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Brandenburg/Havel Ein Schutzengel für Hunde
Lokales Brandenburg/Havel Ein Schutzengel für Hunde
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18:30 23.04.2013
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BRANDENBURG/H.

. Eiszapfen hingen ihm bei seiner Rettung am Mäulchen. Mischlingshündin Rosie litt monatelang an einer chronischen Gebärmutterentzündung, weil sich ihr Herrchen keine Operation leisten konnte. Völlig abgemagert, mit struppigem Fell und gesenktem Kopf schaut sie in die Kamera. Hundeelend.

Sandy Mölling (31) will aufklären, und zwar dort wo es noch etwas bringt. Bei den Kindern. Der blonde „No Angels“-Star aus Wuppertal ist seit drei Monaten Botschafterin der Tierschutzorganisation „Aktion Tier – Menschen für Tiere“. Gestern Morgen war die Musikerin und frühere Jeansverkäuferin zu Gast in der Otto-Tschirch-Oberschule in Brandenburg. Gemeinsam mit zwei Vereinsmitarbeiterinnen erläuterte sie den Siebtklässlern die Regeln bei der Hundehaltung. „Viele Menschen kaufen sich einen Hund, weil er so süß ist als Welpe, und später stellen sie fest, dass sie gar keine Zeit haben, sich zu kümmern. Endstation ist dann meistens das Tierheim“, schimpft Sandy Mölling.

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Sie ist selbst Hundehalterin. Der Malteser-Rüde Whoopy ist seit Jahren ein festes Mitglied der Familie Mölling und aus dem Leben der Musikerin nicht wegzudenken. Doch Hundehalter können selbst dann Fehler machen, wenn sie ihr Tier lieben, genügend Geld und Zeit investieren. Manche Nahrungsmittel sind für den Menschen verträglich, für den Hund aber hochgiftig. „Bitte füttert eure Hunde niemals mit Schokolade, Zwiebeln, Knoblauch oder Weintrauben“, beschwört Sandy ihre jungen Zuhörer. „Weintrauben können zu Nierenversagen führen und Zwiebeln zerstören die roten Blutkörperchen.“

Betreten schauen sich die Kinder an. Viele von ihnen haben einen Hund zuhause und füttern ihn gerne mit den eigenen Lieblingsleckereien. Ein weiteres Problem sei der Maulkorb, erklärt die Sängerin: „Wer einen Nylonmaulkorb benutzt, der hindert den Hund am Hecheln.“ Da Hunde kaum Schweißdrüsen besitzen, sorgt das Hecheln für den Temperaturausgleich im Körper und schützt vor Überhitzung.

Um ihre Lehrstunde anschaulicher zu gestalten, hat der Verein Tami mitgebracht. Der Labradormischling wurde aus dem Tierheim gerettet und lebt nun bei Vereinsmitarbeiterin Ann-Kari Sieme. Als „Schulhund“ ist er nun bei Informationsveranstaltungen dabei und hat vielen Kindern die Angst vor haarigen Vierbeinern genommen. Auch die Oberschüler sind ganz vernarrt in Tami und wollen sie füttern und streicheln.

Für Sandy ist das ein gutes Zeichen. „Menschen wollen schützen, was sie gern haben.“ (Von Sinah Hoffmann)

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