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Brandenburg/Havel Wie die Gördenallee sicherer werden soll
Lokales Brandenburg/Havel Wie die Gördenallee sicherer werden soll
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19:04 03.02.2020
Auf der Gördenallee gibt es zu wenig Fußgängerüberwege, für Nicht-Kraftfahrer ist das Überqueren gefährlich. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg/H

Görden-Bewohner Rolf Schreiner macht seinem Ärger Luft: „Alles spricht nach der Brückensperrung ,20. Jahrestag’ vom Straßenverkehr und seinen Umleitungen. Doch niemand der Stadtverwaltung macht sich scheinbar Sorgen, was die Fußgänger an den Umleitungsstrecken betrifft.“

Rasante Zunahme des Verkehrs

Ein ordentlicher Teil der aus Richtung Plaue, Kirchmöser oder Genthin kommenden Kraftfahrer fährt über den Quenzweg und die Gördenallee in Richtung Rathenower Landstraße beziehungsweise August-Bebel-Straße. Genaue Verkehrszählungen gibt es zwar noch nicht, doch sind die Auswirkungen der Sperrung deutlich spürbar.

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Schwer für Menschen ohne Auto

So sollten die Stadtverwalter mal als Fußgänger versuchen, in der Gördenallee über die Straße zu kommen, beispielsweise in Höhe der Haltestelle „Gördenallee“. „Das hier noch nichts Schlimmes passiert ist, grenzt an ein Wunder. Hier stehen die Passanten mit kleinen Kindern oder mit Kinderwagen, auch ältere Menschen mit Rollatoren und viele andere Fußgänger, die die Straße dort überqueren möchten.“

Verkehr reißt kaum ab

Der Verkehr auf der Gördenallee hat auch wegen der gesperrten Brücke am Altstadt-Bahnhof deutlich zugenommen. Quelle: JACQUELINE STEINER

Der Verkehr auf der Straße reiße nicht ab, alle fahren Tempo 50, Fahrzeug hinter Fahrzeug. „Ich weiß, wovon ich rede, denn ich passiere diese Stelle täglich“, erzählt Schreiner. Hier müsse endlich eine Lösung geschaffen werden, bevor etwas Schreckliches passiere. Unter anderem habe die CDU-Fraktion bereits im Frühjahr 2019, vor den Kommunalwahlen, in einem Wahlprogramm-Zettel diesen Zustand in der Gördenallee zum Thema gemacht.

Doch geschehen sei nichts. „Nun weiß ich auch, dass solche Planungen Jahre brauchen und die Realisierung nochmals so lange. So wird auch der Umleitungsverkehr noch etliche Jahre anhalten, ich meine schon fünf Jahre.“

Problem ist in Verwaltung bekannt

Das Problem mit der fehlenden Überquerungsmöglichkeit für Fußgänger ist längst in der Stadtverwaltung angekommen. „Es wird demnächst eine Fußgängerampel gebenein entsprechendes Projekt ist schon einige Zeit vorbereitet“, sagt Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU).

Ausschreibung ist vorbereitet

Das bestätigt auch der städtische Straßenexperte Peter Reck: „Wir sind schon in den Startlöchern und wollen den Bau ausschreiben. Das wird nur noch wenige Tage dauern, weil wir gerade einen Stau in der Ausschreibungsstelle haben, gleichzeitig mehrere Projekte angehen.“

Es soll eine Fußgängerampel direkt in Höhe der Haltestelle „Gördenallee“ geben, genau zwischen den gegenüberliegenden Einmündungen Geranienweg und Mozartstraße. „Die Signalanlage wird mit feinster Technik ausgerüstet und natürlich barrierefrei sein.“ Beachtet und angepasst werden müssten noch diverse Zufahrten rechts und links des Übergangs.

Geld aus dem Stadthaushalt

50.000 Euro sind für die Maßnahme verplant, das Geld bringt die Stadt komplett aus eigenen Mitteln auf. Es gibt keine zusätzlichen Fördermittel, auch wenn das Projekt offiziell unter dem Titel „Schulwegsicherung“ geführt wird.

Doch die für voriges und dieses Jahr geflossenen Förder-Beträge werden vor allem für den neuen Rad- und Gehweg auf der Nordseite der Bauhofstraße zwischen Trauerberg und Zentrumsring eingesetzt – hier gibt es allein zwei große Kindertagesstätten und diverse Freizeit-Treffpunkte für Kinder und Jugendliche.

Betrieb ab neuem Schuljahr

Baubeginn in der Gördenallee wird noch im Frühjahr sein, spätestens zum Schuljahresbeginn im Spätsommer soll die neue Anlage in Betrieb sein, verspricht Reck.

„Es wird auch nicht das einzige Projekt zu mehr Verkehrssicherheit in der Gördenallee bleiben. Wir bemühen uns noch um das Schaffen barrierefreier Haltestellen, vor allem auf der Seite der Straßenbahn. Die Haltestellen werden von der Buslinie E und von der Nachtbuslinie N2 angefahren.“

Von André Wirsing

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