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Brandenburg/Havel Duales Studium von ZF und TH Brandenburg
Lokales Brandenburg/Havel Duales Studium von ZF und TH Brandenburg
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14:16 27.06.2018
Nach der Vertragsunterzeichnung zum Dualen Studium führt der Weg zum E-Mobil: Frank Martin, die Technik-Professoren Sven-Frithjof Goecke und Thomas Götze, Eva Friedrich, Andreas Wilms und Carmen Bahlo (von links). Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg/H

Das größte Industrieunternehmen und die Technische Hochschule in Brandenburg/Havel wollen künftig gemeinsam für hoch qualifizierten Ingenieurnachwuchs sorgen.

An diesem Mittwoch vereinbaren ZF-Chef Frank Martin und TH-Brandenburg-Vizepräsident Andreas Wilms die Kooperation beim dualen Studium. Der Vertrag regelt das duale Technikstudium mit Praxisteil im Unternehmen.

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Beginneden im Oktober sollen jedes Jahr zwei Frauen oder Männer neben ihrer Arbeit bei ZF an der TH Brandenburg Maschinenbau, Mechatronik oder Elektronik bis zum Bachelor-Abschluss studieren.

Frank Martin (links) und Andreas Wilms unterzeichnen den Vertrag für ZF und die THB. Quelle: JACQUELINE STEINER

Beide Vertragpartner unterstützen damit nicht nur junge Leute in ihrer beruflichen Karriere, sondern tun einander auch einen Gefallen. Denn die THB ist an motivierten Studenten interessiert, besonders auch in den als schwierig geltenden technischen Fächern. Sie will zur Fachkräftesicherung in der Region Westbrandenburg beitragen, wie Andreas Wilms betont.

ZF baut neue Ingenieurgeneration auf

Das ZF-Getriebewerk will und muss neue Ingenieurgeneration aufbauen, denn in den kommenden Jahren gehen zunehmend hoch qualifizierte Ingenieure in den Ruhestand gehen. Frank Martin, Geschäftsführer der ZF Getriebe Brandenburg Gmbh, hat zugleich die veränderten Anforderungen in Zeiten von Digitalisierung und Industrie 4.0 im Sinn.

Themen wie E-Mobilität, Abgasnormen und Otto-Partikel-Filter spielen eine größer werdende Rolle im Werk, machen deutlich höhere Qualifizierungen besonderse auch in der Produktion und Maschinenplanung der Getriebefabrik erforderlich. Entsprechend hoch ist der Bedarf an studierten Mechatronikern und Elektronikern.

Der Charme des dualen Studiums liegt Martin zufolge in der Praxisnähe der Ausbildung und der Bindung der dualen Studenten ans Unternehmen, von dem sie eine Vergütung in Höhe des zweiten Lehrjahres und die Studiengebühren erhalten.

Eigener Nachwuchs und externe Bewerber

ZF-Betriebsratschefin Carmen Bahlo hält auch ein berufsbegleitendes Master-Studium für sinnvoll. Darüber will die Hochschule im nächsten Schritt mit der THB ins Geschäft kommen.

Schon in der kommenden Woche wird die Leiterin des Zentrums für Durchlässigkeit und duales Studium an der THB, Eva Friedrich, zu einer Info-Veranstaltung im ZF-Werk sein.

Das Unternehmen wünscht sich eine Mischung: Duale Studenten aus den eigenen Reihen und von außerhalb kommend. Bewerber müssen Abitur haben oder eine Ausbildung mit Berufspraxis. An der THB gibt es derzeit rund hundert duale Studenten. Das Riva-Stahlwerk ist schon längere Zeit Kooperationspartner.

Von Jürgen Lauterbach