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Brandenburg/Havel Geldregen über der Stadt
Lokales Brandenburg/Havel Geldregen über der Stadt
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00:45 29.04.2018
Das Bürgerhaus Hohenstücken ist ein beliebter Anlaufpunkt. Quelle: Tino Haberecht
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Brandenburg/H

Die Nachrichten, die Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) von seinen Gesprächen mit der Landesregierung mitbringt, werden immer besser: „Insgesamt haben wir dabei einen langfristiges Investitionsvolumen im Bereich der Städtebauförderung von mehr als 30 Millionen Euro abgestimmt, das durch weitere knapp 14 Millionen Euro an ÖPNV-Förderung, unter anderem für die Beschaffung neuer Straßenbahnen, ergänzt wird“, berichtet er vor den Stadtverordneten.

Die Mittel seien über die Jahre 2017 bis 2022 verteilt, konkretisiert die Chefin des Stadtplanungsamtes, Andrea Kutzop. „Darin enthalten sind die Klassiker wie Innenstadtsanierung, wo wir Hüllenförderung für private Bauvorhaben ermöglichen können, oder Straßenbau wie in der Wollenweberstraße.“

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Zudem können die Mittel eingesetzt werden, um wertvolle und stadtbildprägende Gebäude zu retten über das städtische Programm „Sanierung, Sicherung, Erwerb“. Die Stadt könne auch brachliegende Grundstücke mit einer Zwischenfinanzierung ankaufen, sie entwickeln und an Investoren weiterverkaufen. Dem gleichen Ziel – Sichern einer geordneten und gewollten städtebaulichen Entwicklung – dient auch die Möglichkeit, auf Stadtkosten einen Bebauungsplan erstellen zu lassen, auf dessen Grundlage Private bauen dürfen. Es sind in dem Betrag auch Kosten des Stadtumbaus mit Abriss und Aufwertung enthalten.

Selbstverständlich können mit dem Geld auch Investitionsprojekte im Programm „Soziale Stadt“ realisiert werden. „Wir haben aktuell noch gar nicht so viele Projekte aufgelegt. Wenn wir gute Pläne vorweisen, könnte sich die Fördersumme sogar noch erhöhen“, sagt Andrea Kutzop.

Soziale Stadt“ – das heißt meist Hohenstücken, deshalb wollen die Stadtplaner das Gespräch mit dem Quartiersmanagement um Tino Haberecht suchen, „die Ideen wollen wir hier nicht im stillen Kämmerlein entwickeln, vielmehr sollten sie von den Akteuren vor Ort kommen“.

Denkbar seien Projekte beispielsweise entlang der Willibald-Alexis-Straße, wo in wenigen Jahren beinahe alle Häuser abgerissen werden. Auf den entstehenden Freiflächen könnten in Ergänzung zur Skateranlage auch ein Parcours für die Inliner-Fahrer entstehen. Genauso sei eine gestaltete Parkanlage denkbar oder Einrichtungen in sozialer Infrastruktur. Das Bürgerhaus im Stadtteil sollte nicht die einzige Anlaufstelle bleiben, zumal es dort bereits seit Jahren Platznot gibt, weil so viele Vereine da hinein wollen.

Von André Wirsing