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Brandenburg/Havel Griff in den Schritt der Ex: 5000 Euro Strafe
Lokales Brandenburg/Havel Griff in den Schritt der Ex: 5000 Euro Strafe
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12:10 30.12.2018
Quelle: Uli Deck/dpa
Brandenburg/H

Dass er seine frühere Partnerin aus Wut in den Schritt gefasst hat, kommt einen 38 Jahre alten Mann aus dem Hohen Fläming teuer zu stehen. Das Schöffengericht Brandenburg/Havel verurteilte den am Ende geständigen Angeklagten kurz vor Weihnachten zu einer Strafe von mehr als 5000 Euro.

Matthias G. und seine frühere Partnerin sind schon längere Zeit getrennt. Das Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder hat deren Mutter. Der Vater hat aber ein Umgangsrecht. Er holt seine Kinder donnerstags aus dem Kindergarten ab, sie dürfen bis Montag bei ihm bleiben.

Streit um die Kinder

Das Verhältnis der Eltern zueinander ist angespannt. Am 8. Februar 2018 will die Mutter ihre Kinder aus der Wohnung des Vaters abholen. Der möchte sie jedoch nicht herausgeben mit dem Argument, die beiden seien schon im Schlafanzug.

Die Mutter lässt aber nicht locker, so entwickelt sich ein Streit. Matthias G. bestreitet im Gerichtssaal zunächst, dass er seiner Ex-Frau, wie angeklagt, in den Schritt gefasst hat. Dagegen spricht jedoch das Polizeiprotokoll von damals.

In den Intimbereich gefasst

Dem Polizisten, der die Anzeige der Frau aufgenommen hat, sagte der Angeklagte laut Protokoll: „Ich habe nicht in den Intimbereich gefasst. Höchstens im Affekt oder im Verlauf der Rangelei.“

Richterin Susanne Götsche erklärt dem 38-Jährigen, dass sich ein Geständnis vor Gericht strafmildernd auswirken würde. Vor allem deshalb, weil er damit seiner früheren Partnerin die unangenehme Aussage als Zeugin vor Gericht ersparen würde.

Nachdem sich der Angeklagte mit seinem Verteidiger besprochen hat, gesteht er den sexuellen Übergriff. Das veranlasst die Staatsanwältin und später auch das Schöffengericht, von einem minderschweren Fall auszugehen und dem nicht vorbestraften Mann eine womöglich längere Haftstrafe zu ersparen.

Gericht: Es war eine Affekthandlung

Die Staatsanwältin spricht von einem „Augenblicksversagen“ in einer emotionalen Situation. Für die Affekthandlung, die auch ohne sexuelle Erregung als Sexualstraftat gewertet wird, gilt eine Mindeststrafe von drei Monaten. Daraus leitet die Vertreterin der Anklage ihren Strafantrag ab: 90 Tagessätze à 60 Euro, in der Summe also 5400 Euro.

Der Verteidiger schließt sich dem Antrag an. Das Gericht verhängt die beantragte Strafe, die inzwischen rechtskräftig ist.

„Man macht so etwas nicht, das gehört sich nicht“, erfährt der Angeklagte von den Juristinnen. Die Kindesmutter möge nun ihre Ruhe vor ihm haben. Der Angeklagte äußert sich im Schlusswort einsichtig: „Es tut mir leid, was passiert ist. Vielleicht kann sie mir verzeihen.“

Von Jürgen Lauterbach

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