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Brandenburg/Havel Eiserne Hochzeit in Brandenburg: Hildegard und Adolf Schott sind seit 65 Jahren verheiratet
Lokales Brandenburg/Havel Eiserne Hochzeit in Brandenburg: Hildegard und Adolf Schott sind seit 65 Jahren verheiratet
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08:02 05.02.2020
Hildegard und Adolf Schott tauchen gemeinsam mit Urenkelin Romy in Erinnerungen ein. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg/H

„Es hat sich nicht soviel verändert in den fünf Jahren seit der Diamanten Hochzeit. Nur, dass wir statt sechs bald zehn Urenkel haben.“ Mit diesen Worten begrüßt Adolf Schott die MAZ. Dabei haben er und seine Frau Hildegard viel zu berichten. Die beiden feiern nämlich am Mittwoch, 5. Februar, Eiserne Hochzeit.

65 Jahre ist das Ehepaar Schott verheiratet. Eine gemeinsame Wegstrecke, die heutzutage kaum noch einer schafft. „Es ist lange her“, sagt Hildegard Schott dementsprechend auf die Frage nach dem Kennenlernen. Dann aber sprudeln die Erinnerungen aus den beiden nur so heraus.

Adolf Schott: „Die und keine andere“

„Ich war damals in der Erfurter Offiziersschule“, berichtet Adolf Schott. „Bei meinem Ausgang haben wir uns kennen gelernt, in einem Tanzlokal.“ Bei dem damals 23-Jährigen hat es sofort gefunkt. „Ich habe sie gesehen und gedacht: die und keine andere“, erinnert er sich. Auch Hildegard Schott, vier Jahre jünger, war hin und weg von ihrem Zukünftigen: „Ich mochte eigentlich alles. Er war lieb und nett“, sagt sie.

„Seitdem waren wir immer zusammen“, sagt ihr Mann. Beide zogen nach Altengrabow, der Heimat von Adolf Schott. Sie kamen zunächst bei seinen Eltern unter, beziehen später eine eigene Wohnung.

Ein Jahr nach dem Kennenlernen, 1955, steht die Hochzeit an. „Als wir geheiratet haben, hat es geregnet. Nicht nur ein bisschen. Es hat geplattert und gejaucht“, beschreibt Adolf Schott. „Das ist uns sehr in Erinnerung geblieben, weil wir mit dem Fahrrad zum Standesamt mussten und total eingehüllt waren“, erzählt seine Frau. Gut drei Kilometer Wegstrecke hatten die beiden vor sich. „Die Standesbeamtin hat uns erst einmal ein paar Handtücher gegeben, als wir ankamen“, sagt Hildegard Schott.

In der Freizeit viel auf Reisen

Noch im gleichen Jahr wurde die gemeinsame Tochter Silvia geboren. 1958 folgt Sohn Wolfgang. Hildegard Schott war viel mit den Kindern allein, da der Familienvater durch seinen Dienst in der Armee oft unterwegs war. Weil er versetzt wurde, musste die Familie auch aus Altengrabow wegziehen. Zunächst nach Burg, bis sie 1962 in Brandenburg landeten.

Sie bezogen damals die Wohnung in der Hausmannstraße, in der sie noch heute leben. „Hier werden wir bestimmt auch rausgetragen“, sagt Hildegard Schott. Auf 58 Quadratmetern, zweieinhalb Zimmern, wohnte die vierköpfige Familie.

Adolf scheidet nach 27 Jahren aus dem Armeedienst aus. Er arbeitet dann im Stahlwerk, später als Heimleiter im Fleischkombinat. Hildegard wird Beiköchin, als die Kinder größer sind. Die gemeinsame Freizeit des Ehepaars ist rar, die wenigen Momente werden dann aber sehr ausgenutzt. „Wir waren Dauerzeltler“, erzählt Adolf Schott. „Und wir waren viel auf Reisen.“. Zunächst vor allem in Russland, nach der Wende und im Ruhestand zog es die beiden noch weiter hinaus. „Unter anderem waren wir in Kanada. Das war sehr schön“, sagt er.

Wenn einer länger nicht da ist, fehlt er sehr

„Heute nehmen uns die Kinder mit auf Ausflüge und in den Urlaub“, ergänzt seine Gattin. Die Verbundenheit zur großen Familie ist deutlich. Zwei Kinder, fünf Enkelkinder und ein zehntes Urenkel ist im Anmarsch. „In unserer Wohnung wird das langsam eng, wenn alle da sind“, sagt Hildegard Schott. Umso mehr freut sie sich auf ihren 85. Geburtstag am 30. März. Denn den feiert sie im Kreis der gesamten Familie.

An ihrem Hochzeitstag gehen die beiden außerdem mit ihren Kindern essen. Nach ihrem Geheimnis einer so langen Ehe befragt, geben sich Hildegard und Adolf Schott bescheiden: „Wir kämpfen uns durch, einer hilft dem anderen“, sagen sie. Tochter Silvia aber verrät, dass die zwei schon ziemlich unzertrennlich sind. „Wenn einer von beiden zum Beispiel im Krankenhaus ist, fehlt er sehr. Das ist spürbar“, schildert sie.

Von Antje Preuschoff

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