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Brandenburg/Havel Fahrradschule mit der Polizei
Lokales Brandenburg/Havel Fahrradschule mit der Polizei
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19:11 30.04.2019
Zur Fahrradprüfung trafen sich die Schüler und Schülerinnen der Klasse 4b der Wilhelm-Busch-Schule auf dem Hof. Die Prüfung nahmen Mario Fuchs (hinten.) und Mario Kirstein (rechts) vom Präventionsteam der Polizei ab. Beim Info-Rundgang zeigte Inga Wolter (auf dem Rad) wie der Parcour abzufahren ist. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Inga Wolter hat Mut: Sie macht die Vorfahrerin für die ganze Gruppe aus der 4b der Wilhelm-Busch-Grundschule auf dem Görden. Etappe für Etappe bewältigt sie auf dem Fahrrad im Parcours auf dem Schulhof, sie erklärt selbst, wie sie sich beim Vorfahrtsschild, am Fußweg oder im Kreisverkehr zu verhalten hat.

Die Polizisten Mario Fuchs und Mario Kirstein haben ein freundliches Auge auf sie, schließlich sind die Präventionsbeamten nicht zum Bestrafen, sondern als „Lehrer“ hier. Plötzlich macht die Zehnjährige einen Fehler: Beim Ausfahren aus dem Kreisverkehr nimmt sie die linke statt die rechte Hand. Hier bleibt die Verwechslung noch folgenlos, im echten Straßenverkehr wäre es schlimmer.

Der Verkehrsgarten ist erst über Ostern durch den Bauhof und die Firma Zemke auf Vordermann gebracht worden. Jetzt lässt sich für die Kinder wieder sicher und übersichtlich trainiert werden.

Das weiß auch Inga genau. Sie fährt gerne Fahrrad, doch zu Hause ist das ein Problem, weil die Familie an eine viel befahrenen Straße wohnt. „Mit meinen Eltern mache ich aber gerne Radtouren. Ich finde Radfahren schön“, erzählt das Mädchen.

Die Sache mit den Radfahrprüfungen an den Schulen hat jahre- und jahrzehntelang gut geklappt, war dann aber zeitweise fast eingeschlafen. „Glücklicherweise hat das Bildungsministerium ein neues Programm dafür aufgelegt“, sagt Hauptkommissar Fuchs.

In der Praxis sieht das so aus, dass an den Schulen im Sachkunde-Unterricht das theoretische Wissen für das Verhalten im Verkehr erworben wird, die Polizei nimmt dann die praktische Fahrprüfung ab. Fällt ein Kind durch, gibt es wie überall die Chance zur Nachprüfung, gleichzeitig werden die Eltern informiert mit Hinweisen auf noch bestehende Defizite bei den betroffenen Mädchen und Jungen. „Einige Kinder haben schon noch Schwierigkeiten, fest auf dem Rad zu sitzen. Einige sind noch wackelig, da fehlt die Balance. Ebenso trauen sich einige nicht, eine Hand vom Lenker zu nehmen. Da sind die Eltern in der Pflicht, das mit den Kindern zu üben“, sagt Polizist Mario Kirstein.

Gleichzeitig gibt es für alle das gemeinsame Angebot von ADAC-Ortsclub und Geschäftsstelle, in Kursen die Geschicklichkeit auf dem Rad zu üben, beispielsweise im Slalom, in der engen Gasse oder beim einhändigen Fahren, wenn die andere Hand zur Richtungsanzeige vor dem Abbiegen benötigt wird.

„Wir begleiten die Radprüfungen von April bis Juni bei 30 vierten Klassen. Rechnet man jeweils 25 Schüler, kommt man auf etwa 750 Schüler. Das ist schon eine stattliche Zahl“, erzählt Angelika Christel, die sich seit 22 Jahren ehrenamtlich im ADAC-Ortsclub engagiert. Zudem gebe es ab September die Möglichkeit, die ADAC-Helfer schon in die dritten Klassen einzuladen, damit die Kinder ohne Prüfungszwang und unbelastet schon einmal unter Anleitung üben können.

„Unsere Kampagne heißt ja bewusst ,Mit Sicherheit ans Ziel’“, sagt Andrea Lucas-Höfke von der ADAC-Geschäftsstelle. Die Kurse seien für alle Kinder kostenfrei, belohnt werden sie nach erfolgreichem Abschluss mit einer Medaille. Die Besten fahren dann um die Kreismeisterschaft.

An der Wilhelm-Busch-Schule in der Beethovenstraße gibt es die besten Voraussetzungen zum Üben, schließlich gibt es hier den einzigen Parcours der Jugendverkehrsschule. „Wir sind sehr froh darüber, dass es gelungen ist, über Ostern mit dem Bauhof und der Firma Zemke gemeinsam den Kurs wieder herzurichten“, sagt Andrea Lucas-Höfke. Die alten Markierungen waren so verblöasst, dass sie für die Kinder kaum noch sichtbar waren. Doch jetzt ist wieder eindeutig alles zu sehen. Wenn alles richtig gelernt worden ist, sollte sich die Zahl der Fehler bei den jungen Radfahrern minimieren. Das ist ja auch wichtig, weil die Kinder spätestens ab dem Alter von zehn Jahren nicht mehr auf dem Bürgersteig fahren dürfen, sondern Radwege oder die Fahrbahn benutzen müssen.

Von André Wirsing

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