Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Fünf Fragen an die Kandidaten: Was diese Bewerber für Brandenburg an der Havel wollen
Lokales Brandenburg/Havel Fünf Fragen an die Kandidaten: Was diese Bewerber für Brandenburg an der Havel wollen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:11 16.05.2019
Niedergörsdorf wählt einen neuen Bürgermeister Wahllokal Bochow Kandidatin Doreen Boßdorf gibt an der Wahlurne ihren Stimmzettel ab Quelle: Victoria Barnack
Brandenburg/H

Am 26. Mai hat Brandenburg an der Havel die Wahl. Bei der Kommunalwahl bestimmen die Bürger, wer sie in Stadtverordnetenversammlung und Ortsteilen vertreten soll. 327 Bürgerinnen und Bürger bewerben sich um ein Stadtverordnetenmandat.

Die MAZ hat die fünf Erstplatzierten aller Parteien in den drei Wahlkreisen eingeladen, fünf Fragen zu beantworten. Hier die Antworten, die uns Kandidatinnen und Kandidaten aus dem Wahlkreis 3 geschickt haben. Der Wahlkreis 3 umfasst die Stadtteile Hohenstücken und Görden sowie die Ortsteile Kirchmöser, Mahlenzien und Plaue.

Von welchem Alter an sollten Bürger eine Fahrtauglichkeitsprüfung ablegen? Oder halten Sie eine solche Prüfung für unnötig?

Alfredo Förster (SPD): Beginnend mit dem 6. Lebensjahr (Fahrrad)

Alfredo Förster (SPD)

Name: Alfredo Förster

Geburtstag/-ort: 22. August 1957 in Neustadt/Dosse

Familienstand/Kinder: verheiratet/4 Söhne

Ausgeübter Beruf: Manager Hospital

Kandidatur für welche Partei: SPD

Wahlkreis/Listenplatz: 3/4

Seit wann Parteimitglied: 2014

Private Interessen: Astronomie, Literatur, Reisen.

freiwillig. Immer dann, wenn es obligatorisch bzw. gemäß der StVO vorgesehen ist. Ab dem 60. Lebensjahr sind regelmäßige und kostenfreie Gesundheitschecks anzubieten und nachzuweisen…

Ute Taege (CDU): ab dem 18. Lebensjahr (nicht schon mit 17 Jahren + Begleitung!). - Ergänzung darüber hinaus: Menschen mit einem festgestellten Alkohol- und vor allem auch Drogenmissbrauch während der eigenen Nutzung eines Kfz sollte die Fahruntauglichkeit für mindestens zwei Jahre grundsätzlich untersagt werden. Dann eine Prüfung durchführen. Anschließend regelmäßige entsprechende Kontrollen als Verpflichtung einführen.

Sebastian Knopf (Die Linke): Ich bin da unentschlossen, was dieses Thema angeht und habe bisher noch keine klare Meinung dazu.

Klaus-Dieter Zschech (Bündnis 90/Die Grünen): Bezüglich des allgemeinen gesundheitlichen Befindens: ab 72 Jahren; bezüglich der Fähigkeit der verantwortungsbewussten Teilnahme am Straßenverkehr: mit Erwerb des Führerscheins.

Stefan Gacon (FDP): Es macht durchaus Sinn eine Fahrtauglichkeitsprüfung zu absolvieren. Ich würde dies aber nicht von einem Alter abhängig machen, sondern würde es begrüßen, wenn alle Fahrerlaubnisträger alle 5 oder 10 Jahre eine solche Prüfung inklusive einer Pflichtauffrischung der Ersten Hilfe absolvieren. Immer wieder erlebe ich es in Gesprächen, dass der letzte Erste-Hilfe-Kurs zum Erwerb der Fahrerlaubnis gemacht wurde und seitdem nie wieder. Meines Erachtens nach muss hier eine Pflicht zur Auffrischung eingerichtet werden, da die Medizin dank der Forschung einem ständigen Wandel unterzieht und das ließe sich hervorragend mit einer Fahrtauglichkeitsprüfung verbinden. Sollte ein Fahrzeugführer diese Auffrischung nicht haben, bekommt er keine Verlängerung seiner Fahrerlaubnis. Ein LKW-Fahrer muss alle 5 Jahre seine Fahrtauglichkeit erneut mit medizinischen Tests unter Beweis stellen, dies sollte genauso mit jedem anderen Verkehrsteilnehmer gemacht werden, um so die Straßen ein Stück weit sicherer zu bekommen.

