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Brandenburg/Havel Grundstücksmarkt: Es wird knapp
Lokales Brandenburg/Havel Grundstücksmarkt: Es wird knapp
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07:49 31.05.2019
Blick auf Teile von Neu- und Altstadt von Brandenburg an der Havel aus der Luft. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Bauland und Immobilien werden auch in der Havelstadt langsam knapp, dennoch ist das Treiben auf dem Markt noch sehr aktiv. Im Jahr 2018 registrierte der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Brandenburg an der Havel 651 Kauffälle mit einem Geldumsatz von 129,3 Millionen Euro und einem Flächenumsatz von 188 Hektar. Die Zahl der Kauffälle liegt lediglich um 0,8 Prozent niedriger als im Rekordjahr 2017, da wurden 656 Verträge registriert.

Nachfrage nach Eigentumswohnungen

Der Bau des Schillerquartiers macht Fortschritte. Hier entstehen bis zu 75 Eigentumswohnungen. Quelle: JACQUELINE STEINER

Ein ständig wachsendes Marktsegment ist das Wohnungs- und Teileigentum. 2018 wurden dafür 182 Kauffälle abgeschlossen. Davon sind 93 für Wohnungseigentum und 89 für Teileigentum registriert. 61 Grundstücke wurden zur Einfamilienhausbebauung registriert – der Trend zur „eigenen Scholle“ hält an, sagt Norbert Kordulla, der Vorsitzende des Gutachterausschusses.

In der Neustadt wurden beispielsweise im Vorjahr 85 bebaute Grundstücke mit einer Grundfläche von 153.257 Quadratmetern für 35,4 Millionen Euro ver- und gekauft. In Mahlenzien hingegen war auf dem Grundstücksmarkt am wenigsten los, hier wechselten lediglich vier landwirtschaftliche Flächen mit 175.152 Quadratmetern für 110.243 Euro den Besitzer.

Oktober ist bester Verkaufsmonat

Erfasst werden sogar die Zeiten der Immobiliengeschäfte, davon gibt es im Monat 35 bis 72, diese Zahl wurde im Oktober erreicht. Gab es im Jahr 2009 noch 31 Erwerbungen aus Zwangsversteigerungen, sind es jetzt nur noch sechs.

In fünf Fällen wurde eine Großinvestition registriert. „Eine Großinvestition liegt bei einem Kaufvertrag mit mehreren verkauften Objekten vor, welche eine wirtschaftliche Einheit darstellen“, erläutert Kordulla. Ingesamt wurden hier allein 16,9 Millionen Euro für bebaute Grundstücke mit einer Fläche von sieben Hektar gezahlt.

Die größte Steigerung gegenüber 2017 gab es beim Erwerb von Eigentumswohnungen beziehungsweise Teileigentum: Die Zahl der Fälle stieg von 144 auf 182, statt 22 wurden nun 28 Millionen Euro umgesetzt. Die gezahlten Quadratmeterpreise lagen zwischen 814 Euro im Mehrfamilienhaus und 3331 Euro für eine Wohnung nahe am Wasser.

Preise steigen moderat

Anteilmäßig dominiert nach wie vor die Grundstücksart der bebauten Bauflächen mit 42,1 Prozent an der Gesamtanzahl. Die Zahl der Verträge ging von 302 auf 274 und der Umsatz von 46 auf 42,1 Millionen Euro zurück. Der durchschnittliche Kaufpreis für ein Einfamilienhaus ist von 184.400 im Jahr 2017 auf 215.650 Euro im Vorjahr angestiegen. Die durchschnittliche Grundstücksfläche betrug 858 Quadratmeter, die Wohnfläche 129 Quadratmeter.

Bei den Doppelhaushälften stieg der mittlere Kaufpreis von 146.900 auf 151.100 Euro. Noch größer fiel der Sprung bei den Reihenhäusern aus: Wurden bei einem Verkauf 2017 im Durchschnitt 113.100 Euro erzielt, waren es 2018 schon 132.900 Euro im Schnitt. Für alle diese Daten gilt: Sie sind nicht nach Baujahr, Bauzustand und Lage differenziert, heißt es im aktuellen Grundstücksmarktbericht. Und „Ausreißer“ beim Preis wurden ebenfalls nicht für die Mittelwertbildung berücksichtigt.

Indexreihen klettern ebenfalls

Spannend ist die Entwicklung der Bodenpreise für den individuellen Wohnungsbau. Dazu ermittelt der Gutachterausschuss eine so genannte Indexreihe. Legt man den Index mit den Bodenrichtwerten vom Jahr 2000 bei 100 an, ist er nun in städtischen lagen auf 114 geklettert. Bodenrichtwerte aus 14 Gebieten werden jährlich für die Indexreihenermittlung herangezogen: Eigene Scholle, Schmöllner Weg, Wilhelmsdorf, Göttiner Landstraße, Mötzower Vorstadt, Brielower Ausbau, Görden Blumensiedlung, Görden West, Quenzsiedlung, Falkenbergswerder, Plaue Gartenstadt, Massowburg, Kirchmöser Dorf, Am Gördensee und Massowburg.

Wertanlagen sind gesucht

Der Index für Wohnbauland in dörflichen Lagen ist sogar auf 139,2 gestiegen. Hierzu wurden Daten ausgewertet aus Neuendorf, Plauerhof, Neuschmerzke, Göttin, Klein Kreutz, Schmerzke, Schützenworth, Wust und Gollwitz.

Der Immobilienmarkt in der Havelstadt dürfte weiter in Bewegung bleiben, weil es Interesse an Immobilien als Geldanlage gibt, weil die Bauzinsen niedrig bleiben und weil die Stadt auch für Zuzügler attraktiver wird.

Von André Wirsing

MAZ-Service: MAZImmo

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