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Brandenburg/Havel Fünf Fragen an die Kandidaten: Was diese Bewerber für Brandenburg an der Havel wollen
Lokales Brandenburg/Havel Fünf Fragen an die Kandidaten: Was diese Bewerber für Brandenburg an der Havel wollen
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18:06 27.04.2019
Dort geht es zum Wahlraum: Hinweisschild in einem Wahllokal. Quelle: Victoria Barnack
Brandenburg/H

 Am 26. Mai haben die Einwohner der Stadt Brandenburg an der Havel die Wahl. Bei der Kommunalwahl bestimmen die Bürger, wer sie in Stadtverordnetenversammlung und Ortsteilen vertreten soll. Insgesamt 327 Bürgerinnen und Bürger bewerben sich um ein Stadtverordnetenmandat.

Die MAZ hat die fünf Erstplatzierten aller Parteien in den drei Wahlkreisen eingeladen, fünf Fragen zu beantworten. Hier die Antworten, die uns Kandidatinnen und Kandidaten aus dem Wahlkreis 2 geschickt haben.

Der Wahlkreis 2 in Brandenburg an der Havel umfasst die Stadtteile Dom und Neustadt sowie die Ortsteile Klein Kreutz/Saaringen, Gollwitz, Wust, Schmerzke und Göttin.

Von welchem Alter an sollten Bürger eine Fahrtauglichkeitsprüfung ablegen? Oder halten Sie eine solche Prüfung für unnötig?

Hans-Jürgen Arndt (CDU)

Name: Hans-Jürgen Arndt

Geburtstag/-ort: 25. Oktober 1958 in Brandenburg/H.

Familienstand/Kinder: verheiratet, einen leiblichen Sohn

Ausgeübter Beruf: Baumaschinist; seit zwei Jahren wieder selbstständig

Kandidatur für welche Partei: CDU

Wahlkreis/Listenplatz: 2/3

Seit wann Parteimitglied: Juli 2oo1

Private Interessen: Geselligkeit in jeder Form. fußballinteressiert, Gartenarbeit, Reisen, ob kurz oder lang

Hans-Jürgen Arndt (CDU): ab 18 Jahren.

Ralf Krombholz (Bündnisgrüne): ab 70 Jahren. Dabei sollte aber auch geprüft werden, ob durch ein entsprechendes Training die Fahrtüchtigkeit verbessert werden kann.

Heidi Hauffe (Linke): Halte ich für unnötig. Ich setze voraus, dass jeder Bürger seine Fahrtauglichkeit verantwortungsbewusst selbst einschätzen kann, bzw. von seinem Hausarzt auf mögliche Risiken für sich und andere Verkehrsteilnehmer hingewiesen wird und falls nötig, die entsprechenden Konsequenzen zieht.

Hans-Walter Werner (SPD): Ich halte eine Altersbegrenzung für nicht geeignet. Der Einzelfall ist entscheidend.

Woran fehlt es Kindern und Jugendlichen in der Stadt?

Arndt: Eventuell an Begegnungsstätten – hauptsächlich zum Quatschen und Tanzen.

Krombholz: Ich glaube, dass Kinder in Deutschland und besonders auch in Brandenburg an der Havel es sehr gut haben. Wir haben hier dem Grunde nach alles, was Kinder und Jugendliche brauchen und nutzen können. Von

Ralf Krombholz (Bündnis 90/Die Grünen)

Name: Dr. Ralf Krombholz

Geburtstag/-ort: 21.12.1956 in Grevenbroich

Familienstand/Kinder: verheiratet, 2 Kinder

Ausgeübter Beruf: Beigeordneter a.D.

