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Brandenburg/Havel Drohungen gegen THB-Präsidentin: Enger Mitarbeiter wird entlassen
Lokales Brandenburg/Havel Drohungen gegen THB-Präsidentin: Enger Mitarbeiter wird entlassen
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06:33 19.06.2018
THB-Präsidentin Wieneke-Toutaoui (Archivbild) wurde bedroht. Quelle: Foto: J. Steiner
Brandenburg/H

Morddrohungen gegen die Präsidentin der Technischen Hochschule Brandenburg (THB). Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln gegen einen engen Mitarbeiter, der inzwischen fristlos entlassen ist und von der Polizei vom Hochschulgelände geführt wurde.

Polizei und Staatsanwaltschaft Potsdam bestätigen Ermittlungen gegen einen 46 Jahre alten Mann aus Brandenburg/Havel. Er war bis vor kurzem ein enger Mitarbeiter von THB-Präsidentin Burghilde Wieneke-Toutaoui (59).

Nach Informationen der MAZ ist das Verhältnis zwischen beiden schon lange mehr als angespannt – geradezu feindselig. Am 26. April soll der beschuldigte Mann, den die Präsidentin vor wenigen Jahren selbst ausgewählt hat, mit im Kollegenkreis zu mehreren Gelegenheiten Drohungen ausgestoßen haben.

Polizei fordert Mann auf, Drohungen zu unterlassen

Nicht bestätigten Angaben zufolge soll der befristet beschäftigte Mann Dinge gesagt oder sogar lauthals gebrüllt haben wie: „Die bringe ich um“ und „ich jage den ganzen Laden in die Luft“. Von auf den Tennisschläger gespannten Gedärmen soll die Rede gewesen sein. Hassmails soll der Mitarbeiter ebenfalls in Umlauf gebracht haben.

Wie ernst das alles gemeint war ist nicht bekannt. Es führt aber dazu, dass die Hochschule die Polizei verständigt und Polizeibeamte den beschuldigten Mann daraufhin aufsuchen für eine sogenannte „Gefährderansprache“.

Die Polizisten fordern den Mitarbeiter mit Nachdruck auf, solche Handlungen zu unterlassen, wie Polizeisprecher Daniel Keip auf Anfrage bestätigt. Die Polizei nimmt außerdem eine Anzeige auf wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten, die inzwischen zur weiteren Bearbeitung der Staatsanwältin vorliegt.

Polizei will eventuelle Gefährdungen ausschließen

Am 16. Mai erfährt der betreffende Mitarbeiter, dass die Hochschule ihm fristlos kündigt. Aus Furcht vor einem Ausraster hat sie die Polizei zu sich gebeten, „um die Suspendierung des Mitarbeiters zu begleiten und eventuelle Gefährdungen auszuschließen“, wie der Polizeisprecher erläutert.

Einschreiten müssen die Beamten nicht. Doch in ihrer Begleitung muss der entlassene Wissenschaftler das Hochschulgelände vor aller Augen verlassen.

Wenig später sendet die Hochschule eine Rundmail an ihre Beschäftigten mit dem Tenor, dass der betreffende Mann ein Hausverbot bekommen habe und auf dem Hochschulgelände nicht mehr geduldet wird.

TH Brandenburg verzichtet vor Gericht auf Sitzungspolizei

Die Hochschule möchte sich zu dem gesamten Vorgang nicht äußern wegen des laufenden Verfahrens, wie THB-Sprecher Stefan Parsch erklärt. Die THB habe auch ihrem ehemaligen Mitarbeiter gegenüber noch eine Fürsorgepflicht.

Abseits der strafrechtlichen Ermittlungen läuft auch ein arbeitsgerichtliches Verfahren wegen der Kündigung. Die Technische Hochschule verzichtet darauf, aus Sicherheitsgründen Sitzungspolizei zu dem Gerichtstermin hinzu zu bitten. Sie will dazu eine eigene Sicherheitskraft mitbringen.

Die Stelle des fristlos entlassenen Mannes ist übrigens hochschulintern inzwischen wieder ausgeschrieben.

Von Jürgen Lauterbach

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