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Brandenburg/Havel Feuerwehr rettet Fuchs aus Klärbecken
Lokales Brandenburg/Havel Feuerwehr rettet Fuchs aus Klärbecken
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11:41 02.03.2018
Mit einer Schlinge musste der Fuchs aus dem Wasser gezogen werden. Quelle: privat
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Brandenburg/H

Mit dem Einsatzstichwort „Tier in Not“ sind die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Kirchmöser zu einem ungewöhnlichen Einsatz gerufen worden.

In einer Kläranlage stellte befand sich ein Fuchs vermutlich schon längere Zeit in einem zum größten Teil ausgepumpten Klärbecken. Ein selbstständiges Befreien war unmöglich, da das Becken mit einer Teichfolie bedeckt ist, welche extrem rutschig ist. Um den Fuchs aus dieser misslichen Lage zu retten, haben zwei Feuerwehrleute mehrere Steckleiterteile in das Becken hinabgelassen. Mitarbeiter der Anlage versicherten den Einsatzkräften, dass der Beckenboden stabil sei und das Wasser maximal kniehoch stehe. Also bekamen die Feuerwehrmänner Wathose, Köcher und Schlinge verpasst.

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Zwei Kollegen konnten zeigen, was sie im Fach „Halten“ beim „Arbeiten im absturzgefährdetem Bereich“ gelernt haben: Die Retter sind jeweils mit einem Brustbund gesichert, die Sicherungsmänner hatten einen Halbmastwurf in den Feuerwehrhaltegurt eingelegt und sich zusätzlich noch mit diesem eine Standplatzsicherung geschaffen.

Es gab zwei Rettungspläne: Plan 1 war, das Tier zur Steckleiter zu treiben, so dass es selbstständig das Becken verlassen könnte. Jedoch hatte der Fuchs zu viel Angst vor der unbemannten Leiter. Also musste das Tier gefangen werden. Als der Fuchs im knietiefen Wasser zu schwimmen begann, war er langsamer als der Feuerwehrmann, der ihn schließlich mit der Schlinge zu packen bekam.

Das Tier wurde an den „Gerätewagen Tier“ der Berufsfeuerwehr übergeben. „Dort ist er kurz auf Verletzungen und sonstige Auffälligkeiten untersucht worden. Danach wurde er wohlbehalten wieder ausgesetzt“, sagt der zuständige Beigeordnete Michael Brandt (CDU).

Von André Wirsing