Woran fehlt es Kindern und Jugendlichen in der Stadt?

Taege: Familienfreizeitanlaufstellen für Kinder an Samstagen und Sonntagen als auch Feiertagen, die (noch) der Aufsichts- und Fürsorgepflicht

Ute Taege (CDU)

Name: Ute Taege

Geburtstag/-ort: Brandenburg an der Havel

Familienstand/Kinder: geschieden, 2 erwachsene Kinder

Ausgeübter Beruf: Sozialarbeiterin in der Kinder- und Jugendhilfe

Kandidatur für welche Partei: CDU

Wahlkreis/ Listenplatz: 3 / 4

Seit wann Parteimitglied: 12/2007

Private Interessen: Kommunalpolitik (Smiley), Menschen aktiv begegnen (Smiley), Aufenthalt am und im Wasser der Havel und Seen in Brandenburg an der Havel, lesen, gelegentlich Konzerte besuchen (Angebote gibt es leider nur außerhalb der Stadt Brandenburg an der Havel, Smiley)

unterliegen infolge ihres Alters und/oder ihres Entwicklungsstandes. Saubere offizielle Badestellen. Neuropädiatrische ambulante Versorgung. Endlich passende pädagogische und sächliche Rahmenbedingungen für die Inklusion und Integration der Kinder an allen Schulen. Gebundene Ganztagsschulen und bzw. einschließlich Lern- (therapeutischer) Angebote am Nachmittag an ihren Schulen. Hauswirtschaftliches Führen eines eigenen Haushaltes zum Lernpflichtfach werden lassen an allen Schulen (Erlernen des Wohnen-Könnens!)

Förster: An die Einsicht mancher Bürger, dass Kinder und Jugendliche noch keine Erwachsenen sind. „Wenn die Kinder klein sind, gib ihnen Wurzeln, wenn sie groß sind, gib ihnen Flügel“ heißt es in einem Sprichwort. Manch einem Kind fehlt es an beidem!

Knopf: Da ich erst seit dem Sommer 2018 in Brandenburg wohne und aus

Sebastian Knopf (Die Linke)

Name: Sebastian Knopf

Geburtstag/-ort: 26.9.1977 in Hoyerswerda

Familienstand/Kinder: ledig, keine Kinder

Ausgeübter Beruf: Vertriebsleiter bei einem Tiernahrungshersteller

Kandidatur für welche Partei: Die Linke

Wahlkreis/ Listenplatz:3/4

Seit wann Parteimitglied: 1996

Private Interessen: Musik, Eishockey, Fußball, Kabarett, Oper.

Rheinland-Pfalz zugezogen bin, kann ich mir zu diesem Thema noch kein Urteil erlauben.

Zschech: Das wissen diese am besten; sie sind Fachleute in eigener Sache.

Gacon: Im Großen und Ganzen fehlt es den Kindern, mehr aber den Jugendlichen und jungen Erwachsenen an Freizeitmöglichkeiten. Wir haben in der Stadt ein sehr großes sportliches Angebot, man muss aber auch bedenken, dass nicht jedes Kind unbedingt dem Ruf des Sportes folgt, folgen kann oder auch folgen will. Hier muss es alternativen geben. Die FDP setzt sich momentan stark für die Sprayer ein, dass diese eine öffentliche Fläche bekommen, auf der sie die Stadt auch ein Stück weit attraktiver machen können. Es bedarf aber nicht nur solcher öffentlichen Flächen, um Jugendliche zu beschäftigen. Es muss in jedem Stadtteil Möglichkeiten einer kostengünstigen, wenn nicht sogar kostenlosen Freizeitbeschäftigung geben. Wie das aussehen kann, muss durch eventuelle Umfragen und natürlich auch direkten Gesprächen in Erfahrung gebracht werden. Auch das Ehrenamt muss mehr in den Vordergrund treten und es sollte hier mehr Werbung und/oder öffentliche Auftritte dieser Ehrenamtsmöglichkeiten geben.

Was ist Ihr wichtigstes Ziel für Familien in Brandenburg/Havel?

Förster: Die Bekämpfung der Kinderarmut! Kein Kind, keine Familie sollte in unserer reichen Stadt auf Almosen angewiesen sein.

