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Brandenburg/Havel Erster Bürgermeister-Kandidat wirft Hut in den Ring
Lokales Brandenburg/Havel Erster Bürgermeister-Kandidat wirft Hut in den Ring
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12:53 29.09.2019
Guido Arndt (SPD) traut sich das Amt des neuen Bürgermeisters zu. Quelle: Foto: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Die Stadt Brandenburg braucht einen Bürgermeister. Der Vize des Oberbürgermeisters Steffen Scheller (CDU) soll künftig das Bauressort und die Stadtentwicklung verantworten. Ein Knochenjob, denn die Probleme, die anzugehen sind, sind mannigfaltig: Die Beruhigung und Neuregelung des innerstädtischen Verkehrs, die Bebauung des Packhofes und die Neugestaltung des Neustädtischen Marktes oder die Erschließung des Geländes entlang der Havel am Wiesenweg – um nur einige zu nennen.

Ausschreibung in zwei Wochen öffentlich

Wie berichtet, hat Scheller der SPD aber auch den Grünen signalisiert, dass er sich vorstellen könne, einen der ihren – wo auch immer er oder sie herkomme – zu nominieren, falls die fachliche Expertise stimme. Wie die MAZ erfuhr, gibt es seitens der SPD bereits einen Interessenten: Guido Arndt.

Der ist im SPD-Vorstand und leitender Mitarbeiter als Vertreter der Stadt im Brandenburger Jobcenter. „Als ruhig, zurückgezogen, unbeleckt aber hochanalytisch“, beschrieb ihn SPD-Chef Werner Jumpertz vor einiger Zeit. Da hatte Arndt bereits nach den Sternen greifen wollen um Vorsitzender des SPD-Unterbezirks zu werden, was dann allerdings innerhalb der Partei auf wenig Gegenliebe gestoßen war, weswegen dann doch Jumpertz zum Vorsitzenden gewählt wurde.

Arndt wartet Ausschreibung ab

Gegenüber der MAZ bestätigte Arndt seine Ambitionen. Er habe, wie er sagt, in den zurückliegenden Tagen „eine Reihe von Gespräch mit seinen Genossen geführt und Meinungen ausgetauscht.“ Er traue sich das durchaus zu, die Leitung großer Behörden sei ihm nicht fremd, er kenne sich gut aus in den Ministerien, sei mit Wirtschaftsförderung vertraut und sei in der Lage auch fachübergreifend Themen zu bündeln.

Auf die Frage nach seiner Vorbildung in Sachen Bauen und Stadtentwicklung reagiert Arndt zurückhaltend. Michael Brandt und Steffen Scheller (beide CDU), in deren Verantwortungsbereich die Themen bisher lagen, hätten mit ihrer Erfahrung ja auch das Ressort leiten können. Im Übrigen warte er jetzt ab, wie die Ausschreibung für den Bürgermeisterposten genau aussehe und werde dann entscheiden, ob er sich wirklich bewerbe. Anders als bei seinem Versuch, sich an die Spitze des SPD-Unterbezirks wählen zu lassen, hat Guido Arndt OB Steffen Scheller noch nicht über seine Pläne informiert. Angekommen sind dessen Ambitionen gleichwohl schon beim Rathauschef.

Skepsis im Lager der SPD

Der wird sich dazu allerdings nicht äußern. Ließ aber durchblicken, dass die Ausschreibung der Stelle, die in den letzten Zügen der Erarbeitung liegt, sehr wohl Wert auf Erfahrung in den Fachgebieten Bauen und Stadtentwicklung lege. Das dürfte ein K.o.-Kriterium für die Ambitionen des ehrgeizigen SPD-Mannes sein, allerdings betont Scheller, dass es um „eine Bestenauslese“ gehen werde. Sollte die Ausschreibung wie geplant in 14 Tagen veröffentlicht werden, werde man nach drei weiteren Wochen wissen, wer und wie viele Kandidaten er gäbe. Laufe alles gut, hofft Scheller zum Jahresende einen Kandidaten oder eine Kandidatin für das Amt der SVV zur Wahl vorschlagen zu können.

In der SPD sind Arndts Ambitionen derzeit ein heißes Gesprächsthema. Allerdings sei die häufigste Reaktion „Kopfschütteln und Schulterzucken“, wie es aus der Partei- und der Fraktionsführung heißt.

Von Benno Rougk

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