Kandidatur für welche Partei: Bündnis 90 / Die Grünen

Wahlkreis/ Listenplatz: 2/3

Seit wann Parteimitglied: gefühlt seit 1985, tatsächlich seit Januar 2019

Private Interessen: Segeln, Kultur und Stadtentwicklung: Schauen was andere Städte vielleicht besser machen als wir.

der Kita über die schulische Bildung bis zum Sportverein ist alles vorhanden. Wir haben das Sonnensegel und vieles mehr. Natürlich kann man immer noch mehr Angebote schaffen, zum Beispiel die Skaterhalle oder einen Kletterpark. Im Weiteren sehe ich aber die Frage, woran es fehlt, als eine soziale: Es gibt Kinderarmut in dieser Stadt. Wir sollten darauf achten, dass Kinder aus schwierigem sozialem Umfeld nicht abgehängt werden. Dazu sollten wir die karitativen Einrichtungen und die Sozialdienste der Stadt finanziell und personell absichern. Wir brauchen Achtsamkeit für diese Kinder und ihre Eltern und sollten stets prüfen, wie wir diesen Personenkreis unterstützen können. Ich bewundere das private Engagement der Bürgerschaft zum Beispiel bei der jährlichen Sterntaleraktion der MAZ.

Hauffe: das engmaschige Netz von sozialpädagogischer Betreuung an allen Bildungseinrichtungen. Die Schulkrankenschwester an allen Schulen der Stadt. Die gesunde(n) und kostenlose(n) Mahlzeit(n) während eines Schultages. Der Kinder-und Jugendfreizeitführer für die Stadt Brandenburg an der Havel, der tatsächlich über alle Angebote im Allgemeinen informiert und monatlich aktualisiert den Kindern und Jugendlichen und den interessierten Eltern kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. Die/der Kinder-und Jugendbeauftragte, welche/r endlich einmal längerfristig als der/die Ansprechpartner/in für dieses Klientel fungiert und dessen Belange in der Verwaltung artikuliert, verhandelt, umsetzt; kurz den Kindern und Jugendlichen eine Stimme verleiht.

Werner: Es fehlt an attraktiven Freizeit- und Betreuungsangeboten, auch an Angeboten im kulturellen Bereich. So wäre zum Beispiel ein Kinder- und Jugendfilmfestival interessant und auch ein viel stärkeres Hinhören der Kommunalpolitik auf Wünsche der Kinder und Jugendlichen. Auch ein Kinder- und Jugendparlament sollte wieder eingerichtet werden.

Was ist Ihr wichtigstes Ziel für Familien in Brandenburg/Havel?

Arndt: Einen ordentlichen Arbeitsplatz und das sie sich in unserer Stadt wohlfühlen.

Krombholz: Ich möchte gerne dabei helfen, dass junge Familien in Brandenburg an der Havel günstiges Bauland finden. Dazu kann man z. B. nach dem von Jürgen Peters mir entwickelten Konzept für den Packhof auf städtischem Grund und Boden Erbpachtgrundstücke vergeben. Das macht die Anfangsbelastung für die Bauherrenschaft erträglicher. Auf keinen Fall sollte die Stadt wieder auf „Investorensuche“ gehen. Der Packhof ist aus meiner Sicht eine Fläche für Einzelbauherr/innen und Baugemeinschaften. Unser Packhofkonzept sieht Sharingmodelle vor, die es für die Familien einfach macht kostengünstige Mobilität zu nutzen. Zudem können die Kinder in dem geplanten autoarmen Quartier auf der Straße spielen. Der Packhof kann ein Musterbeispiel für ein familienfreundliches und ökologisches Stadtquartier werden, das auch auf weitere Flächen in der Stadt übertragbar ist. Für die ältere Generation hätte ich mir gewünscht, dass bei der Ausschreibung der vier Eichamtstraßengrundstücke nicht so sehr der Preis, sondern vor allem das Nutzungskonzept im Vordergrund gestanden hätte. Ein gewisser Anteil der Wohnungen, die dort entstehen, sollte mietpreisgebunden sein. Auch für ältere und vielleicht schon wieder allein stehende Menschen sollten dort erschwingliche und barrierefreie Wohnungen entstehen. Ich möchte gerne, dass in Brandenburg ein sicheres und gut ausgebautes Fahrradwegenetz entsteht. Autos sollten nicht verdrängt werden, aber die individuelle KFZ-Nutzung sollte nach und nach durch intelligente Sharingkonzepte in Verbindung mit einem sehr guten öffentlichen Personennahverkehr ergänzt werden. Wer kein eigenes Auto mehr besitzen möchte, soll nicht mehr darauf angewiesen sein und keine Mobilitätseinschränkungen hinnehmen müssen.

