Knapp 20 Ausnahmefälle für Ermäßigungen und Befreiungen sind aufgelistet, obwohl beispielsweise Regelungen zu Audio-Führern sowie Fotografie-Erlaubnissen gar nicht erscheinen.

So sind aber Regelungen enthalten, dass jeder Teilnehmer einer Gruppe zwar nur vier Euro entrichtet, wird die Gruppe aber geführt, kommen insgesamt 30 Euro Aufschlag hinzu. Auch Besucher des täglichen Kurzkonzertes „Orgel Punkt 4“ müssen dann täglich den Regeleintrittspreis bezahlen.

„Wir rechnen mit 700 bis 2000 Menschen am Tag, die den Dom besichtigen wollen“, sagte der neue Kurator Cord Georg Hasselmann. Im kommenden Jahr wird nicht nur das Jubiläum 850 Jahre Dom, sondern von April bis Oktober auch die Bundesgartenschau in der Stadt gefeiert. Das generiere zusätzliche Besucher, zumal das Buga-Motto „Von Dom zu Dom – das blaue Band der Havel“ die Wiege der Mark einschließe.

Um diesen Strom zu bewältigen, brauche man zum Beispiel mehr Aufsichtspersonal und müsse häufiger reinigen. Das koste Geld. Bisherige Schätzungen gingen von einem zusätzlichen Aufwand von etwa 500 Euro am Tag für diese Leistungen aus. Zum Kapiteltag im nächsten November wollen die Domherren und -frauen eine Bilanz der Eintrittspolitik ziehen und möglicherweise sogar entscheiden, ob die Preise auch übers Jubiläumsjahr hinaus gelten sollen.

Unumstritten ist das Eintrittsgeld nämlich nicht. Viel größere Dome – beispielsweise in Köln oder Bamberg – verzichten konsequent aufs Pflichtbezahlen. Auch sie wurden und werden aufwendig saniert, auch sie wie Sankt Peter und Paul größtenteils aus staatlichen und Landeskirchen-Mitteln.

Tourismusanbieter und -vermarkter befürchten nun, dass künftig Reisegruppen wegen der Zusatzkosten den Dom aus dem Besuchsprogramm fallen lassen.

Von André Wirsing

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