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Brandenburg/Havel Einweihungsfeier für das Seniorenzentrum Havelkiez
Lokales Brandenburg/Havel Einweihungsfeier für das Seniorenzentrum Havelkiez
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18:53 26.04.2019
Renate Klippstein und Manfred Starke fühlen sich im Seniorenzentrum Havelkiez als neue Bewohner wohl. Die beiden Brandenburger entspannen gern auf dem Balkon. Quelle: André Großmann
Brandenburg/H

Auf ihrem neun Quadratmeter großen Balkon entspannen Manfred Starke und Renate Klippstein. Der 78-jährige Brandenburger und seine Partnerin erblicken von dort die Friedenswarte und planen, fast täglich zum Theaterpark zu laufen. Die Rentner sind Bewohner des neuen Seniorenzentrums Havelkiez in der Bauhofstraße 15.

Der erste Bauabschnitt des Havelkiezes in der Bauhofstraße ist fertig. 3,8 Millionen Euro wurden für das Objekt investiert, die Bauzeit betrug 16 Monate.

3,8 Millionen Euro investiert

Hier leben 25 Menschen in 20 betreuten Seniorenwohnungen, die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts wird mit einer Einweihungsfeier zelebriert. „Von der ersten Idee bis zur Realisierung sind knapp drei Jahre vergangen, die Bauzeit betrug 16 Monate“,sagt Jedermann-Chef Sven Rohde der MAZ. Er betont, dass es sich hierbei um das erste Wohngebäude handelt, das direkt der Jedermann-Gruppe gehört. 3,8 Millionen Euro wurden investiert, Rohde ist mit dem Ergebnis zufrieden.

Zur Ausstattung gehören Videokameras, elektrische Türöffner und ein Partyzimmer mit einer Landhausküche. Auch ein Servicebüro für Hausmeisterdienste und Handwerkerleistungen wurde realisiert. Handwerker sollen so direkt älteren Menschen helfen, die Unterstützung bei kleineren Reparaturen brauchen.

Hohe Nachfrage und volle Wartelisten

Die Wartelisten für das Objekt in der Bauhofstraße 15 sind voll. Laut Pflegedienstleiterin Nadyne Bilau hätten durchaus mehr als 60 Plätze belegt werden können. Sie wohnt in der Einrichtung und betont, wie wichtig die Selbstbestimmung für die Bewohner ist.

„Sie können mitentscheiden, wie sie ihre Freizeit gestalten“, kommentiert Bilau. Das will auch die 92-Jährige Renate Baruth. Die Brandenburgerin freut sich auf Kartenspiele und will sich bei einer Sportgruppe beteiligen. Baruth ist von der Märkischen Aue in das Seniorenzentrum Havelkiez gezogen. Die Rentnerin lobt, dass sie ihre Wand mit roter Farbe gestalten darf und schätzt die ruhige Umgebung in der Nähe des Theaterparks. „Ich werde die Ecke hier noch genauer kennenlernen“, sagt Baruth und blickt vom Balkon auf die Hunde Peppi und Eddi.

Manfred Starke und Renate Klippstein entspannen weiter in luftiger Höhe. Sie zogen von der Venise-Gosnat-Straße im Stadtteil Nord in die Bauhofstraße 15 und genießen jetzt das Leben auf 56 Quadratmetern. „Jetzt haben wir sogar noch mehr Platz“, sagt Klippstein, die in ihren Wohnräumen mehr Fotos aufstellen will.

Termin für zweiten Bauabschnitt

Wenige Meter weiter laufen die Pläne für den zweiten Bauabschnitt des Seniorenzentrums in der Bauhofstraße 9 auf Hochtouren. Hier entstehen zwei Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz und eine WG für den Intensivpflegebedarf. Zusätzlich können die Senioren Angebote eines Hals-Nasen-Ohren-Arztes, eines Hörgeräteakkustikers und einer Physiotherapie nutzen.

Bauleiter Michael Klotz betont, dass aktuell das Erdgeschoss ausgebaut wird und die Trockenbauarbeiten in den Obergeschossen andauern. Jeweils neun Zimmer sollen für Bewohner auf drei Etagen angeboten werden. Zu den finalen Kosten könne er noch nichts sagen, da die Bauarbeiten noch andauern. „Die Zielrichtung für die Fertigstellung ist momentan der 1. September“, sagt Klotz der MAZ.

Die Senioren im Havelkiez freuen sich bereits auf die nächsten Monate. Denn „spätestens bis zum Beginn des Jahres 2020“ soll die Tram der Linie 1 laut Jedermann-Chef Sven Rohde direkt vor ihrer Haustür in der Bauhofstraße halten. Er bestätigt, dass bereits Gespräche mit Vertretern der Verkehrsbetriebe Brandenburg geführt wurden.

Von André Großmann

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