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Brandenburg/Havel Förster: Schaffer ist „grandios gescheitert“
Lokales Brandenburg/Havel Förster: Schaffer ist „grandios gescheitert“
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16:32 12.11.2018
Der frühere Stadtwerke-Aufsichtsrat Alfredo Förster (SPD) hält das Vorgehen des CDU-Fraktionschefs Jean Schaffer in Sachen angekündigter Preissenkungen für Strom und Gas als „bewusst irreführend“. Quelle: Archiv
Brandenburg/H

Nicht mit Häme spart der frühere Stadtwerkeaufsichtsrat Alfredo Förster (SPD) gegenüber dem Fraktionschef der CDU Jean Schaffer: „Oft ist es ein kurzer Weg von einer tragenden zu einer tragischen Figur!“ Die CDU und insbesondere ihr Fraktionschef Schaffer „sind mit ihrem groß angelegten Vorstoß zur Senkung der Energiepreise nun grandios gescheitert“, schreibt der Förster in einer Presseerklärung.

Strompreise werden jetzt erhöht

Wie die MAZ berichtete, war Schaffer Ende Oktober mit Zahlen zu Preisen von Gas und Strom der Brandenburger Stadtwerke in die Öffentlichkeit gegangen, die das Unternehmen wenig später als falsch und unseriös bezeichnete. Gleichwohl hatte Schaffer für die CDU-Fraktion gefordert, die Stadtwerke sollten ihre Preise bei Gas um 15 Prozent und bei Strom um 10 Prozent senken. Von Schaffers Vorstoß wusste der Oberbürgermeister und Stadtwerkeaufsichtsrat Steffen Scheller (CDU) nichts. In der Folge stellte sich Scheller hinter das Unternehmen.

Wie die MAZ in ihrer Samstagsausgabe berichtete, werden die Stadtwerke nun sogar die Strompreise erhöhen. Und selbst wenn, wie von den Stadtwerken angekündigt, Bürger über längerfristige Verträge Gas von den Stadtwerken beziehen und dadurch Rabatte bekommen, läuft es – Gas und Strom zusammen betrachtet – am Ende auf eine Preiserhöhung für die Kunden hinaus.

„Als Tiger gesprungen, als Bettvorleger gelandet“

„Als Tiger gesprungen, als Bettvorleger gelandet, könnte man nun spöttelnd schreiben, hätte diese Tragödie nicht einen bitteren und faden Beigeschmack für die Stromkunden in unserer Stadt“, so Alfredo Förster. Denn was die CDU fälschlich als „Entlastung durch kundenorientierte Preisgestaltung“ ankündigte, sei „bewusst irreführend“. Er, Förster, frage sich: glauben Schaffer und die CDU-Fraktion „wirklich, die Bürger dieser Stadt merken gar nichts mehr?“

Mit Blick auf die von Schaffer angekündigten Einsparpotenziale bei Gas- und Strompreisen und das Ergebnis hoffe er nur, dass „in den Fokus der Stadt-CDU so kurz vor der nächsten Kommunalwahl nicht auch die Gebühren für Wasser und Abwasser, Müll oder Straßenreinigung rücken werden.“

Die Gewinne nahm auch Förster gern mit

In den Jahren, in den Förster vor seinem Wechsel von den Linken zur SPD im Aufsichtsrat der Stadtwerke saß, hatte er wiederholt öffentlich gefordert, die Preise der Stadtwerke zu senken und auch als einziger Aufsichtsrat gegen Preiserhöhungen gestimmt. Gleichzeitig ist nicht bekannt, dass Förster sich gegen Projekte gestellt hätte, die mit den Gewinnen der Stadtwerke realisiert wurden. Dazu gehört beispielsweise die alljährliche, millionenschwere Unterstützung der Brandenburger Verkehrsbetriebe über die Technischen Werke Brandenburg, die die kommunalen Anteile der Stadtwerke-Gewinne verteilen.

Von Benno Rougk

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