Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Riesenfreude bei Eliyas und Alexander
Lokales Brandenburg/Havel Riesenfreude bei Eliyas und Alexander
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:02 24.12.2019
Sterntaler-Freude in Michelsdorf: Alexander mit seinem kleinen Bruder und Jens Flögel mit Eliyas’ Mutter Donathe Hennig. Quelle: Ruediger Boehme
Anzeige
Michelsdorf

Als Alexander das Technik-Bastel-Roboter-Set aus der großen MAZ-Sterntaler-Tasche auspackt, strahlen seine Augen. Der Zwölfjährige ist begeistert und lacht über das ganze Gesicht. Sein anderthalbjähriger Bruder Eliyas zieht derweil aus einer Tasche, die fast größer ist als er selbst, das Zubehör für eine Toniebox heraus. Ein Spielzeug mit bunten Figuren, das sich seine Eltern, Donathe Hennig und Jens Flögel für ihren kleinen Sohn von MAZ-Sterntaler gewünscht haben. Das Hauptgeschenk steht bereits in der Küche, ein 160 Liter fassender Gefrierschrank für Eliyas Spezialnahrung. Die ist für den anderthalbjährigen Lockenkopf lebenswichtig.

Eliyas leidet an einer sehr seltenen unheilbaren Stoffwechselkrankheit, unter Fachleuten bekannt als Morbus Waldheim. Sein Dünndarm kann normale Lebensmittel nicht verdauen, starke Bauchschmerzen, Durchfall und Verstopfung sind die Folge. Immer wieder muss Eliyas dehydriert an einen Tropf. Harmlosen Infekten kann seine Immunabwehr kaum etwas entgegensetzen.

Anzeige

Hauptgeschenk ist ein Gefrierschrank

In dem Gefrierschrank kann die Michelsdorfer Familie nun die Spezialnahrung aufbewahren. Der bisherige Gefrierschrank war dafür viel zu klein. Nun können die Eltern immer ausreichend von Elias Nahrung vorrätig haben, auf die ihr Wildfang angewiesen ist.

Im Wohnzimmer hat sich die vierköpfige Patchwork-Familie für die Sterntaler-Bescherung versammelt. Jetzt, an Weihnachten ist auch Alexander dabei, er ist Eliyas Halbbruder und stammt aus einer früheren Beziehung des Vaters. Auf dem Tisch steht ein großer MAZ-Sterntaler-Präsentkorb, gefüllt mit weihnachtlichen Köstlichkeiten. Natürlich ist auch Schokolade dabei. „Den Korb stellen wir am besten neben dein Bett“, sagt Jens Flögel lachend zu seinem Sohn. Der nickt begeistert.

Spiele für die ganze Familie

Auch eine Nitendo Switch und Gesellschaftsspiele sind in einer der MAZ-Sterntaler-Taschen dabei. Dazu Bekleidungsgutscheine für die ganze Familie. Danathe Hennig nimmt den kleinen Eliyas auf den Schoß, der zieht vorsichtig Umschlag für Umschlag mit den Gutscheinen aus einer Weihnachtstüte und staunt. Die bunten Karten faszinieren ihn. Seine 30-jährige Mutter, von Beruf Pferdewirtin, lacht.

Alle Gutscheine kommen zurück in die Tasche; in den nächsten Tagen wird die Familie einen Großeinkauf machen können. Gut verpackt ist auch eine neue Lampe für das Kinderzimmer, für die Sterntaler zudem noch die passenden LED-Lampen besorgt hat. Sie muss nur noch montiert werden in Alexanders und Eliyas’ Zimmer.

Freudentag nach all den Sorgen

Nach all den schwierigen Monaten in diesem Jahr, den Sorgen und dem Bangen, ist es ein Freudentag, den die MAZ-Sterntaler-Spender der Michelsdorfer Familie geschenkt haben. Wochenlange Klinikaufenthalte, immer und immer wieder neue Einweisungen, weil es Eliyas wieder schlecht ging, liegen hinter ihr und ein Ende der Klinik-Odyssee ist noch nicht absehbar.

Die Eltern zeigen sich froh und erleichtert über diesen glücklichen Tag. Verstärkt wird das, weil es noch eine gute Nachricht gibt. Es hat sich in Groß Kreutz eine Tagesmutter gefunden, die Eliyas auch Medikamente geben darf. Bisher musste ein Elternteil immer bei dem kleinen Sonnenschein sein. Bei der Tagesmutter ist ab Januar nun ein Platz frei geworden für den Anderthalbjährigen. Auch das ermöglicht den Eltern, ein Stück weit Normalität zu leben, die auch für Alexander so wichtig ist, der immer wieder für seinen kleinen Bruder zurückstecken muss.

Neues Zuhause gesucht

Jetzt fehlt nur noch ein neues Zuhause, die drei Räume, die sie in Michelsdorf hat, sind zu beengt für die vierköpfige Familie. „Eine Vier-Zimmer-Wohnung hier in der Region zwischen Werder, Groß Kreutz (Havel) und Kloster Lehnin wäre schön“, sagt Donathe Hennig, die für die MAZ-Sterntaler-Hilfe wie ihr Lebensgefährte sehr dankbar ist.

Auch die MAZ dankt allen Lesern, die so ein großes Herz bewiesen und fleißig gespendet haben für Familie Hennig-Flögel und alle anderen Sterntaler-Familien.

Von Marion von Imhoff

Brandenburg an der Havel - Oberbürgermeister besucht Kinderklinik
24.12.2019
24.12.2019