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Brandenburg/Havel Vermutlich Brandstiftung: Flammenmeer in der Upstallstraße
Lokales Brandenburg/Havel Vermutlich Brandstiftung: Flammenmeer in der Upstallstraße
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15:50 22.10.2019
Die ehemalige Tankstelle auf dem ehemaligen Kasernengelände in der Upstallstraße brannte Samstagnacht. In Flammen gingen unter anderem zahlreiche Paletten und ein Kleintransporter auf. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Feuerwehrleute aus der Stadt und den Ortsteilen kämpften seit dem späten Sonnabendabend gegen ein Großfeuer in der Upstallstraße. Kurz nach 23 Uhr waren sie alarmiert worden. Das gewaltige Flammenmeer hatte einen Teil der ehemaligen Rolandkaserne ergriffen. Dabei handelt es sich um ein abgetrenntes Betriebsgelände, zu dem auch die einstige Tankstelle gehört.

Der Schein des Feuers ist in ganz Hohenstücken, bis nach Nord und Brielow zu sehen. „Wir ziehen Feuerwehren aus der gesamten Stadt zusammen und gehen bei den Löscharbeiten in mehreren Abschnitten vor“, sagte Einsatzleiter Meik Jäger von der Berufsfeuerwehr der MAZ. 60 Feuerwehrleute waren im Einsatz, bestätigt Heiko Andert, Schichtführer in der Leitstelle: Neben der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr aus Brandenburg noch die Wehren aus Mahlenzien, Plaue, Klein Kreutz, Schmerzke, Göttin, Wust, Gollwitz und Kirchmöser.

Feuerwehrleute aus der Stadt und den Ortsteilen kämpfen seit dem späten Sonnabendabend gegen ein Großfeuer in der Upstallstraße, mehr als 60 Einsatzkräfte mussten anrücken.

Das Feuer loderte in Nachbarschaft des Asylbewerberheims, eine unmittelbare Gefahr für die Bewohner bestand nicht. Allerdings achtete der Wachschutz darauf, dass sich aus Sicherheitsgründen keine Personen im Außenbereich aufhalten. Entzündet hatten sich etwa 400 Holzpaletten unter einem großen Schleppdach, das Außmaße von 100 x 20 Metern hatte.

Gebäudeteile fallen in sich zusammen

Kameraden der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehren aus den Ortsteilen bauten lange Schlauchstrecken zu Hydranten auf. Nach etwa einer Stunde begnnen erste Gebäudeteile in sich zusammenzufallen. Auch ein Kleintransporter, ein Container und ein kleineres Gebäude werden Opfer der Flammen.

Zu den Ursachen des Feuers und zur Schadenshöhe lassen sich derzeit keine verlässlichen Angaben machen. „Wir können Brandstiftung als Ursache nicht ausschließen“, so Feuerwehr-Einsatzleiter Jäger. Der Verkehr in der Upstallstraße sei nicht behindert. Kraftfahrer mussten aber jederzeit mit Einsatzfahrzeugen rechnen. Die Löscharbeiten würden wahrscheinlich die ganze Nacht hindurch andauern, das Wichtigste war gegen 5 Uhr erledigt, sagt Andert.

Mit Kanister weggerannt

Er selbst beteiligt sich nicht an Spekulationen zur Ursache, hat aber von Einsatzkräften erfahren, dass eine Person beobachtet wurde, als sie mit einem Kanister wegrannte.

Übergabe an Polizei vorbereitet

„Der A-Dienst und die Besatzung eines Tanklöschfahrzeuges sind an diesem Sonntagmorgen seit 9 Uhr vor Ort, um zu checken, ob es noch Bedarf an Löscharbeiten gibt. Vom städtischen Bauhof wurde ein Bagger organisiert, um die Reste auseinander zu ziehen“, sagt Andert.

Die Feuerwehr habe den Einsatzort bis 9.30 Uhr noch nicht an die Polizei übergeben, erst dann würden Brandursachen-Ermittlungen offiziell beginnen, sagt der Dienstgruppenleiter der Inspektion Guido Plank am Sonntagmorgen. Am Mittag bestätigte er, dass die Kriminalpolizei wegen des Verdachts der Brandstiftung ermittele.

Von Frank Bürstenbinder und André Wirsing

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