Taege: Parkplätze in der Innenstadt mit bedarfsgerechter Breite und Länge der Stellplätze! Die öffentlichen Parkplätze am Nicolaiplatz und in der Neuendorfer Straße (ehemals Gesundheitsamt) dürfen nicht länger dauerbesetzt werden von Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung zu deren Konditionen! Hier ist eine klare Ungleichbehandlung gegeben gegenüber den anderen Bürgerinnen und Bürgern. Gleiches trifft auf rechtswidrig erteilte sog. „Sondergenehmigungen“ zu z. B für Mitarbeiter*nnen des DRK am Standort Am Molkenmarkt). Die Mobilität aller Bürgerinnen und Bürger muss gewährleistet bleiben, einschließlich des Individualstraßenverkehres! Städtebauliche Lückenschließung muss kleine grüne Oasen / Freiflächen gewährleisten, einschließlich Sitzmöglichkeiten zum Kurzerholen, Luftholen… (s. Klimawandel, s. Familien und ältere Bürger*innen). Die offiziellen Badestellen müssen wieder regelmäßig, in der Badesaison mindestens jeden zweiten Tag gesäubert und mit Sand aufgefüllt werden (s. früher durch die BAS GmbH). - Die/ der Kinder- und Jugendbeauftragte muss in der Stadtverwaltung beim Stabsbereich des Oberbürgermeisters angestellt werden! Damit Sicherstellung der Beteiligung in tatsächlich allen Lebensbereichen! (Siehe oben). Eine wesentlich zu verbessernde bzw. erst einmal überhaupt zu beginnende Zusammenarbeit zwischen den Sachgebieten innerhalb des Fachbereiches IV der Stadtverwaltung, abgestimmt auf Hilfebedarfe von Familien! Diese Familien brauchen passgenaue Unterstützung. Familienfreizeit-Anlaufstellen mit aktiven Angeboten in der Stadt Brandenburg an der Havel fehlen, insbesondere an den Samstagen, Sonntagen und Feiertagen (nach zeitlicher Beendigung der Bildungseinrichtungen, wie Kitas, Schulen) und Beendigung der überwiegenden Arbeitszeiten (nicht gleichzusetzen mit den vorhandenen Kinder- und Jugendfreizeitstätten!). Das hauswirtschaftliche Führen eines eigenen Haushaltes muss zum Lernpflichtfach an allen Schulen eingeführt werden!

Knopf: Brandenburg hat aus meiner Sicht Potenzial als Pendler- und Wohnstadt in den kommenden Jahren, hier gilt es insbesondere, den Stadtteil Hohenstücken attraktiver für Familien aus allen Einkommensschichten zu machen, hier sind alle Voraussetzungen und die notwendige Infrastruktur vorhanden, um Zuzug von Familien aus Berlin und dem Speckgürtel rund um die Hauptstadt zu ermöglichen. Dazu bedarf es auf der einen Seite weiterer Sanierungen für Wohnungen in der Platte, aber auch die weitere Erschließung von Baugebieten für Eigenheime, Reihenhäuser und Mehrfamilienhäusern.

Zschech: dass sie sich in unserer Stadt gegenwärtig und zukünftig

Klausdieter Zschech (Bündnis 90/Die Grünen)

Name: Klausdieter Zschech

Geburtstag/-ort: 29.5.1944 Brandenburg an der Havel

Familienstand/Kinder: geschieden, 2 erwachsene Kinder

Ausgeübter Beruf: Altersrentner

Kandidatur für welche Partei: Bündnis 90 / Die Grünen

Wahlkreis/ Listenplatz: 3/4

Seit wann Parteimitglied: 1989 (ursprünglich Neues Forum)

Private Interessen: Kultur, Politik, Leben.

wohlfühlen können.

Gacon: Eines der wichtigsten Ziele für mich ist es, dass die Kinder der Familien so sicher wie möglich aufwachsen können. Dazu gehört dementsprechend eine hohe Sicherheits- und Polizeipräsenz. Außerdem muss es für Familien viele Familienangebote zur Freizeitgestaltung geben. Wenn ich mit meiner Familie was Tolles erleben will, muss ich zwangsläufig die Stadt verlassen, Richtung Potsdam oder Berlin. Es gibt zu wenig Angebote in der Stadt, vor allem für unsere jüngsten Stadtbewohner, die zwischen 0 und 3 Jahren jung sind. Für Familien ist aber auch stets wichtig, dass ihre Kinder in der Schule erfolgreich werden/sind. Natürlich sollen die Kinder ohne Druck der Erwachsenen die erreichen. Dafür brauch es aber moderne Technik. Inzwischen ist seitens der Bundesregierung der Weg der Digitalisierung der Schulen geöffnet worden. Bisher erfolgen aber keinerlei Maßnahmen zum schnellen Aufbau dessen. Lediglich wir als FDP haben ein Projekt in einer Schule begonnen, welches wir schnellstmöglich voranbringen wollen und somit Eltern, Lehrern, Schülern und auch der Stadt zu zeigen, was alles mit digitalen Medien im Klassenzimmer erreicht werden kann.

