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Brandenburg/Havel Fliegendes Fahrrad vorm Industriemuseum: Rarität beim großen Oldtimertreffen
Lokales Brandenburg/Havel Fliegendes Fahrrad vorm Industriemuseum: Rarität beim großen Oldtimertreffen
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05:03 27.07.2019
Stefan Zimmermann und Carmen Müssig zeigen, wie das Fallschirmjäger- Klappfahrrad zusammengebaut wird. Dieses Brennabor-Fahrrad ist ein rares Sammlerstück. Quelle: Ina Schidlowski
Brandenburg/H

 „Wir zählen die Besucher zwar nicht, aber im vergangenen Jahr kamen schätzungsweise 2000 Gäste, um die rund 500 historischen Fahrzeuge zu sehen“, sagt Stefan Zimmermann.

Am Samstag, 27. Juli, verwandelt sich der Platz vor dem Industriemuseum in der August- Sonntag- Straße 5 in Brandenburg an der Havel wieder in einen Treffpunkt für knatternde, blubbernde, hochglanzpolierte Oldtimer. Vom Fahrrad, Motorrad und Stationärmotor bis zum PKW ist jedes historische Fahrzeug willkommen.

„Über Facebook haben wir bereits zahlreiche Zusagen erhalten“, weiß Zimmermann zu berichten. So werden wohl auch beim 4. Oldtimertreffen die Liebhaber alter Technik wieder ein buntes Treiben mit Schwalbe, Cadillac, Brennabor und Co. erleben.

Für Stefan Zimmermann ist das Oldtimertreffen am 27. Juli in Brandenburg an der Havel eine gute Gelegenheit, seine neueste Errungenschaft zu zeigen. Eine Rarität. Ein Fallschirmjäger-Klappfahrrad der Marke Brennabor von 1940.

Viele der anreisenden Gäste sind vor allem auch vom Veranstaltungsort fasziniert und nutzen die Möglichkeit, sich in der ehemaligen Stahlwerkshalle mit dem monumentalen Siemens-Martin-Ofen umzusehen.

Wie in den vergangenen Jahren haben die Organisatoren Jan Ritzmann, Stefan Zimmermann sowie dessen Lebensgefährtin Carmen Müssig einen Moderator engagiert, der die Fahrzeuge vorstellen wird. Auch DJane „Manu-Tanzratte“ ist wieder mit von der Partie und legt Jive- und Swingmusik der 1920er- bis 1960er-Jahre auf.

Präsentationsläufe vor der Ofenhalle

Mit den Präsentationsläufen wird allen Motorsportfans ein echtes Live-Erlebnis geboten. Auf einer kleinen abgesperrten Teststrecke neben der einstigen Ofenhalle dürfen die Oldtimer vorgeführt und ordentlich beschleunigt werden.

Für Stefan Zimmermann ist das Treffen eine gute Gelegenheit, seine neueste Errungenschaft zu zeigen. Eine Rarität. Ein Fallschirmjäger-Klappfahrrad der Brandenburger Marke Brennabor von 1940. Weltweit gibt es noch knapp 15 Exemplare, erklärt er und von den Abwurfkörben und den dazu gehörigen Anhängern nur noch fünf.

Fliegendes Rad in Lettland entdeckt

Zur Verdeutlichung breitete er für die MAZ schon mal im Vorfeld den Fallschirm aus, holte behutsam das nachtschwarze Rad, das der Sammler übrigens in Lettland fand, aus dem Korb und baute es auf einer Wiese bei Kirchmöser zusammen. So, als wäre es gerade gelandet. Im Korb selbst (Stahlrohrgestell mit Pappe verkleidet), sei solch ein Rad ebenfalls sturzsicher aufgehängt gewesen.

Seltenes Exemplar für die Brennabor-Sammlung

Er ist sich sicher: Dieses Rad war definitiv einmal im Einsatz, sprich in der Luft. Und dann beginnt er mit Begeisterung von den Details, von Muffen und Messinglot, von Steuerkopfschildern und Codierungen zu sprechen. Eine feine kleine Fachsimpelei, die wohl zum Treffen am Samstag erst richtig in Gange kommen wird.

Dem fliegenden Brennabor-Drahtesel ist’s egal. Er wird ins Industriemuseum einziehen und in Zukunft die dortige Sammlung bereichern.

Ein kleiner Tipp für die Besucher: Früh aufstehen, lohnt sich. Erfahrungsgemäß rollen die meisten Oldtimer äußerst pünktlich an und sind bereits mit Veranstaltungsbeginn um 10 Uhr vor Ort.

Von Ina Schidlowski

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