Hauffe: Familienpass: Bekanntheitsgrad erhöhen, Angebote überprüfen, gegebenenfalls aktualisieren und anpassen. Bezahlbares Wohnen,

Heidi Hauffe (Linke)

Name: Heidi Hauffe

Geburtstag/-ort: 13.7.1953 in Babelsberg

Familienstand/ Kinder: verheiratet / zwei Kinder

Ausgeübter Beruf: keinen mehr, bin als Lehrerin nun im Ruhestand

Kandidatur für welche Partei: Die Linke

Wahlkreis/ Listenplatz: 2 / 3

Seit wann Parteimitglied: 2001

Private Interessen: Reisen, Kino/Theater, Literatur, Walken, passiv als Konsumentin besonders Fußball, aber auch andere Sportarten.

Arbeitsplatzangebot und entsprechende Möglichkeiten der Kinderbetreuung in Kita und Hort, Kultur-und Freizeitangebote für die ganze Familie, Erweiterung des ÖPNV Angebotes im Takt und im Platz für Kinderwagen, Rollatoren, etc.

Werner: Familienfreundliche Kitazeiten, Kitaplätze in der Nähe der Wohnung, bezahlbarer Wohnraum und stadteigene Anlaufstelle für Familien, die sich in Brandenburg niederlassen wollen.

Wenn Sie könnten, wie Sie wollten: Wer in Brandenburg/Havel bekäme 100.000 Euro aus dem städtischen Haushalt?

Arndt: Kindereinrichtungen, die sich um die nicht so wohlbehüteten Kinderlein kümmern.

Krombholz: Ich würde 10.000 Euro für die Freilegung der Fresken in der Johanniskirche geben. Weitere 10.000 Euro würde ich für eine ökologische und finanzielle Machbarkeitsermittlung auf dem Packhof aufwenden. Schließlich würde ich mit 30.000 Euro ein sehr gutes international renommiertes Stadtplanungsbüro mit einem Vorentwurf für einen Bebauungsplan auf dem Packhofgelände beauftragen. 50.000 Euro würde ich für die Verbesserung und Erweiterung unserer städtischen Wälder aufwenden, damit Brandenburg an der Havel auch weiterhin einen Beitrag zum Klimaschutz leistet.

Hauffe: der aktuellen Situation und Diskussion geschuldet, die BAS. Mit Zweckbindung für Reparatur, Instandsetzung und Erweiterung der Ausstattung des Slawendorfes.

Werner: Ich würde den Betrag splitten. Der Tafel – dem Frauenhaus – dem

Hanswalter Werner (SPD)

Name: Hanswalter Werner

Geburtstag/-ort: 29.9.1947 Bitburg

Familienstand/Kinder: verheiratet, 1 Tochter

Ausgeübter Beruf: Pensionär

Kandidatur für welche Partei: SPD

Wahlkreis/Listenplatz: 2/3

Seit wann Parteimitglied: 1991

Private Interessen: Literatur, Theater, Jogging, Radfahren, Kochen.

Slawendorf - einem Bürgerhaushalt, für die sich in der Stadt Brandenburg entwickelnden Bürgerinitiativen.

Haben oder hätten Sie ein Problem mit ehemals inoffiziellen oder hauptamtlichen Mitarbeitern der Stasi in der Stadtverordnetenversammlung?

Arndt: Das müssen DIESE Menschen mit sich und der Umwelt allein klären.

Krombholz: Ja. Aus eigener Erfahrung muss ich leider anmerken, dass einzelne Menschen, die sich freiwillig in den Dienst der Staatssicherheit der DDR gestellt hatten, auch nach 1989 dazu neigten, das seinerzeit Erlernte gegen unliebsame Personen einzusetzen.

Hauffe: Grundsätzlich Nein; irgendwann muss auch mal Schluss sein. Ich möchte allerdings trotzdem, dass es eine Prüfung und Abwägung in jedem Einzelfall gibt.

Werner: Da würde ich nicht pauschal urteilen, sondern mir die entsprechenden Personen und ihr Verhalten nach der Wende – immerhin fast 30 Jahre – ansehen.

Von Jürgen Lauterbach

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