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Brandenburg/Havel Gewalttätiger Asylbewerber soll in Psychiatrie
Lokales Brandenburg/Havel Gewalttätiger Asylbewerber soll in Psychiatrie
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13:01 27.02.2018
Quelle: dpa
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Brandenburg/H

Die Staatsanwältin erkennt in dem 37 Jahre alten Mann, der in Brandenburg/Havel mehrere Menschen angegriffen, verletzt, bedroht und beleidigt hat, eine Gefahr für die Allgemeinheit. Am Dienstag beantragte Anklägerin Kristine Sörström vor der 5. Strafkammer des Landgerichts Potsdam eine mehr als dreijährige Haftstrafe für den Afghanen sowie seine Unterbringung im psychiatrischen Krankenhaus.

Sieben Straftaten wirft die Staatsanwältin dem etwa ein Dutzend Mal vorbestraften Mann vor, der im Alter von zehn Jahren nach Hamburg kam, dort wiederholt straffällig und schließlich rechtskräftig abgeschoben wurde, im Jahr 2015 einen Asylantrag stellte und daher eigentlich in Asylunterkünften in Brandenburg/Havel leben müsste. Doch Yama F. lebte wo und machte stets was er wollte.

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Tätliche Angriffe, Bedrohungen, Beleidigungen

Angeklagt sind mehrere Angriffe. Ein Discobesucher in Brandenburg/Havel leidet laut Staatsanwältin noch immer an seinem Trommelfellriss. Eine ehrenamtliche Helferin im Asylheim verletzte er ebenfalls und schüchterte sie mit der Drohung ein, ihren kleinen Sohn zu töten.

Andere Menschen verletzte, nötigte, bedrohte und beleidigte er. Noch nicht angeklagt sind die massiven Attacken und Erniedrigungen gegen seine Ex-Verlobte, einer Deutschen, die er in einer Disco kennengelernt hatte, die in Brandenburg/Havel lebt und nichts mehr von ihm wissen will, unter anderem weil er ihr den Kiefer gebrochen hat.

Staatsanwaltschaft fordern mehr als drei Jahre Haft

Die Anklägerin geht davon aus, dass Yama F. bei fast allen Straftaten erheblich vermindert schuldfähig war. Das führt sie unter Berufung auf das psychiatrische Gutachten auf die Persönlichkeitsstörung des Angeklagten zurück, seine „seelische Abartigkeit“. Die Wahrnehmungsstörungen des Mannes trügen „narzisstische Züge“.

Nichtigste Anlässe reichten, dass der einschlägig vorbestrafte Mann immer wieder gewalttätig wird und so eine Gefahr für die Allgemeinheit sei. Außer der Unterbringung in der Psychiatrie fordert die Staatsanwältin drei Jahre und zwei Monate Haft.

Von Jürgen Lauterbach