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Brandenburg/Havel Drogenhändler taucht unter und schwänzt seinen Prozess
Lokales Brandenburg/Havel Drogenhändler taucht unter und schwänzt seinen Prozess
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17:48 07.02.2019
Cannabispflanzen sind von Ausnahmen abgesehen illegale Rauschmittel. Quelle: Polizei Brandenburg
Brandenburg/H

Ein mutmaßlicher Drogenhändler aus Brandenburg/Havel ist seit Jahresbeginn untergetaucht. Seinem Strafprozess vor dem Schöffengericht Brandenburg hat Alexander S. sich damit vorerst entzogen.

Auf Dauer dürfte der Brandenburger aber mit dieser Methode keinen Erfolg haben. Gegen ihn läuft nun ein Haftbefehl wegen Fluchtgefahr. Die Polizei soll versuchen, ihn in der Szene aufzuspüren, damit er vor Gericht gestellt werden kann. Ohne den Angeklagten – also in dessen Abwesenheit – darf der Prozess nicht geführt werden.

Gewerbsmäßiger Handel vorgeworfen

Angeklagt ist der untergetauchte Brandenburger, weil er zwischen Februar und März 2018 am Tschirchdamm mit Betäubungsmitteln gehandelt haben soll. Die Staatsanwältin geht davon aus, dass er das gewerbsmäßig getan hat.

Drogen, die er verkauft hat, sind Amphetamine, Marihuana und berauschende Pilze. Erschwerend kommt hinzu, dass er das Rauschgift nicht nur an erwachsene Kunden abgegeben, sondern in einem Fall auch an eine 16 Jahre alte und somit minderjährige Schülerin verkauft haben soll.

Sollte sich das später im Prozess bewahrheiten, droht dem Angeklagten eine besonders strenge Strafe.

Wohnung einer Bekannten als Drogenlager

Im gleichen Strafprozess ist eine 46 Jahre alte Frau aus Brandenburg/Havel angeklagt. Ihr wirft die Staatsanwältin vor, dass sie Alexander S. die eigene Wohnung für die Lagerung und den Verkauf der Drogen zur Verfügung gestellt habe.

Sie selbst sei im fraglichen Zeitraum zwar acht Wochen lang außer Haus gewesen. Doch hat sie Alexander S. laut Anklage den Wohnungsschlüssel übergeben, damit er dort Stammkunden empfangen und seine gewinnbringenden Drogengeschäfte abwickeln konnte.

 In einem Fall soll der Dealer als Gegenleistung kein Geld, sondern eine Schreckschusswaffe im Wert von hundert Euro erhalten haben.

Von Jürgen Lauterbach

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