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Brandenburg/Havel Fusion der Angler fällt ins Wasser
Lokales Brandenburg/Havel Fusion der Angler fällt ins Wasser
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14:34 28.03.2017
Immer mit der Ruhe: Angeln zählt zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen an der Havel und ihren Seen. Daran ändert auch die geplatzte Fusion zwischen Städte- und Kreisanglerverband nichts. Zusammen bringen es beide Verbände auf über 3500 Mitglieder. Quelle: Picasa
Jeserig

Das Kreishegefischen 2017 sollte zur ersten gemeinsamen Veranstaltung aller Angler aus Stadt und Land unter einem Dach werden. Doch der Terminplan hat sich in Havelwasser aufgelöst. An eine im Frühjahr vorgesehene Fusion zwischen dem Städteanglerverband Brandenburg/Potsdam und dem Kreisanglerverband Brandenburg/Land ist vorläufig nicht mehr zu denken.

Die Rolle rückwärts passierte auf der jüngsten Mitgliederversammlung des Kreisanglerverbandes in der Jeseriger Gaststätte „Fernfahrers Ruh“. Mitglieder aus etwa 20 von 33 Mitgliedsvereinen diskutierten noch einmal die Vor- und Nachteile eines Zusammengehens mit den Petrijüngern aus den beiden Städten. Nach langer Vorbereitung schien eigentlich alles klar. Plötzlich wurden immer mehr Bedenken angemeldet. Am Ende war von einer Verschmelzung keine Rede mehr. Schließlich warf Kreisvorsitzender Frank Sperlich, der in der Gemeinde Panketal (Kreis Barnim) lebt, das Handtuch. Er erklärte seinen Rücktritt. Noch im November vergangenen Jahres hatte sich Sperlich optimistisch gegeben. Zwar seien einige organisatorischen Hausaufgaben zu machen, doch am Ziel einer Fusion werde festgehalten, sagte der zurückgetretene Kreisvorsitzende damals.

Nun ist für den Mai eine außerordentliche Mitgliederversammlung angekündigt, auf der die organisierten Angler von Wusterwitz bis Deetz eine neue Führung wählen sollen. Die Suche nach einem neuen Vorsitzenden läuft. Beim Städteanglerverband Brandenburg/Potsdam zeigt man sich vom Abhandenkommen des Fusionspartners einigermaßen überrascht. „Offensichtlich ist einiges zerredet worden. Ich dagegen sehe keine Probleme, die wir nicht gemeinsam lösen könnten“, meinte Vorsitzender Daniel Müller.

Zusammenschluss würde Vorteile bringen

Der geplatzten Fusion waren jahrelange Vorgespräche zwischen den beiden Angelverbänden vorausgegangen. Die Vorteile lagen für die Befürworter auf der Hand.

Doppelte Strukturen ließen sich sparen. Für sportliche Höhepunkte könnten die Kräfte gebündelt werden.

Mit einem Neuanlauf wird für 2017 nicht mehr gerechnet. Zunächst müssen Personalfragen geklärt werden.

Etwas anders sieht die Sache Helmut Paul vom Wusterwitzer Sportfischerverein. Er war in Jeserig dabei. Es gab wohl einen Haken bei der Sache. „Wir wollen die Fusion auch. Doch es machte sich der Eindruck breit, dass der Städteanglerverband nicht alle Karten über sein Inventar und seine finanzielle Lage offen gelegt hat. Für zusätzliche Verunsicherung sorgte die Nachricht, dass der Schatzmeister der Brandenburger sein Amt niedergelegt hat. In dieser Situation wollten wir keine Entscheidung herbeiführen“, berichtet Paul.

Städteangler-Chef Daniel Müller ist enttäuscht vom Rückzug des Kreisanglerverbandes. Quelle: privat

Die Mitglieder des Städteanglerverbandes hatten sich jedenfalls fest auf ein Zusammengehen mit den Kreisanglern eingestellt. Sogar die Satzungsänderung mit dem neuen gemeinsamen Namen „Mittlere Havel“ war schon vorbereitet. „Zum Glück haben wir alles vorbehaltlich der Fusion beschlossen“, berichtet Müller der MAZ auf Nachfrage. Müller selbst ist seit kurzer Zeit beim Landesanglerverband fest angestellt. Sein Ehrenamt als Kreisvorsitzender wird er wegen möglicher Interessenkollisionen deshalb in absehbarer Zeit abgeben müssen.

Auch der organisatorische Fahrplan war abgesteckt. Um den Verwaltungsaufwand so gering wie möglich zu halten, sollte der Kreisanglerverband einen Auflösungsbeschluss fassen und dem Städteanglerverband mit seinen fast 40 Vereinen beitreten. Dieser hätte sich zuvor einen neuen Namen gegeben. Daraus wird wohl in diesem Jahr nichts mehr.

Von Frank Bürstenbinder

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