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Brandenburg/Havel Eine Verbeugung vor Claude Debussy
Lokales Brandenburg/Havel Eine Verbeugung vor Claude Debussy
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08:47 02.03.2018
Das Philharmonische Streichquartett Magdeburg spielt am 25. März im Schloss Ribbeck anlässlich des 100. Todestages von Claude Debussy. Quelle: Havelländische Musikfestspiele
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Päwesin

Schon als Kind spielte Frank Wasser seine Stücke. Mit ihm bestand der in Päwesin lebende Pianist sein Staatsexamen. Bis heute gehört der französische Komponist des Impressionismus zu den großen musikalischen Vorbildern des Initiators der Havelländischen Musikfestspiele. Die Rede ist von Claude Debussy (1862-1918). Sein 100. Todestag am 6. März wird die Konzertreihe im 18. Jahr ihres Bestehens immer wieder bestimmen. „Die Leichtigkeit der Musik und seine Klangbilder haben mich schon immer fasziniert“, schwärmt Wasser.

Konzertreihe in der 18. Saison

Zu Debussys Erbe gehören Klavier- und Kammermusiken, Orchesterwerke, Chor- und Bühnenwerke. Als Kind besuchte er nie eine Schule. Ein Pate ermöglichte ihm den ersten Klavierunterricht. Es folgten 13 Jahre Musikstudium.

Zu den besonderen Konzerten 2018 gehören der Auftritt von „Scotch and Soda“ am 8. Juli im Schlossgarten Ziethen, das Klinikkonzert in Nauen am 28. Oktober und Maier’s Clan am 2. Dezember in der Bagower Kirche.

Die Havelländischen Musikfestspiele firmieren als gemeinnützige GmbH mit Sitz im Schloss Ribbeck. Die Konzertreihe geht in diesem Jahr in die 18. Saison. Das gesamte Programm 2018 im Internet.

So ist es nicht verwunderlich, dass der aus Trier stammende Pianist an beiden Eröffnungskonzerten Debussy zu Gehör bringen wird. Nicht allein, sondern mit seinen beiden Kollegen des Neuen Berliner Klaviertrios, dem Violinisten Bert Greiner und Mathias de Oliveira Pinto (Cello). Los geht es in die neue Festspielsaison in diesem Jahr am 3. März im Schloss Kleßen. Gleich einen Tag später zieht das Neue Berliner Klaviertrio nach Reckahn um. Dort steht am 4. März im Rochow-Schloss das zweite Eröffnungskonzert auf dem Programm. Und zwar noch einmal mit dem Klaviertrio G-Dur von Claude Debussy sowie mit Kompositionen von Korla Awgust Kocor und Bronislaw Kaziemirz Pryzbylski.

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Debussy wird sich in diesem Jahr wie ein roter Faden durch die Havelländischen Musikfestspiele ziehen. Sein musikalisches Schaffen hat es verdient wieder stärker in das Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit gerückt zu werden. Es gibt kleine Einführungen, in denen plaudernd Debussys Welt erklärt wird “, kündigte Madleen Fox, die Geschäftsführerin der Havelländischen Musikfestspiele gegenüber der MAZ an. Allerdings wollen die Veranstalter die Konzerte nicht mit Kompositionen des berühmten Franzosen überfrachten. Hier und da bei den über 30 Konzerten in diesem Jahr wird sein musikalisches Erbe aufleben, ohne die anderen Stars der Konzertreihe von der Bühne zu verdrängen.

Schloss Kleßen ist am 3. März Gastgeber für das erste Eröffnungskonzert. Einen Tag später findet die Eröffnung im Schloss Reckahn statt. Quelle: MarkConcepte

So wie beispielsweise beim beliebten Hofkonzert auf Frank Wassers Privatanwesen am 25. August in Päwesin, wo der Hausherr zusammen mit seinem Vater Georg und weiteren Gästen Musik rund um Debussy spielen wird. Das Märkische Hofkonzert reiht sich auch in diesem Jahr in die besonderen Veranstaltungsorte ein, zu denen traditionell herausragende Herrenhäuser, Kirchen, Landgüter und Hotels gehören. An dieser Stelle seien nur einige Spielstätten wie die Schinkelkirche in Petzow am 5. Mai mit dem Syrinx-Trio aus Berlin; Schloss Rogäsen am 28. April mit den Gewinnern des Holzblaswettbewerbs „Holz Pur“; die Waldkapelle Bad Belzig am 2. September mit virtuosen Klängen vom Balkan oder das Rathenower Klinikkonzert am 27. Mai genannt. Erstmals werden die Havelländischen Musikfestspiele in diesem Jahr die Kirche im havelländischen Spaatz im Rahmen eines Herbstfestes besuchen.

Mit dem Behrsing Jazz-Quartett wird am 1.Mai im Hotel Bollmannsruh am Beetzsee die Open-Air-Saison eröffnet. Quelle: Uwe Pechtold

Für alle Veranstaltungen können ab sofort Karten erworben werden. In der Brandenburger MAZ-Ticketeria in der Sankt-Annen-Galerie sind Karten ab Anfang Februar erhältlich. Inhabern der AboPlus-Card wird ein Rabatt von 15 Prozent eingeräumt. Der Veranstalter selbst hat die Goldene Premium-Karte im Portfolio. Wer diese erwirbt, zahlt bei allen Konzerten den halben Preis. Auch 18 Jahre nach ihrer Premiere erfreuen sich die Havelländischen Musikfestspiele einer ungebremsten Nachfrage. „Mit einem Auslastungsgrad von 90 Prozent sind unsere Konzerte gut besucht“, berichtet Geschäftsführerin Fox zurückblickend auf das vergangene Jahr. Der ursprüngliche Gedanke Kultur auf’s Land zu bringen, hat für die Festspielmacher bis heute nichts an Aktualität verloren. So gehören die beiden Landkreise Havelland und Potsdam-Mittelmark unverändert zu den treuen Förderern des Konzertreigens, der mit immer neuen Ideen und Spielorten nicht mehr aus dem regionalen Veranstaltungskalender wegzudenken ist.

Von Frank Bürstenbinder

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