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Brandenburg/Havel Erdwälle schützen Marzahner Häuser
Lokales Brandenburg/Havel Erdwälle schützen Marzahner Häuser
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14:44 09.12.2016
Marzahnes Ortsvorsteher Carsten Wuttke (3.v.l.) durchschneidet das symbolische Band für das Auffangbecken am Ortseingang.
Marzahnes Ortsvorsteher Carsten Wuttke (3.v.l.) durchschneidet das symbolische Band für das Auffangbecken am Ortseingang. Quelle: Frank Bürstenbinder
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Marzahne

Geflutete Bankette, überschwemmte Gehwege, Wassereinbrüche auf Wohngrundstücken. Damit soll es in Zukunft in Marzahne vorbei sein. Am Donnerstag wurde auf der rechten Seite neben der Ortseinfahrt aus Richtung Radewege ein Erdbauwerk seiner Bestimmung übergeben. Es besteht aus zwei im rechten Winkel aufeinanderzulaufende Erdwälle. Die bis zu 2,50 Meter hohen Dämme begrenzen ein Auffangbecken, dass den Marzahner Ortseingang vor den Folgen eines Starkregens schützen soll.

„Das Becken kann bis zu 400 Kubikmeter Wasser aufnehmen“, erklärte Planer Michael Klenke. Hauptsächlich sollen die vom Hang des Mühlenberges heranströmenden Niederschlagsmengen an Ort und Stelle versickern. Um den Boden durchlässig zu machen, entfernte die bauausführenden Firma Grigat Bau aus Ziesar die Lehmschichten im Bereich des Beckens. „Der Aushub wurde für die Aufschüttung der Wälle wiederverwendet“, so Klenke. Wo die beiden Wälle aufeinandertreffen, ergänzt ein Notüberlauf das Bauwerk. Die Kosten lagen bei rund 40 000 Euro.

Ein Auffangbecken schützt Marzahnes Ortseingang. Quelle: Frank Bürstenbinder

Für das kommende Jahr plant die Stadt Havelsee einen zweiten Bauabschnitt. Dann soll der Überlauf per Rohrleitung an ein noch existierenden Kanal etwas unterhalb der Ortseinfahrt angeschlossen werden. Über diese Verbindung kann das Wasser unter der Fahrbahn in Richtung eines als Vorfluters dienenden Graben abgeleitet werden. „Wir wollen die Maßnahme unbedingt zu Ende bringen. Deshalb wird die Stadt dafür Geld im Haushalt einstellen“, so Havelsee-Bürgermeister Günter Noack.

Möglich wurde die in nur zweieinhalb Wochen Bauzeit fertiggestellte Maßnahme mit dem Einverständnis eines privaten Grundstücksbesitzers und der Brielower Agrar GmbH, die auf etwa 1000 Quadratmeter Ackerbewirtschaftung verzichtet. Agrar-Chef Gerhard Ullrich: „Wenn es der Sicherheit der Allgemeinheit dient, lassen wir immer mit uns reden.“ Rund um das Bauwerk ist der Acker mit Roggen bestellt. Die Wälle selbst sind mit einer Rasenansaat versehen und so verdichtet, dass sie für die Grünpflege befahrbar sind.

Marzahnes Ortsvorsteher Carsten Wuttke fiel am Tag der Übergabe ein Stern vom Herzen. Der Schutz vor Oberflächenwasser war viele Jahre lang im Dorf ein Dauerbrenner. Er erinnerte an zahllose Ortstermine und Abstimmungen. Nun sei er froh und glücklich, dass noch vor Weihnachten mit dem Schutz der Marzahner vor Elementarschäden ein wichtiges Ziel der Dorfentwicklung erreicht sei, so Wuttke.

Von Frank Bürstenbinder

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