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Brandenburg/Havel Göttiner kämpfen gegen die geplante Straße durch ihren Ort
Lokales Brandenburg/Havel Göttiner kämpfen gegen die geplante Straße durch ihren Ort
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17:56 15.01.2020
Eine neue Bürgerinitiative in Göttin lehnt das Vorhaben ab, eine neue Straßenverbindung von ihrem Ortsteil nach Wilhelmsdorf und zum Autobahnanschluss zu bauen. Quelle: Dirk Fröhlich
Brandenburg/H

Im Brandenburger Ortsteil Göttin hat sich Widerstand formiert gegen den Ausbau des Paterdammer Weges. Der soll aktuellen Überlegungen zufolge Wilhelmsdorf, die Eigene Scholle und Göttin miteinander verbinden und bei Paterdamm zur Autobahnanschlussstelle Brandenburg führen.

Die Stadtverordneten hatten auf Antrag der Freien Wähler für dieses Straßenbauprojekt gestimmt, für das die Stadtverwaltung von 2021 an Geld im städtischen Haushalt bereitstellen soll. Als Ziel nennen die Freien Wähler die Verkehrsentlastung für die Ziesarer- und die Wilhelmsdorfer Landstraße.

Göttiner Familien gründen die Initiative

Zu der am 11. Januar gegründeten „Göttiner Bürgerinitiative – naturnahe Ortsteile“ gehören bisher zwölf Gründungsmitglieder. Die beteiligten Familien kennen sich aus anderen Projekten im Ortsteil. Sie hoffen auf weiteren Zulauf am kommenden Sonnabend.

Denn am 18. Januar um 18.30 Uhr lädt die Bürgerinitiative (BI) zu ihrer ersten öffentlichen Sitzung in Gemeindehaus Göttin in der Göttiner Schulstraße 3.

Wir stehen für ein naturnahes, ruhiges und lebenswertes Leben in Göttin und den anliegenden Orts- und Stadtteilen“, sagt Robert Thiele. Er ist Sprecher der neuen Bürgerinitiative, seine Stellvertreter sind Peter Richter und Andreas Steffen.

Bau verhindern – Natur dauerhaft schützen

Erstes Ziel der Göttiner Initiative ist, den Baus einer solchen Straße von Wilhelmsdorf über die Scholle und Göttin nach Paterdamm zu verhindern. Zudem möchten die engagierten Bürger die anliegende Natur dauerhaft schützen und ein erholsames Leben in Göttin und Umgebung sicherstellen.

Auch wenn die genaue Streckenführung noch nicht bekannt sei, müssten die Göttiner damit rechnen, dass ihr Ortsteil mit einem solchen Straßenbauprojekt durchschnitten würde und ein Landschafts- und ein Naturschutzgebiet berührt wären.

Die Ruhe in Göttin gesucht

Robert Thiele: Wir würden uns damit Probleme schaffen vor der eigenen Haustür.“ Viele Familien seien eigens nach Göttin gezogen, weil sie die Ruhe dort gesucht und gefunden hätten.

„Wir verstehen die Absicht der Stadtverordneten, aber mit ihren Vorstellungen belasten sie die Göttiner“, sagt der BI-Sprecher. Die Initiative wolle in dem demokratischen Diskussionsprozess vernünftig auf sich und ihr Anliegen aufmerksam machen, erklärt sein Vertreter Peter Richter.

Erste Gelegenheit dazu soll am kommenden Sonnabend sein. Eine zweite Möglichkeit besteht am 12. Februar ebenfalls im Gemeindehaus Göttin.

Termin mit Oberbürgermeister und Unterschriftensammlung

Denn an jenem Mittwoch um 12 Uhr wolle Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) Stellung zum im Grundsatz beschlossenen Straßenbau beziehen.

Im Hinblick auf diesen Termin soll vom 19. Januar bis 11. Februar eine Unterschriftensammlung gegen das Projekt laufen.  

„Nur wenn wir jetzt schnell reagieren, haben wir eine gute Chance die Straße zu verhindern“ schreibt die Bürgerinitiative, die nach Thieles Angaben auch von Ortsbürgermeister Bernd Voigt unterstützt wird.

Stadtverordnete wollen Geld ab 2021

Die Gründer fordern die Göttiner auf zusammenzustehen, denn, so heißt es: „Die Folgen für unsere schöne Ortschaft wären gravierend. Erheblicher Fahrzeuglärm und Staus wären an der Tagesordnung und der Schaden für die Natur erheblich und irreparabel.“

Am 27. November 2019 hatten sich die Stadtverordneten für das Vorhaben „Ausbau Paterdammer Weg mit Umfahrung des Ortsteils Göttin und Anbindung des Stadtteils Eigene Scholle/Wilhelmsdorf über Eichhorstweg/Göttiner Steig – Anbindung an den Knotenpunkt B 102/Landesstraße 88 ausgesprochen.

Vom Haushaltsjahr 2021 an soll die Verwaltung Geld dafür einplanen.

Von Jürgen Lauterbach

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