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Brandenburg/Havel Großes Voting: MAZ-Leser bestimmen die schlechteste Straße in Brandenburg an der Havel
Lokales Brandenburg/Havel

Großes Voting: MAZ-Leser bestimmen die schlechteste Straße in Brandenburg an der Havel

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18:04 07.03.2021
Besonders schlecht ist der Zustand des Wittstocker Gäßchen zwischen Eichhorstweg und Buchenweg.
Besonders schlecht ist der Zustand des Wittstocker Gäßchen zwischen Eichhorstweg und Buchenweg. Quelle: Rüdiger Böhme
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Brandenburg/H

Oftmals sind die Straßen in der Havelstadt schon vorgeschädigt – durch ihr Alter, schlampige Bauweise, zu hohe Belastung, zu viele Fahrzeuge. Der kurze heftige Winter mit Schnee und Eis sowie Temperaturschwankungen um mehr als 30 Grad innerhalb weniger Tage haben manchen Fahrbahnen den Rest gegeben.

So schreibt beispielsweise Reinhard Reiher per E-Mail: „Der Bürgerbeirat Eigene Scholle/Wilhelmsdorf möchte sich hiermit um die ,schönste Buckelpiste, der Stadt bewerben. Es handelt sich um das Wittstocker Gäßchen zwischen Buchenweg und Eichhorstweg. Die Straße liegt zwar am Rand der Eigenen Scholle hat aber als inoffizielle Umleitungsstrecke Bedeutung.“

Fahrbahn als Rennstrecke

Erhard Brüggemann schreibt bei Facebook: „Ich lebe in dieser Stadt und hier ist ein Chaos bei Straßen und Fahrradwegen, nichts ist in Ordnung. Auch unsere Straße wird in kurzer Zeit reparaturbedürftig sein, die Friedrich-Engels-Straße ist Rennstrecke und überlastet.“

Hohes Verkehrsaufkommen

Heike Zastrow will nicht alle Schuld dem Winter zuschieben: „Meine Güte, das waren doch nur ein paar Tage Frost und Schnee. Davon gehen doch die Straßen nicht gleich kaputt! Die sind so kaputt, weil sie dem hohen Verkehrsaufkommen nicht gewachsen sind, weil schwere Lkw sich durch die kleinsten Straßen winden, und das Material ist auch nicht das, was es mal war! Überall sind Baustellen, aber die Straßen werden nicht besser. Kaum ist ein Abschnitt saniert, ist die Umleitungsstrecke durch den erhöhten Verkehr dahin. Das nimmt kein Ende! Aber ist ja auch so gewollt.“

>>HIER GEHT ES ZUM VOTING

Notdürftig repariert

Im Umland sieht es nicht viel besser aus. So hatte sich bereits Michael Arndt aus Kloster Lehnin bei uns zu Wort gemeldet wegen der Straßenschäden in Lehnin/Kaltenhausen und Damsdorfer Chaussee. Jetzt schreibt er erneut: „Erfreulicherweise wurden die genannten Winterschäden in Kaltenhausen und in der oberen Hälfte der Damsdorfer Chaussee bereits just am Erscheinungstag des MAZ-Artikels repariert! Zwar wieder nur provisorisch, aber immerhin. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass solche Schnellreparaturen ohne Ausfräsen und ohne großflächiges Bearbeiten der Schadstellen, wieder nur eine geringe Haltbarkeit aufweisen können. Erfahrungsgemäß werden ein und dieselben Schlaglöcher spätestens im nächsten Winter wieder da sein, neue werden hinzukommen.“

Ausbessern hat begonnen

Auch in Brandenburg an der Havel ist mit dem Reparieren und Ausbessern begonnen worden. In der August-Sonntag-Straße an der großen Recyclingparkhalle wurde tatsächlich großflächig ausgestochen, Reste abgefräst und akkurat wieder verschlossen. In der Wilhelmsdorfer Straße nahe der Kreuzung Otto-Sidow-Straße wurde mehr oder weniger notdürftig geflickt.

Aber es bleiben noch genügend andere Schäden bislang unbearbeitet. Wir haben einmal fünf Straßen zusammengestellt, die wir nach den Hinweisen der MAZ-Leser für die schlimmsten halten und die dringend einer Reparatur bedürfen.

Fünf Straßen auf der Liste

Das sind die Verbindungsstraße von Klein Kreutz in die Stadt (L 91), die Grüninger Landstraße (L 93), das Wittstocker Gäßchen, die Plauer Landstraße (B 1) sowie die Friedrich-Engels-Straße. Sie können bis Montag, 8. März, 12 Uhr, votieren. Um die „Siegerstraße“ kümmern wir uns weiter, fragen bei Stadtverwaltung und Landesbetrieb Straßenwesen nach, wann dort etwas im positiven Sinne passieren soll.

Von André Wirsing