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Brandenburg/Havel Fotografieren ist Lebensfreude: Der Fotoclub zeigt seine schönsten Bilder
Lokales Brandenburg/Havel Fotografieren ist Lebensfreude: Der Fotoclub zeigt seine schönsten Bilder
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08:03 29.10.2019
Zur Vernissage sollen alle Bilder korrekt hängen. Die Mitglieder des Fotoclubs beraten über die Anordnung und steigen auch selbst auf die Leiter. Quelle: Ina Schidlowski
Brandenburg/H

Es ist Mittwoch 19 Uhr. Der Raum 005 im Erdgeschoss der Volkshochschule (VHS) in Brandenburg an der Havel füllt sich allmählich. Siegmund Petereit ist schon seit Stunden da. Er rahmt Bilder ein, plant, organisiert, bereitet vor. Als Leiter des Fotoclubs „Color und Schwarzweiß“ ist er seit 25 Jahren leidenschaftlich bei der Sache.

Der Fotoclub Color und Schwarzweiß in Brandenburg an der Havel besteht seit einem Vierteljahrhundert. Das ist Anlass für die Mitglieder, ihre schönsten Bilder der Öffentlichjkeit zu zeigen. Die Fotos sind ab Mittwoch in einer großen Jubiläumsschau zu sehen.

„Ich glaube, er wurde mit einer Kamera geboren“, ist von einem der Club-Mitglieder zu vernehmen. Einige von ihnen, derzeit sind es 23, sind von Anfang an dabei. Andere erst seit ein oder zwei Jahren. Es ist eine bunte Mischung von Menschen aller Altersgruppen. Sie vereint das gemeinsame Hobby Fotografie.

Die Geheimnisse der Fotografie

Was treibt sie an, immer wieder auf den Auslöser zu drücken und sich jeden Mittwoch der konstruktiven Kritik zu stellen? Erich von Paschke, seit 24 Jahren aktives Mitglied, bringt es auf den Punkt: „Mit wem sollte ich sonst die geheimsten Dinge der Fotografie bereden?“

Es geht ums Fachsimpeln, Gestalten, um Technik und Inspiration. Und wo sind eigentlich die Kameras? „Zum wöchentlichen Treffen hat jeder nur seinen USB-Stick dabei“, verrät Jens Friebel. Und tatsächlich präsentieren die meisten der Anwesenden ein Speichermedium mit den neuesten Werken.

Der Clubchef ist der Dirigent

Eine Woche vor der Vernissage bleibt nicht viel Zeit dafür. Noch müssen Bilder ins Treppenhaus getragen und dort aufgehängt werden. Es wird gemeinsam beraten, doch der Regisseur ist und bleibt Siegmund Petereit. Wie ein Dirigent flitzt er zwischen den am Boden liegenden, gerahmten Fotos hin und her, verschiebt, tauscht aus, bis er zufrieden ist. „Er kann das einfach am besten“, sagt Jens Friebel und steigt auf die Leiter, um die am Boden liegenden Bilder in genau dieser Anordnung an die Wand zu bringen.

Die besten Bilder aus 25 Jahren Arbeit

Doch wie soll man aus 25 Jahren Clubgeschichte die passenden Bilder auswählen? „Das Motto lautet Lebensfreude-Fotografie“, sagt Siegmund Petereit und erläutert die einzelnen Themenbereiche.

Dabei hat er ganz bewusst Bilder für die verschiedenen Etagen im Treppenhaus ausgewählt. Tiere, Kinder, Architektur und Landschaften sind im Erdgeschoss zu sehen. „Dort halten sich oft Schüler auf und das könnte sie ansprechen“, so seine Meinung.

In den oberen Etagen hängen Porträtfotos, Straßenszenen oder Stillleben. Interessant dabei ist, dass analoge Fotografie auf digitale trifft. Dass 23 Jahre alte Bilder neben frisch fotografierten hängen.

Freunde der analogen Technik

Erich von Paschke und Jürgen Schröder sind nach wie vor fasziniert von der analogen Technik. „Das ist aktueller denn je“, sagt Paschke und berichtet von den neuen Filmen, die auf den Markt gekommen sind. „Das Handling mit dem Film macht das Fotografieren erst greifbar“, sagt Jürgen Schröder und schwärmt von der Gestaltung im Labor unter Rotlicht, wenn man mit Spannung zusieht, wie in der Fotoschale langsam das Bild entsteht.

Im Raum 005 werden Laptop und Beamer angeschlossen, die Leinwand entrollt und das Licht gelöscht. Bianca Hennig und Dirk Hildebrandt zeigen die Ergebnisse ihres Rockabilly-Fotoshootings. Konzentrierte Stille im Raum. Dann kommt vorsichtig der eine oder andere Hinweis.

Achtsames Umgehen und behutsame Kritik

Die Fotografen gehen achtsam miteinander um. Für Siegmund Petereit ist das eine kurze Möglichkeit, die Brotdose aus der Tasche zu holen. Sein Abendessen verschlingt er zwischen zwei der gezeigten Fotos. Dann gibt auch er Tipps zur Bildgestaltung.

Seit 1994 hat Siegmund Petereit 770 Teilnehmern im Grundkurs die Fotografie näher gebracht, er hat mit den Mitgliedern des Fotoclubs verschiedenste Themen bearbeitet, Fotoreisen unternommen, zum Beispiel in den Harz und etliche Ausstellungen organisiert.

Die neueste wird nun am Mittwoch, 30. Oktober, um 19 Uhr mit einer Vernissage in der Volkshochschule am Wredowplatz 1 feierlich eröffnet.

Bis zum 15. Januar sind die Bilder im Treppenhaus ausgestellt und können von montags bis freitags in der Zeit von 10 bis 17 Uhr betrachtet werden.

Von Ina Schidlowski

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