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Brandenburg/Havel Einstimmig zum Jugendbeauftragten gewählt: Marvin Rathmann (19)
Lokales Brandenburg/Havel Einstimmig zum Jugendbeauftragten gewählt: Marvin Rathmann (19)
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14:03 25.04.2019
Marvin Rathmann (19) ist neuer Kinder- und Jugendbeauftragter in Brandenburg/Havel und wird von der SVV mit Blumen begrüßt. Quelle: Jürgen Lauterbach / privat
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Brandenburg/H

Die Stadtverordneten haben Marvin Rathmann am Mittwochabend einstimmig zum Kinder- und Jugendbeauftragten von Brandenburg/Havel berufen.

Der 19 Jahre alte Medieninformatik-Student wird voraussichtlich der letzte ehrenamtliche Jugendbeauftragte der Stadt sein.  Denn in der gleichen Sitzung hat die Stadtverordnetenversammlung (SVV) beschlossen, diese Position künftig auszuschreiben und hauptamtlich zu besetzen.

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Marvin Rathmann ist ein Kind der Stadt und hat im vergangenen Jahr sein Abitur am Von-Saldern-Gymnasium abgelegt. Inzwischen studiert er an der TH Brandenburg Medieninformatik. Filme und Filmtechnik gehören zu seinen Leidenschaften.

Viele Film- und andere Projekte

So hat Marvin Rathmann im vergangenen Jahr im Bereich Kamera an einem Spielfilm des bekannten Regisseurs Rosa von Praunheim mitgewirkt und mehrere Praktika beim MDR absolviert.

Der Beisitzer im Vorstand der Jungen Union hat eine Grundschulklasse 2016/17 sechs Monate lang angeleitet, als sie eine Nachrichtensendung im bundesweiten Wettbewerb Politische Bildung erstellt hat.

Viele Projekte stehen in seinem Lebenslauf, zum Beispiel der Brandenburgfilm „Home sweet Brandenburg“ von 2016) „Saldernflotte – Saldria goes on tour“ von 2017 und der Saldern-Imagefilm von 2019.

Afrikanisches Trommeln

Der neue Kinder- und Jugendbeauftragte ist seit 2012 aktiv im Verein „Pro Kids Gambia“. So hat er einen Trailer und einen Dokumentarfilm über die ehrenamtliche Arbeit und Unterstützung von Schulkindern in Gambia gedreht und mehrere Arbeitsgemeinschaften geleitet im Rahmen des Ganztagsbetriebs der Schule, nämlich „Afrikanisches Trommeln“ und „Stopp-Motion-Film“.

Die Tätigkeit des Kinder- und Jugendbeauftragten ist bislang ehrenamtlich und zeitlich an die im Mai endende Wahlperiode der Stadtverordnetenversammlung gebunden. Er wird aber im Amt bleiben, bis ein Nachfolger benannt ist.

CDU-Antrag findet Mehrheit

Die Aufgabe soll nach dem Mehrheitswillen der Stadtverordneten künftig eine hauptamtliche Kraft übernehmen. Der entsprechende Antrag der CDU-Fraktion wurde am Mittwoch angenommen.

Die komplexe, auf Kontinuität angelegte Arbeit sei nicht länger ehrenamtlich zu leisten, begründete Ute Taege die Initiative ihrer Fraktion. Das habe sich auch bei der vormaligen beauftragten Annemarie Beier gezeigt, die das Ehrenamt wegen zu hoher Belastung niedergelegt habe.

Der oder die angestellte Jugendbeauftragte sei in allen Angelegenheiten zu beteiligen, in denen es um Interessen von Kindern und Jugendlichen geht.

In der Hauptsatzung verankert

Die künftig hauptamtliche Tätigkeit ist mit dem Beschluss in der geänderten Hauptsatzung der Stadt verankert. Kritik kam in der SVV von den Linken und Bündnisgrünen.

René Kretzschmar und Anette Lang sehen die Unabhängigkeit beeinträchtigt, wenn ein dem Oberbürgermeister weisungsgebundener Verwaltungsmitarbeiter die Aufgabe übernimmt statt einem Kandidaten aus den Reihen der Jugendlichen.

Von Jürgen Lauterbach