Wenn Sie könnten, wie Sie wollten: Wer in Brandenburg/Havel bekäme 100.000 Euro aus dem städtischen Haushalt?

Förster: Die „Kleider-Ursel“ zum Ausbau und zur allgemeinen Unterstützung ihrer sozialen Projekte in den Stadtteilen Görden und Hohenstücken.

Taege: Errichtung einer zentralen Mensa mit freundlicher Atmosphäre für ein gemeinsames Einkaufen, Kochen und Zubereiten des Mittagessens im Stadtteil Hohenstücken für die drei Schulen, sodass die Teilnahme der Schülerinnen und Schüler am Mittagessen wesentlich erhöht wird. Eltern sollen sich daran beteiligen durch Beschäftigungschancen, z. B. vom Jobcenter. Zur Überbrückung bis ein geeignetes Projekt entsteht, sollte der vorhandene Küchenbereich im Bürgerhaus Hohenstücken entsprechend genutzt werden. Ein „kostenloses“ Mittagessen darf es jedoch nicht geben. Dann wäre der umfassende Lerneffekt ad absurdum geführt.

Knopf: Ich würde den ÖPNV ausbauen, z. B. Einrichtung eines Nachtlinienverkehrs bei der Straßenbahn oder auch die Anbindung des Stadtteil Nord an das Straßenbahnnetz.

Zschech: die freie Kulturszene.

Gacon: Das ist schwer zu entscheiden. Es gäbe etliche Projekte, für die es sich lohnt 100.000 Euro zu investieren. Ein großes Projekt dabei wäre aber

Stefan Gacon (FDP)

Name: Stefan Gacon

Geburtstag/-ort: 23.9.1988 in Brandenburg an der Havel

Familienstand/ Kinder: ledig/Beziehung/ 1 Tochter

Ausgeübter Beruf: Notfallsanitäter/Bundeswehr

Kandidatur für welche Partei: FDP

Wahlkreis/Listenplatz: 3/4

Seit wann Parteimitglied: November 2018

Private Interessen: Politik, Kind, Familie, lesen.

sicherlich eine Lösung zu finden in den andauernden Diskussionen bezüglich des Packhofes. Hier könnte man das Geld nehmen, um eine Lösung herbeizuführen, mit der alle Seiten zufrieden sind.

Haben oder hätten Sie ein Problem mit ehemals inoffiziellen oder hauptamtlichen Mitarbeitern der Stasi in der Stadtverordnetenversammlung?

Förster: Nein – wenn sie sich vor einer Kommunalwahl als ehemalige Spitzel zu erkennen geben. Ja – wenn sie diesen Teil ihrer Biografie verschwiegen haben.

Taege: Eine frühere IM-Tätigkeit ist nicht maßgeblich. Jedoch habe ich vielmehr ein Problem mit charakterlicher Ungeeignetheit!

Knopf: Nein, so lange die Betroffenen offen mit dieser Thematik gehen und sich Gesprächen zu ihrer Vergangenheit nicht verschließen.

Zschech: Nein; es sei denn, sie haben damals Taten begangen, die justiziabel und noch nicht verjährt sind.

Gacon: Nein. Wichtig ist das, was die Mitglieder der SVV für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger entscheiden, auch wenn man die Vergangenheit nie löschen kann, so sollte jeder seine Chance im Leben und der Politik bekommen.

Von Jürgen Lauterbach

Entspannte Stimmung, gut angezogene Gäste, ein Marathon an Reden und hervorragende Bewirtung – das sind die Markenzeichen des städtischen Sommerempfangs an der Regattastrecke. Und ein Paddel gab’s auch.

15.05.2019

Einen Ausbau des Zentrumsrings gegen Fußgänger und Radfahrer will der SPD-Landtagsabgeordnete Ralf Holzschuher verhindern. Er stellt sich gegen Überlegungen des Landesbetriebs Straßenwesen, Tempo 70 mit Leitplanken abzusichern.

15.05.2019

Mehr als 600 Autofahrer in Brandenburg/Havel und Umgebung sind im April in die Laserfalle der Polizei getappt. Die Zahl umfasst nach Polizeiangaben nicht einmal alle Verstöße. Einige Autofahrer mussten nur zuhören.

15.05.2019