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Brandenburg/Havel Enttäuschter Mann raubt seiner Ex-Partnerin den Hund
Lokales Brandenburg/Havel Enttäuschter Mann raubt seiner Ex-Partnerin den Hund
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19:04 27.08.2018
Der zwischen den beiden Ex-Partnern strittige Hund ist ein Wolfshundmischling. Quelle: privat
Brandenburg/H

David H. (36) hat das Ende seiner Beziehung offenbar nur schlecht verdaut. Anderthalb Jahre nachdem er den Laufpass erhalten hat, bricht er in die Wohnung seiner Ex-Freundin ein und raubt den gemeinsamen Hund. Deshalb steht er in Brandenburg/Havel vor Gericht.

David H. ist nicht zu gekommen zu seiner Verhandlung vor dem Schöffengericht Brandenburg. Verurteilt wird er trotzdem wegen räuberischen Diebstahls. Das Schöffengericht erlässt auf Antrag des Staatsanwaltes einen Strafbefehl gegen den Mann aus Sachsen-Anhalt. Er erhält eine achtmonatige Freiheitsstrafe zur Bewährung.

Am 14. Juni des vergangenen Jahres hat David H. seine frühere Partnerin in Treuenbrietzen bedroht. Beide sind zu diesem Zeitpunkt schon anderthalb Jahre auseinander. Der Angeklagte fordert, dass sie den Hund herausgibt, an dem sie in besseren Zeiten zwei Jahre lang ihre Freude gehabt haben.

Seine Forderung verbindet er mit einer Drohung. Bekomme er den Hund nicht, den kaukasischen Wolfshundmischling, dann werde er dem Großvater der Ex-Partnerin den Hals abschneiden. So weit lässt es David H. immerhin nicht kommen. Er wählt einen anderen Weg, seine Art von Rache zu nehmen.

Am folgenden Morgen steht er vor der Wohnung seiner verflossenen Freundin. Er glaubt, sie sei arbeiten. Doch sie ist krankgeschrieben und folglich zu Hause.

David H. tritt die Tür ein, geht in die Wohnung und schnappt sich den Hund, jedenfalls sind das die Vorwürfe vor Gericht. Als die junge Frau plötzlich erscheint und sich ihm in den Weg stellt, kommt es zu einer kleinen Rangelei. Er schubst sie schließlich zu Boden und verschwindet dann mit der Hündin.

Das Verhältnis der früheren Partner zueinander ist denkbar schlecht. Nicht nur wegen des Hundes. Im Amtsgericht läuft außerdem ein Unterhaltsstreit wegen des gemeinsamen kleinen Kindes. Dazu ist in wenigen Tagen ein Termin angesetzt.

Die Verteidigerin hat dem Mann schriftlich mitgeteilt, dass er dort nicht erscheinen müsse. Vielleicht hatte er diese Nachricht so missverstanden, dass er meinte, auch nicht zu seinem Strafprozess kommen zu müssen. Das wäre ein Trugschluss.

In Abwesenheit darf nicht gegen einen Angeklagten verhandelt werden. Der einzige Weg, dann doch zu einem Urteil zu kommen, ist der Strafbefehl. Den hat das Gericht erlassen, dem kann David H. aber noch widersprechen. Falls er das tut, wird er nicht rechtskräftig und es gibt ein zweites öffentliches Gerichtsverfahren.

Zwei Jahre lang sollte sich David H. auf keinen Fall mehr zu Schulden kommen lassen, sonst landet er voraussichtlich doch noch im Gefängnis. Das passiert auch, wenn er sich nicht an die Bewährungsauflagen hält. Dazu gehört, dass er 500 Euro an den Naturschutzbund (Nabu) überweisen muss.

Und was wird aus dem Hund? Die bestohlene Frau könnte die Herausgabe des Tieres zivilrechtlich einklagen. Darauf verzichtet sie schweren Herzens zum Wohle der Hündin, der sie nach inzwischen wieder mehr als einem Jahr nicht schon wieder einen Herrchenwechsel zumuten will.

Von Jürgen Lauterbach

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