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Brandenburg/Havel Vermisste Schwimmerin: Erfolgloser Sucheinsatz auf dem Riewendsee
Lokales Brandenburg/Havel Vermisste Schwimmerin: Erfolgloser Sucheinsatz auf dem Riewendsee
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17:48 26.07.2019
Die DRK Wasserwacht bereitet sich auf den Taucheinsatz vor. Quelle: André Wirsing
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Riewend

Großeinsatz auf dem Riewendsee am Freitagnachmittag: Um 12.18 Uhr trifft der Notruf in der Rettungsdienstleitstelle Brandenburg ein. Ein Mann hat eine 56 Jahre alte Frau aus dem Havelland schwimmen sehen, sie wollte wohl von der Riewender Badestelle aus zur anderen Seite schwimmen und dann zurückkehren. Plötzlich ruft die Frau mehrfach um Hilfe und verschwindet. Eine andere Frau am Strand setzt den Notruf ab.

25 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr des Amtes Beetzsee, aus Radewege, Päwesin und Riewend, 12 Berufsfeuerwehrleute aus Brandenburg an der Havel, fünf Rettungsschwimmer der DLRG und ein knappes Dutzend Frauen und Männer der DRK-Wasserwacht treffen an der Unglücksstelle ein.

25 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr des Amtes Beetzsee, aus Radewege, Päwesin und Riewend, 12 Berufsfeuerwehrleute aus Brandenburg an der Havel, fünf Rettungsschwimmer der DLRG und ein knappes Dutzend Frauen und Männer der DRK-Wasserwacht treffen an der Unglücksstelle ein. Die Berufsfeuerwehr hat ein Boot dabei, die Freiwiliigen kommen mit zwei Schlauchbooten, die Rettungsorganisationen haben ohnehin welche. Mit der Wasserschutzpolizei suchen insgesamt sechs Boote.

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Zunächst gehen die ABC-Taucher ins Wasser, sie sind mit Maske, Schnorchel und Flossen ausgestattet. Die Sichttiefe beträgt gerade 30 Zentimeter, ab vier Meter Tiefe ist komplett dunkel. Der See ist zwischen vier und sechs Meter tief. Deshalb bilden die Tauchtrupps Suchketten, setzen Bojen und suchen von dort abschnittsweise den See systematisch ab. Jedenfalls die Flächen, wo die Frau vermutet wird.

DLRG, DRK, Wasserwacht, Feuerwehren und Polizei waren gemeinsam auf dem See im Einsatz. Quelle: André Wirsing

Zuvor hat der Polizeihubschrauber mit normaler und Wärmebildkamera den See überflogen. „Aber wir haben nur auf Sicht suchen können“, sagt Dienstgruppenleiter Andreas Friedrich. Das Echolotgerät des Wasserrettungstrupps der Berufsfeuerwehr hatte auch keinen Erfolg, sagt Einsatzleiter Ingo Dreibrodt.

Schließlich mussten die Rettungstaucher der Wasserwacht ran. In der Haupturlaubszeit sind nur zwei von fünf der Spezialisten verfügbar. „Wir können den Einsatz nur so lange fahren, bis die Taucher verschlissen und die Flaschen alle sind. Dann müssen wir abbrechen und gegebenenfalls am Sonnabend weitersuchen“, sagt Polizeihauptkommissar Friedrich. Seine Kollegen haben das Fahrrad der Frau an der Badestelle sichergestellt und die Angehörigen informiert. Diese trafen gegen 16 Uhr in der Brandenburger Inspektion ein.

Zu dieser Zeit geht der erste Rettungstaucher ins Wasser. Die beiden wechseln sich ab. Doch große Chancen haben sie keine in dem tiefen Gewässer, zudem gibt es am Boden eine relativ dicke Modder- und Schlickschicht.

Von André Wirsing

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