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Brandenburg/Havel Gollwitz: FDP-Mann Heldt muss draußen bleiben
Lokales Brandenburg/Havel Gollwitz: FDP-Mann Heldt muss draußen bleiben
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06:06 13.06.2019
Das war die Stimmung noch weitgehend ungetrübt: Andreas Heldt, Nicole Näther (v.l.), Andreas Erlecke (4.v.l.) und Reinhard Przywara (r.) zusammen mit anderen Gollwitzern beim Dorfputz. Quelle: Privat
Gollwitz

Vier Kandidaten waren am 26. Mai angetreten und hatten sich um die drei Sitze des Ortsbeirates Gollwitz beworben. Die langjährige Ortsvorsteherin Nicole Näther (SPD), der vor einem Jahr neu nach Gollwitz gezogene Andreas Erlecke (CDU), der langjährige Ortsbeirat Andreas Heldt (FDP) und Reinhard Przywara als unabhängiger Kandidat.

402 Wahlberechtigte waren aufgerufen, ihren neuen dreiköpfigen Ortsbeirat zu wählen, 269 davon gingen zur Wahl. Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Die SPD-Kandidatin konnte 52,4 Prozent der Stimmen auf sich vereinen, der CDU-Mann bekam 19,6 Prozent und der FDP-Vertreter holte 17,1 Prozent. Der Einzelbewerber fiel mit 11 Prozent sofort durch.

Sitz geht verloren

Nun wollte Nicole Näther die Ortsbeiräte zu einer konstituierenden Sitzung einladen, um aus ihrer Mitte den Ortsvorsteher zu wählen. Und wurde überrascht, als ihr Rathaussprecher Jan Penkawa mitteilte, dass nur sie selbst und Andreas Erlecke den Sprung in das Gremium geschafft hätten, dass sie also den Ortsvorsteher unter sich wählen müssten. Andreas Heldt habe es nämlich nicht geschafft.

Hintergrund des kuriosen Ergebnisses sind der Paragraf 48 des Brandenburgischen Wahlgesetzes und das gute Ergebnis, dass Näther erzielt hat. Auch wenn sie nur allein auf der SPD-Liste stand, hat sie für die Sozialdemokraten doch zwei Plätze geholt, der dritte geht an die CDU.

Da es aber nur einen SPD-Bewerber gab, fällt der dritte Platz für die Dauer der Wahlperiode weg. Die Stimme geht der SPD verloren. Also werden nur Näther und Erlecke den Ortsbeirat von Gollwitzer bilden.

Nicole Näther holte 52 Prozent der Stimmen in Gollwitz. Quelle: Wolfgang Schönfeld

Keine Überraschung mehr erwartet

Bei der vorherigen Wahl standen nur mit Nicole Näther und Andreas Heldt zwei Kandidaten zur Wahl, die seinerzeit auch gewählt wurden, wobei Heldt weit abgeschlagen war. Dennoch war auch 2014 die Situation kurios: Der Ortsteilbürgermeister wird aus der Mitte der Kandidaten gewählt.

Obwohl Heldt das deutlich schlechtere Ergebnis hatte, schlug er sich selbst als Ortsvorsteher vor und wählte sich, während Näther sich selbst die Stimme gab. Das Ergebnis: Patt. Letztlich musste das Los entscheiden, Nicole Näther gewann.

Theoretisch könnte es wieder zu einer solchen Situation kommen, praktisch eher nicht. Andreas Erlecke hatte sich bereits im Vorfeld der Wahl dafür ausgesprochen, auch künftighin mit der bisherigen Ortsvorsteherin arbeiten zu wollen. Aus dem Lager der CDU war nun zu hören, man werde das eindeutige Votum der Gollwitzer zu Gunsten der Amtsinhaberin tolerieren.

Heldt hat sich offenbar verkalkuliert

Für Andreas Heldt ist die Situation sehr bitter. Nicht genug, dass er erneut Näther mit weitem Abstand unterlag, auch der erst jüngst zugezogene Andreas Erlecke ließ ihn hinter sich.

Offenbar haben ihn die Gollwitzer bewusst abgestraft: Der einstige Amtsausschussvorsitzende von Emster-Havel und Amtsdirektor von Nennhausen Heldt hatte sich wenige Tage vor der Wahl mit einer Wurfsendung an alle Haushalte in Gollwitzer gewandt und ihnen ein Angebot unterbreitet, dass viele als unmoralisch und erpresserisch empfanden. Heldt warb für sich und schrieb: „Ihre Stimmen vorausgesetzt, gewährleiste ich auch in Zukunft Zugang zum See sowie die Pflege der Badestelle.“

Der Hintergrund: Der Zugang zum Gollwitzer Erdeloch geht von der Schloßallee ab und führt über ein Grundstück des liberalen Kandidaten. Wer also im See baden oder sich abkühlen möchte, betritt automatisch Heldt-Land. In den Sommermonaten nutzen etliche Bürger diesen Weg.

Was allerdings die wenigsten wissen: Beim Verkauf des vormals kommunalen Grundstückes wurde ein Nutzungsrecht für die Bürger festgeschrieben. Der Weg kann also nicht einfach gesperrt werden.

Von Benno Rougk

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